Radweg „Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer“ besteht zehn Jahre / Milenz: Bedeutung des Radtourismus wächst

Naturliebhaber schätzen die Strecke

Handfeste Zahlen sind nur schwer zu bekommen, doch für Tourismus-Fachmann Thorsten Milenz steht fest, dass der Radtourismus im Landkreis Osterholz wächst. Zum Angebot für die Radler gehört seit zehn Jahren auch der Radwanderweg "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer", der auf einem Rundkurs von 450 Kilometern durch die Elbe-Weser-Region führt und dabei auch das Kreisgebiet durchzieht. Die Möglichkeiten, entlang der Strecke Natur pur zu erleben, machen die Besonderheit des Radweges aus.
13.08.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Lutz Rode
Naturliebhaber schätzen die Strecke

Der Radtourismus spielt auch im Landkreis Osterholz eine wichtige Rolle, sagt Thorsten Milenz, Geschäftsführer der Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser.

Lange

Handfeste Zahlen sind nur schwer zu bekommen, doch für Tourismus-Fachmann Thorsten Milenz steht fest, dass der Radtourismus im Landkreis Osterholz wächst. Zum Angebot für die Radler gehört seit zehn Jahren auch der Radwanderweg "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer", der auf einem Rundkurs von 450 Kilometern durch die Elbe-Weser-Region führt und dabei auch das Kreisgebiet durchzieht. Die Möglichkeiten, entlang der Strecke Natur pur zu erleben, machen die Besonderheit des Radweges aus.

Landkreis Osterholz. Thorsten Milenz ist als passionierter Radfahrer schon viel herumgekommen auf Deutschlands Radwanderwegen. "Die bedeutendsten führen zumeist an Flüssen entlang", berichtet der Geschäftsführer der Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser und derzeitige Leiter der Stabsstelle Tourismus beim Landkreis Osterholz. Beim Radwanderweg "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer" sei das anders. Wo es geht, führt die Strecke mitten durch die Landschaft. Nicht ein Fluss bestimmt den Verlauf, sondern auf etlichen Abschnitten sind es die Schienen des Moorexpress. Da, wo es möglich sei, verlaufe die Strecke in Sichtweise der alten Trasse, die bis nach Stade führt.

Dass Radfahren angesagt ist, bekommt Thorsten Milenz in seiner täglichen Arbeit zu spüren. Vor allem die Gruppe der "Regio-Radler", wie Milenz sie nennt, sind auf dem Vormarsch. Zu dieser Kategorie gehören Zeitgenossen, die sich vorab einen Ausgangspunkt in der Region ausgucken und von dort dann Tagestouren unternehmen. "Diese Gruppe wächst am stärksten. Sie ist mittlerweile die größte unter den Radtouristen", berichtet Milenz. Daneben gibt es jene, die ihren gesamten Urlaub auf dem Rad verbringen oder andere, die Urlaub in der Region machen und dabei auch kleinere Radtouren in das Programm einbauen. Gerade für Worpswede hat diese Form der Urlaubsgestaltung eine wachsende Bedeutung. Das, was die Besucher auf den Bildern der alten Worpsweder Künstler sehen, möchten sie oft bei ihren Ausflügen in die Natur rund um die Künstlerkolonie nachempfinden, sagt Milenz. Dafür sei das Rad als Fortbewegungsmittel ideal.

Der Radweg "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer" ist einer von drei langen Radwanderstrecken, die durch das Kreisgebiet führen. Der Rundweg Weites Land führt durch das Kulturland Teufelsmoor und ist etwa 140 Kilometern lang, während der etwa 250 Kilometer lange Rundkurs des Wümme-Radweges die Lüneburger Heide mit Bremen verbindet und dabei auch durch Lilienthal und Ritterhude führt.

Wer auf der Strecke "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer" auf Erkundungstour gehen will, braucht eigentlich nur dem Kiebitz-Logo zu folgen, das auf den Hinweisschildern entlang der Route angebracht ist. Zusätzliche Orientierung bietet die grün-weiße Grundbeschilderung, auf der die Entfernungen zu den nächsten Ortschaften angegeben sind. Die Technik ist auch bei den Radtouristen auf dem Vormarsch, berichtet Thorsten Milenz: Immer mehr Radler setzen bei ihren Touren auf die Hilfe von Navigationssatellitensystemen zur Positionsbestimmung und Zeitmessung, kurz: Sie sind mit GPS-Unterstützung unterwegs. Dafür braucht man heutzutage nicht unbedingt ein spezielles Gerät, sondern auch viele Smartphones sind entsprechend ausgestattet. Thorsten Milenz schätzt den Einsatz der modernen Technik. "Damit ist stressfreies Radwandern möglich. Man kann die Landschaft um sich herum genießen. Die oft zeitraubende und nervige Frage, wo geht es lang, fällt weg".

Der Radwanderweg "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer" zieht vor allem jene Ausflügler an, die Lust auf Natur haben. Wer darauf aus ist, möglichst viele Kilometer am Tag zurückzulegen, wird sich eher andere Routen aussuchen. Gleich nach Neu Helgoland in Worpswede werde das Versprechen nach der "naturnahen Wegeführung" eingelöst: Für die Radler gehe es quer durch die Hammeniederung, vorbei am Breiten Wasser, dann nach einem kurzen Stück entlang der Teufelsmoorstraße weiter in Richtung Hamberger Moor und dem Heimatmuseum in Ströhe. Auch das Günnemoor, in dem jährlich Tausende von Kranichen rasten, liegt entlang der Strecke, ehe der Weg weiter in Richtung Gnarrenburg führt. Der Moorexpress auf der Strecke Bremen - Worpswede - Stade mache den Radweg zu etwas ganz Besonderem. "Man kann das gut kombinieren. Hin mit dem Rad, zurück mit dem Moorexpress. Das machen viele", berichtet Milenz.

Um den Radweg "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer" kümmert sich eine Arbeitsgruppe, in der die Akteure aus den verschiedenen Landkreisen zusammenarbeiten. Das zehnjährige Bestehen des Radwanderweges soll am 25. August beim Vörder Seefest gefeiert werden. Mehrere Sternfahrten führen an diesem Sonntag Radler aus dem gesamten Nordsee-Elbe-Weser-Raum nach Bremervörde. Um 14.30 Uhr treffen alle Sternradler aus den Landkreisen Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg und Stade sowie Bremen und Bremerhaven an der Bühne am Vörder Markt ein. Im Landkreis Osterholz ist eine Sternfahrt vorgesehen. Treffpunkt ist um 8.45 Uhr die Tourist-Information Worpswede an der Bergstraße 13.

Informationen und Anmeldung unter www.teufelsmoor-wattenmeer.de.

Naturliebhaber schätzen die Strecke

Radweg „Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer“ besteht zehn Jahre / Milenz: Bedeutung des Radtourismus wächst

Zitat:

"Man kann die

Landschaft um

sich herum genießen."

Thorsten Milenz, Touristikagentur

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