Kulturstiftung Landkreis Osterholz Philipp Stanehl führt die Geschäfte

Nach der Entlassung von Karen Hammer hat die Kulturstiftung Landkreis Osterholz noch nicht entschieden, wer der Geschäftsführerin nachfolgen soll. Offiziell wird derzeit Philipp Stanehl als Geschäftsführer ausgewiesen.
13.04.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

Die Kulturstiftung Landkreis Osterholz hat nach eigenen Angaben „noch keine weiteren Überlegungen angestellt“, wie die Nachfolge der bereits Anfang März von ihren Aufgaben entbundenen Geschäftsführerin Karen Hammer geregelt werden soll. „Darüber ist im Kuratorium noch nicht beraten worden“, teilte der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates, Björn Herrmann, jetzt auf entsprechende Anfrage mit.

Sich weiter zur Personalie Hammer einzulassen ist die Kulturstiftung mit Hinweis auf die Schutzbedürftigkeit persönlicher Daten nicht bereit. Die Trennung war zunächst mit einem „zerstörten Vertrauensverhältnis“ zwischen dem Vorstand und der Geschäftsführerin begründet worden.

Wer Informationen zu dem Aufsehen erregenden Vorgang um eine in der Öffentlichkeit stehenden Hauptperson haben will, muss derzeit also den Weg über die Internetpräsenzen der Kulturstiftung gehen. Als Geschäftsführer der Einrichtung ist dort nun Philipp Stanehl ausgewiesen, der bisher als für Organisation und Finanzen zuständiger Mitarbeiter des Museumsverbundes bekannt war. Die Große Kunstschau ist Angehörige des Museumsverbundes und steht unter der Trägerschaft der Kulturstiftung Landkreis Osterholz.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 unterhält die Stiftung das Hoetger-Ensemble mit der Großen Kunstschau und dem Kaffee Worpswede. Außerdem die Museumsanlage in Osterholz-Scharmbeck. „Der Ausstellungsbetrieb in der Großen Kunstschau und in der Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck ist nicht beeinträchtigt und läuft planmäßig weiter“, ließ das Stiftungskuratorium in einer Presseerklärung zur Entlassung Karen Hammers wissen.

Die Sanierung von Kaffee und Kunstschau wurde besonders durch die Spendenakquise der Kulturstiftung ermöglicht. Als der von Hoetger gebaute Museumstrakt einsturzgefährdet war, wurde durch eine Baustein-Aktion für den Bacchusbrunnen und der Verkauf der Gipsfigur Tine ein finanzielles Polster von gut 300 000 Euro angelegt. Zudem konnte die Kulturstiftung den Bestand an Kunstwerken durch Käufe verdoppeln und sich überregionale Reputation erwerben.

Derzeit legt die Kulturstiftung einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Überarbeitung eines Konzepts für Museumsanlage in der Kreisstadt und das Norddeutsches Vogelmuseum. Beide Institutionen sehen einer noch ungewissen Zukunft entgegen. Eine Sanierung und Instandsetzung der ganzen Anlage dürfte rund 3,5 Millionen Euro kosten, schätzt der Kuratoriumsvorsitzender der Kulturstiftung, Karl-Heinz Marg.

Die Stiftung, die vom Landkreis und der Kreissparkasse Osterholz ins Leben gerufen wurde, hat das Ziel, Kunst und Kultur einschließlich der Belange der Heimatpflege im Landkreis Osterholz zu fördern und interessierte Privatpersonen und Unternehmer daran zu beteiligen.

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