Fachausschuss befasste sich mit Schwarzbauten des TSV Meyenburg / Dezernent: Keine Signalwirkung Nachträgliches Okay für Flutlichtmasten

Landkreis Osterholz. Der Landkreis Osterholz kommt dem TSV Meyenburg mit der nachträglichen Legalisierung der nicht genehmigten Sportanlage auf dem Klingenberg in Meyenburg entgegen. Bei einer Enthaltung empfahl der zuständige Fachausschuss des Kreistags jetzt, das Sportanlagengelände und seine unmittelbare Nachbarschaft von den Verboten und Vorschriften des umgebenden Landschaftsschutzgebiets "Schmidts Kiefern und Heidhof" zu befreien, welche die Sportnutzung betreffen, die Flächen aber nicht komplett aus dem Schutzgebiet herauszunehmen.
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Nachträgliches Okay für Flutlichtmasten
Von Bernhard Komesker

Landkreis Osterholz. Der Landkreis Osterholz kommt dem TSV Meyenburg mit der nachträglichen Legalisierung der nicht genehmigten Sportanlage auf dem Klingenberg in Meyenburg entgegen. Bei einer Enthaltung empfahl der zuständige Fachausschuss des Kreistags jetzt, das Sportanlagengelände und seine unmittelbare Nachbarschaft von den Verboten und Vorschriften des umgebenden Landschaftsschutzgebiets "Schmidts Kiefern und Heidhof" zu befreien, welche die Sportnutzung betreffen, die Flächen aber nicht komplett aus dem Schutzgebiet herauszunehmen.

Dezernent Richard Eckermann sagte, dies sei aus naturschutzfachlicher Sicht das kleinere Übel und rechtlich für kleinere Areale möglich, die sich nicht auf das gesamte Schutzgebiet auswirkten. Verglichen mit einer kompletten Löschung (also Freigabe) der Sportplatz-Flächen - das Verfahren dazu war 2007 schon angelaufen und wurde andernorts etwa bei den Windkraftanlagen im Raumordnungsprogramm praktiziert - , sei die Befreiung von einzelnen Bestimmungen der weniger aufwändige Weg und damit auch schneller umzusetzen. Der geänderte Flächennutzungsplan sowie der nachträglich aufgestellte Bebauungsplan könnten nun, wie von der Gemeinde Schwanewede gewünscht, zügig genehmigt und rechtskräftig werden.

Politik und Verwaltung wollen den Fall nun alsbald zu den Akten legen, wenngleich Naturschutzexpertin Jutta Kemmer doch einige Bedenken äußerte. Das Vorgehen des Vereins, einfach Fakten zu schaffen, solle eigentlich nicht unterstützt werden, fand sie. "Ich habe es andererseits aber auch noch nie erlebt, dass so etwas dann am Ende wieder zurückgebaut werden musste", stellte Kemmer nüchtern fest.

Annette von Wilcke-Brumund (SPD) bekräftigte: "Es ist eine schwierige Güterabwägung, so etwas darf sich nicht noch einmal wiederholen." Der Verein könne sich auch nicht auf Unwissenheit herausreden: Der verantwortliche Vorsitzende sei Ratsherr und Ortsbürgermeister gewesen. Als Politikerin fühle sie sich erpresst, und es sei ihr auch "ein wenig peinlich", diese Entscheidung dem Bürger gegenüber so nun vertreten zu müssen, so die SPD-Abgeordnete weiter.

Werner Grobbau (CDU) hob hingegen hervor, aus seiner Sicht liege bei alledem auch ein öffentliches Interesse vor, und das sei für ihn "immer die erste Voraussetzung", um im Einzelfall abweichende Beschlüsse fassen zu können. Dezernent Eckermann nickte: Es gehe um eine lokale, historisch gewachsene Situation innerhalb eines sehr großen Gebietes, nicht etwa um eine komplett neue Anlage mitten in einem Landschaftsschutzgebiet. Insofern werde von der Beschlussempfehlung auch keine Signalwirkung ausgehen. Das letzte Wort in der Angelegenheit hat am kommenden Donnerstag, 13. Oktober, der Kreisausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung.

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