Spaziergang durch Lilienthal Pfad entlang herausragender Bäume

Ilse Steinhoff-Voss hat einen kostenloser Flyer herausgegeben, der den Weg zu einem besonderen Spaziergang durch den Lilienthaler Ortskern weist.
23.02.2018, 08:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sabine von der Decken

Lilienthal. Vor zwei Jahren entdeckte sie einen Flyer, der im Bremer Umland eindrucksvolle Bäume thematisierte. „Das können wir auch für Lilienthal machen“, so die schnelle Entscheidung von Ilse Steinhoff-Voss. Die Umsetzung des Plans in die Praxis nahm dann doch fast zwei Jahre in Anspruch. Entstanden ist in Kooperation mit der Ortsgruppe Lilienthal / Grasberg des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) der Flyer „Baumpfad – auf historischen Wegen durch Lilienthal“.

Es ist nicht die erste Dokumentation Lilienthaler Naturschätze, der sich die ehemalige Lehrerin widmet. Schon mit den Broschüren über das Mittelholz und der Lilienthaler Vogelwelt wie auch Flyern zu Turmfalken und Austernfischer nahm sie sich der Aufgabe an, Naturphänomene für jedermann verständlich zu erklären und interessant aufzubereiten Auch mit dem neuen Projekt Baumpfad verfolgt Ilse Steinhoff-Voss diesen Ansatz konsequent weiter. Ihre erste Version des „Baumpfads“ aber beinhaltete zu viel Geschichte und zu wenig Baum. Da holte sie sich wie schon bei dem Flyer „Austernfischer“ den Nabu mit ins Boot. Mit Fotos beteiligte sich die Ortsgruppe. In der zweiten Version, die damit ein echtes Gemeinschaftsprojekt von Nabu und Ilse Steinhoff-Voss ist, kommen nun die "Hauptdarsteller" stärker zu ihrem Recht.

Ergebnis ist ein ein- bis eineinhalbstündiger Spaziergang, der entlang „herausragender“ Bäume und geschichtsträchtiger Gebäude durch Lilienthal führt. Richtige Monumentalbäume gebe es außer Eichen zwar nicht in Lilienthal, sagt Hedda Heinze, Gremiumsmitglied beim Lilienthaler Nabu. Signifikante aber schon. Auch 1000-jährige Eichen sind in Lilienthal nicht zu finden, dagegen aber Bäume, die für den Ort an der Wörpe typisch sind. Dazu zählt Ilse Steinhoff-Voss die beiden Linden vor Klosterkirche und Murkens Hof wie auch den großen Birnbaum an der Hauptstraße. Mit dem Alter der Bäume war es so eine Sache. Gesicherte Angaben waren so gut wie nicht zu bekommen, allenfalls Anhaltspunkte. So könnte die Eiche vor der Truper Kapelle durchaus 400 Jahre auf dem Buckel haben, so der Ursprungsbaum nicht einem Feuer zum Opfer gefallen ist.

Faltblatt für die Jackentasche

Menschen kennen die Blätter, manchmal auch die Bäume, am liebsten aber hören sie Döntjes, so die Erfahrung von Nabu und Ilse Steinhoff-Voss. Das nahmen sie sich als Steilvorlage für die Gestaltung des Flyers. Zu fast jedem der Lilienthaler Bäume gibt es Geschichte und Geschichten, die man nicht alle Tage hört. Dabei gelang Steinhoff-Voss der Spagat zwischen „so ausführlich wie nötig und so knapp wie möglich“. Entstanden ist ein DIN A 3 großes vierfach gefaltetes Blatt, das in jeder Jacken- oder Handtasche Platz findet.

Fast jeder der im Flyer beschriebenen Bäume steht auf öffentlichem Grund oder ist so imposant, dass er von öffentlichen Wegen aus gut zu sehen ist. Hinweisschilder an den Bäumen gibt es nicht. Aber anhand der Fotografien lassen sich alle Bäume gut identifizieren. Steinhoff-Voss versuchte, von jeder Sorte einen Baum in den Lilienthaler Baumpfad-Flyer aufzunehmen, sogar die kränkelnde Ulme am Eingang zum Amtsgarten ließ sie nicht aus. Start des Baumpfades ist das verkehrsgünstig gelegene Amtmann-Schroeter-Haus mit seiner Blutbuche. Der vorläufige Endpunkt liegt nach Passieren des Mittelholz, entlang der Wörpe und vorbei am Butendieker Gehölz am Bahnhof. Wem dann noch genügend Kondition verblieben ist, kann sich auf Baumspurensuche in Trupe begeben.

Der kostenlose Flyer „Baumpfad – auf historischen Wegen durch Lilienthal“ ist unter anderem bei der WÜMME-ZEITUNG, Hauptstraße 87, im Rathaus, beim Heimatverein, beim Nabu, in Murkens Hof, im Kunstcafé, bei Buchstäblich, Buch & Papier Winter oder im Internet unter www.nabu-lilienthal-grasberg.net zu bekommen.

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