Landkreis baut Verbindung nach Neu-Helgoland

Neuer Rad- und Reitweg durchs Teufelsmoor

Teufelsmoor. Auf einem Wirtschaftsweg zwischen Neu Helgoland und Teufelsmoor ist ein knapp zwei Kilometer langer Abschnitt ausgebaut worden. Jetzt können dort Radfahrer aber auch schwere Trecker die Strecke nutzen. Für Pferde und Kutschen ist ein eigener Sandstreifen angelegt worden.
27.04.2010, 18:41
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode
Neuer Rad- und Reitweg durchs Teufelsmoor

Der Weg zwischen Teufelsmoor und Neu Helgoland ist nun fertig ausgebaut - die 1,8 Kilometer lange Strecke hat jetzt soga

Lutz Rode

Teufelsmoor. Auf dem Wirtschaftsweg zwischen Neu Helgoland und Teufelsmoor läuft jetzt alles glatt: Ein letzter 1,8 Kilometer langer Abschnitt nahe des Breiten Wassers ist fertig ausgebaut worden, so dass Fußgänger, Radfahrer und auch schwere Treckergespanne die neu befestigte Strecke problemlos zurücklegen können. Auch Pferde und Kutschen kommen nun gut voran: Für sie ist ein eigener Sandstreifen angelegt worden.

Landrat Jörg Mielke nahm gestern Nachmittag den fertig ausgebauten Weg in Augenschein. Der Tag war wie gemacht dafür: Am Himmel zogen große weiße Wolken vorbei, die Sonne schien - so ein Wetter stellt man sich für einen gelungenen Ausflug in die Hammewiesen vor. Durch den Ausbau der Strecke steht dem ungetrübten Genuss der Natur nun nichts mehr entgegen. Vorbei sind die Zeiten, als man mit dem Rad im feinen Mahlsand stecken blieb oder auf dem holprigen Schotter durchgeschüttelt wurde. Eine feine braune Grant-Schicht bedeckt nun den Weg. Erfreut dürften auch die Kutscher der Kremserfahrten sein, die mit Gästen im Gebiet unterwegs sind: Auf der bisherigen Strecke bestand die Gefahr, dass die Kremser in den Seitenraum abrutschen konnten. Dieses Risiko besteht durch die breitere Fahrspur nun nicht mehr.

'Wir als Landkreis sind froh, eine ,Achillesferse? im Wegenetz beseitigt zu haben', sagte Landrat Mielke beim Pressetermin. Von Neu Helgoland bis Teufelsmoor gebe es nun eine Verbindung wie aus einem Guss.

Anders als bei vielen anderen Wegebaumaßnahmen im GR-Gebiet Hammewiesen ist diese Baumaßnahme nicht im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens angeschoben worden. Der Landkreis Osterholz managte den Ausbau in eigener Regie und bezahlte ihn komplett aus eigenen Mitteln. Mit insgesamt 34 000 Euro schlugen die Baumaßnahmen zu Buche.

Es hätte durchaus noch ein bisschen teurer werden können, was nicht passierte, weil man zum Beispiel einen Teil der Baumaterialien wieder verwendete, die man bei den Arbeiten am Schmalen Wasser benötigt hatte. Weil dort alles fertig ist und die eigens angelegte Baustraße nicht mehr gebraucht wird, konnte wenige hundert Meter entfernt das Material erneut in den Untergrund eingebaut werden.

Wie Martin Koch-Siepe von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises erläuterte, hatte die Stadt Osterholz-Scharmbeck mehrfach angefragt, ob ein Ausbau der 1,8 Kilometer langen Strecke möglich sei. Die Baumaßnahme wurde eng mit dem Wegeeigentümer, dem Gewässer- und Landschaftspflegeverband Teufelsmoor abgestimmt.

Auf der Wunschliste des Landkreises steht nun noch ein Ausbau der Strecke zwischen der sogenannten Pionierbrücke und Weyerdeelen. Demnächst soll es ein Treffen mit der Gemeinde und dem Gewässer- und Landschaftspflegeverband geben, bei dem über den Ausbau gesprochen werden soll. Landrat Dr. Jörg Mielke weiß, dass es eher schwierig sein dürfte, diesen Ausbau hinzubekommen, denn der Verband und die Landwirte seien mit dem jetzigen Ausbauzustand der Strecke zufrieden.

An anderer Stelle sollen noch in diesem Jahr die Baumaschinen anrollen: Beim Landkreis geht man davon aus, dass die Schotterpisten auf den Hauptwegen im Bereich Scharmbeckstotel und auch die Spurplatten auf der Strecke von der Museumsanlage in Richtung Melchers Hütte verschwinden werden.

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