Partystimmung im Schatten des Kirchturms

Osterholz-Scharmbeck feiert auf dem Stadtfest

Osterholz-Scharmbeck. 15 Bands auf drei Bühnen unterhielten am Eröffnungstag des Osterholzer Stadtfestes die Besucher. Bis spät in den Abend tummelten sich die Partygänger auf dem Marktplatz.
17.07.2010, 18:32
Lesedauer: 2 Min
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Osterholz-Scharmbeck feiert auf dem Stadtfest
Von Brigitte Lange

Osterholz-Scharmbeck. Die Abkühlung gibt’s erst als die Bands ihre letzte Zugabe gegeben und die Besucher des ersten Stadtfesttages sich auf den Heimweg gemachte haben. Als sie am frühen Abend allein, zu zweit und in Grüppchen auf dem Marktplatz im Schatten der St. Willehadi Kirche in Osterholz-Scharmbeck eintrudeln, ist von dem Gewitter, das sich gegen 1 Uhr morgens über der Kreisstadt entladen würde, nichts zu spüren. Stattdessen ist es heiß in der Stadt – „Hot in the City“ wie Billy Idol singt – und das nicht nur nach der Celsius-Skala.

Idol, der amerikanische Pop-Rebell, wird bis Sonnabendabend zwar auf keiner der drei Stadtfest-Bühnen persönlich zum Mikrophone greifen. Die Bands, die Ulrike Büntemeyer, Frank Wätjen und Wolfgang Teichmeier für die drei tollen Tage organisiert haben, verstehen es aber nicht minder, den Partygängern einzuheizen. Und so dauert es Freitagabend nicht lange, bis die Ersten sich zum Rhythmus der Songs wiegen. Zugegeben, bis getanzt wird, dauert es. Aber das liegt nicht an der Musik. Es ist schlicht zu heiß für mehr als kleine Bewegungen.

Unter den Dächern der Getränkebuden bilden sich Menschentrauben. Tische und Bänke sind besetzt, selbst auf den Mauerkronen rund um die Party-Zone findet sich kaum noch ein freies Plätzchen. Der Marktplatz sprudelt über vor Leben. „Die Menschen kommen alle raus. Das finde ich toll“, sagt Evin Imret. Im Eiscafé Dolomiti steht sie hinter dem Tresen, verkauft Heidelbeer-, Malaga- oder Joghurt-Orangen-Eis an die erhitzten Passanten, und hat sich damit quasi einen Logenplatz beim Stadtfest gesichert. „Ich liebe Musik“, verrät sie.

Schon deshalb gefalle ihr das Stadtfest. Wann sonst würden so viele Bands in den Ort kommen? Ganze 15 Gruppen und der Shanty-Chor des Segelclubs Hamme sowie verschiedene DJs sind bis heute Abend, 20 Uhr, in der Kreisstadt zu hören.

Mit Stücken wie „Street life“ von Randy Crawford und „The Twist“ von Chubby Checker hat die Band „Pepper and Soul“ Freitag Standards für die folgenden Stadtfest-Bands gesetzt. Auch an der Kreissparkassen-Bühne springt der Funke von „Recover“ schnell auf die Feiernden über.

Ob fetzig wie Bon Jovis „Living on a Prayer“, schmachtend wie „I got the Time of my Life“ aus „Dirty Dancing“ oder mitreißend wie Van Halens „Maxwell Jump“ – die sechs Recover-Musiker beherrschen die komplette Party-Palette. Auf der anderen Seite der Kirche greifen „Dr. B. and his Gigolos“ zu Gitarre, Mundharmonika und Schlagzeug, spielen Stücke wie „Sittin on the Top of the World“. Denn ihre Fans lieben alle Varianten des Rock.

Sonnabend fängt der Spaß nachmittags um 16 Uhr an. Wieder dominieren bis Mitternacht funkige und soulige Klänge auf der Marktkauf-Bühne. Dort tritt unter anderem Steff Heinken auf. Am Schlauchturm bleiben sich die Organisatoren ebenfalls treu: „Lost Exit“ und „aLive“ covern Party-Hits. Bleibt die VGH-Bühne für die Rock’n’Roll-Fans. Sie werden von den „Lenne Rockers“ unterhalten.

Auch am Sonnabend ist die Kreisstadt wieder „der heiße Fleck im Norden“. Los geht’s um 10 Uhr mit einem Gottesdienst vor der St. Willehadi-Kirche. Zeitgleich wird das Rumpel-Frühstück auf dem Markt aufgetragen und ab 11 Uhr von „The Neyves“ rockig begleitet. Ab 14 Uhr können sich die Kids auf der Kindermeile mit Jugendgruppenleitern austoben. Die Bühnen werden von Bands ab 15 Uhr in Beschlag genommen. Shanty-Chor und Volkstanzgruppe treten ebenfalls auf. Ruhe kehrt erst um 20 Uhr ein.

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