Kindergarten-Gebühren

Nicht alles wird kostenlos in Kitas

Die vom Land Niedersachsen beschlossene Beitragsfreiheit für Kindergärten ab dem 1. August bedeutet nicht, dass Kinderbetreuung in Tagesstätten künftig generell kostenlos ist.
18.07.2018, 17:53
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Von Irene Niehaus
Nicht alles wird kostenlos in Kitas

Für das Mittagessen in Kitas und für die Unterbringung von Kindern unter drei Jahren in Krippen und Horten werden weiterhin Gebühren fällig.

Hans-Henning Hasselberg

Die vom Land Niedersachsen beschlossene Beitragsfreiheit für Kindergärten ab dem 1. August bedeutet nicht, dass Kinderbetreuung in Tagesstätten künftig generell kostenlos ist. Nach den Angaben der Gemeinde Lilienthal fällt unter die Beitragsfreiheit nur eine Betreuungszeit von bis zu acht Stunden täglich für Kinder im Alter ab drei Jahren. Darüber hinausgehende Betreuungszeiten sind gebührenpflichtig. Auch fürs Mittagessen und für die Unterbringung von jüngeren Kindern in Krippen und Horten werden weiterhin Gebühren fällig.

Die Beitragsbefreiung greift bei Eltern mit Kindern ab drei Jahren. Haben sie mehrere Krippenkinder, profitieren sie allerdings nicht von der Beitragsfreiheit. Da der Gemeinde Lilienthal Einnahmen wegbrechen, die laufenden Kosten aber bleiben, suchte sie einen Weg, ihre Mehrausgaben zu mindern.

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Um die zusätzliche Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben für die Betreuung in den Kindergärten zu schließen, hat die Gemeinde Lilienthal nun die Ermäßigung für Geschwister geändert. Bislang galt: Besuchten mehrere Kinder zeitgleich Kindergarten oder Krippe, musste bislang für das erste Kind (Kindergarten) der volle Beitrag und fürs zweite die Hälfte, für jedes weitere nichts bezahlt werden. Das ist der sogenannte Geschwisterbonus. Ab August sieht die Satzung vor: Wird das zweite Kind (unter Drei) in der Krippe betreut, muss nun dafür der volle Beitrag bezahlt werden und beim dritten greift die Ermäßigung von 50 Prozent.

Bislang bezahlte eine Familie in der höchsten Einkommensstufe, deren erstes Kind den Kindergarten und deren beiden jüngeren Sprößlinge die Krippe besuchen, 285 Euro. Das setzte sich zusammen aus: 190 Euro fürs Kindergartenkind, 95 Euro fürs erste Krippenkind (50 Prozent) und kostenlos für weitere Krippenkinder. Mit der Änderung muss die Familie weiterhin 285 Euro zahlen: Zwar Null Euro fürs Kindergartenkind, aber 190 Euro fürs erste Krippenkind und 95 Euro fürs zweite Krippenkind (unter Drei).

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