Ordnungshüter registrieren im Winter besonders viele Wohnhauseinbrüche / Tipps zum Schutz Polizei: Wachsame Nachbarn sind sehr wertvoll

Landkreis Osterholz. Die Polizei registriert derzeit fast täglich Wohnhauseinbrüche in den Gemeinden im Landkreis Osterholz. Besonders betroffen sind nach Angaben der Polizeiinspektion Verden-Osterholz Ritterhude und Schwanewede. Die Häufung der Delikte überrascht die Beamten nicht: Es sei ein "bekanntes und alljährlich wiederkehrendes Phänomen", dass Einbrechern die dunkle Jahreszeit für ihre Taten dient.
21.01.2011, 05:00
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Polizei: Wachsame Nachbarn sind sehr wertvoll
Von Michael Rabba

Landkreis Osterholz. Die Polizei registriert derzeit fast täglich Wohnhauseinbrüche in den Gemeinden im Landkreis Osterholz. Besonders betroffen sind nach Angaben der Polizeiinspektion Verden-Osterholz Ritterhude und Schwanewede. Die Häufung der Delikte überrascht die Beamten nicht: Es sei ein "bekanntes und alljährlich wiederkehrendes Phänomen", dass Einbrechern die dunkle Jahreszeit für ihre Taten dient.

Die Einbrecher nutzten die Abwesenheit der Bewohner und insbesondere die früh einbrechende Dunkelheit in den Wintermonaten, um den "schnellen" Einbruch zu verüben, erläutert die Polizeiinspektion - und gibt Tipps, wie Bewohner ihre Häuser vor unliebsamen "Gästen" schützen können. "Wertvoll ist eine intakte Nachbarschaft", betont der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes im Polizeikommissariat Osterholz, Hartmut Sonström.

Nachbarn könnten sich beim Schutz vor Kriminalität gegenseitig helfen - durch eine erhöhte Aufmerksamkeit für alles, was im Wohnviertel passiert. Das habe nichts mit Schnüffeln oder Spionieren zu tun, so Sonström. Es gehe vielmehr um Mitverantwortung für das Wohl der Nachbarn: "Die Polizei kann nicht überall sein, aber ein guter Nachbar ist meistens in der Nähe." Wenn in der Nachbarschaft Augen und Ohren offen gehalten werden, könnten Straftäter auffallen, bevor sie tätig werden. Sonström nennt mehrere Beispiele für auffälliges Verhalten, das auf potentielle Einbrecher hindeuten könne: Autos mit auswärtigen Kennzeichen, die mehrmals langsam durch Straßen fahren; Fremde, die an mehreren Häusern klingeln und auf Grundstücken umherstreifen; flackerndes, abgeschirmtes Licht scheint aus dem Nachbarhaus oder einem Geschäft; Unbekannte warten scheinbar grundlos auf der Straße oder in einem geparkten Auto. "Alles das sind Auffälligkeiten, die Hinweise auf eine Straftat sein können", erläutert

Sonström. Der Leiter des Kriminial- und Ermittlungsdienstes rät, Nachbarn über verdächtige Beobachtungen zu informieren, Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos und Personen zu notieren und in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei über den Notruf 110 zu alarmieren.

Eine wachsame Nachbarschaft ist aber nur die "halbe Miete" - auch entsprechende mechanische Sicherungen der eigenen vier Wände seien sehr wichtig, rät die Polizei. Einbruchshemmende Fenster und Türen "lassen die Zahl an gescheiterten Einbruchsversuchen steigen".

Eine intakte, wachsame Nachbarschaft und die richtigen Sicherungssysteme trügen erheblich zum Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden bei. Die Polizeidienststellen bieten kostenlose Beratungen und Informationsmaterial rund um die Einbruchsprävention an. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Verden ist unter der Rufnummer 04231/8060 zu erreichen.

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