Mitfahrbank auch in Grasberg?

Per Mitfahrbank zu Straßenbahn und Zug

Nach dem Vorbild von Tarmstedt, Wilstedt und Bülstedt, wo Mitfahrerbänke inzwischen zum Ortsbild dazu gehören, sollen auch in Grasberg bald zwei solche Bänke stehen.
26.06.2017, 15:39
Lesedauer: 2 Min
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Per Mitfahrbank zu Straßenbahn und Zug
Von Undine Zeidler

Grasberg. In Tarmstedt, Wilstedt und Bülstedt gehören die Mitfahrerbänke inzwischen schon zum Ortsbild dazu. In Grasberg sollen auch bald zwei Bänke stehen und damit weitere Streckenoptionen für Mitfahrer eröffnen. Sabine Alpers von den Grasberger Grünen freut sich: „Wir schließen uns zu einem Netzwerk zusammen.“ Wie das aussieht, zeigt eine Landkarte vor ihr auf dem Tisch. Mit roten, grünen und blauen Punkten hat sie die bereits bestehenden Verbindungen eingezeichnet und die zwei neuen aus Grasberg.

Bald soll es per Mitfahrerbank auch eine Verbindung von Huxfeld und der Grasdorfer Straße nach Lilienthal zum Falkenberger Kreisel geben, mit Anschluss an die Straßenbahnlinie 4. Oder nach Wilstedt, Fischerhude und Quelkhorn. Diese zwei Grasberger Bänke sind schon bei den Steinfelder Werkstätten in Auftrag gegeben. Ihr sei wichtig, dass die Bänke auch mit regionalem Bezug hergestellt werden. Rund 1000 Euro werden sie inklusive der ausklappbaren Ortsschilder kosten, so Alpers. Und: „Die wollen wir durch Spenden und Sponsoring finanzieren.“

Die Fleckchen Erde, auf denen die Grasberger Bänke stehen werden, hat die Gemeinde den Mitfahrern zur Verfügung gestellt. Sabine Alpers freut sich: „Wir dürfen die Bushaltestellen-Häuschen nutzen und die Fahrradständer.“ Vorteil der Mitfahrerbank: Das Reisen ist an keinen Fahrplan gebunden. Das Risiko wiederum liegt in der nicht kalkulierbaren Zeit. Man weiß nie, wann ein Auto hält und einen in den Wunschort mitnimmt.

Die Bank in der Huxfelder Kurve/Ecke Schmiedestraße soll künftig Fahrten über den Achterdamm nach Wilstedt ermöglichen oder nach Quelkhorn. Die zweite an der Bushaltestelle Grasdorfer Straße/Ecke Saatmoorgraben soll eine „Bank mit Anbindung an die Linie 4 werden“. Für die Fahrt zurück hofft Alpers auf eine weitere Mitfahrerbank in Lilienthal am Falkenberger Kreisel und sagt: „Die Gespräche laufen.“ Ihre Visionen gehen noch weiter. Mit dem Finger fährt sie die Punktlinien entlang, und schwärmt, wie toll es sei, mittels Mitfahrerbänken auch die Tour bis zum Bahnhof Sagehorn und damit die Bahnverbindung nach Rotenburg und Hamburg zu erschließen. Doch erst einmal geht es um Grasberg. Hier hoffen die Grasberger Grünen auf Spender und Sponsoren. Wer die Grasberger Mitfahrbänke finanziell unterstützen will, kann sich bei Sabine Alpers unter der Nummer 0 42 08 / 26 60 informieren.

Weil Alpers auch um die Vorbehalte gegen das Mitfahren weiß, will sie mit den Mitfahrbank-Organisatoren aus der Region gerne eine „Mitfahrer-Fibel“ mit Verhaltensregeln erstellen. Darin sollen Themen erklärt werden wie Versicherungsschutz oder dass sowohl Fahrer als auch Mitfahrer immer auf ihr Bauchgefühl hören sollen, bevor sie jemanden mitnehmen oder bei jemandem einsteigen. Frauen rät sie beispielsweise, zu warten, bis eine Frau anhält. Kinder dürfen die Bänke gar nicht und Jugendliche erst ab 18 Jahre nutzen. Dazu will Sabine Alpers sich noch informieren, ob dies eventuell mit Vollmacht der Eltern früher möglich sei. „Es wäre schön, wenn sie das ab 14 Jahren nutzen können, zum Beispiel um nach Wilstedt zum Schwimmbad zu fahren.“

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