Theateraufführung und Präsentation von Wahlpflichtkursen der IGS Premiere in noch junger Schule

Lilienthal. Eigentlich war es so nicht geplant, aber aus der Kombination von Theater-AG und Wahlpflichtkursen Film und Masken wurde so eine runde Sache. Kurz vor den Sommerferien präsentierte die IGS Lilienthal ihre große Vielfalt und Kreativität.
11.06.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Eigentlich war es so nicht geplant, aber aus der Kombination von Theater-AG und Wahlpflichtkursen Film und Masken wurde so eine runde Sache. Kurz vor den Sommerferien präsentierte die IGS Lilienthal ihre große Vielfalt und Kreativität. Denn die Wahlpflichtkurse Masken und Film nutzten die Gelegenheit der Theateraufführung der Theater-AG, um die Ergebnisse ihrer Halbjahresarbeiten kurz vor dem Beginn der Sommerferien im Forum der IGS vorzustellen. Für die IGS war es eine Premiere, da die noch junge Schule erst im Aufbau begriffen ist.

Dass Lego noch etwas für Achtklässler zu bieten hat, zeigte der Film des benoteten Wahlpflichtkurses, dass Märchen für diese Altersstufe aber ebenso aktuell sein können, bewies die Theater-AG. Unter der Leitung von Irma Bouwer gingen 20 Schülerinnen und ein Schüler der Frage nach, welche Geistesgaben Schneewittchen wohl fehlen, wenn sie sich gleich dreimal von der bösen Stiefmutter umbringen lässt.

Temporeich, wortwitzig, frech, kurzweilig, am Puls der Zeit und doch so dicht am Original war die Interpretation des Grimmschen Märchens durch die Lilienthaler Schüler. Große Unterstützung erfuhr die Theater-AG dabei durch Thies und Anton, Schüler des siebten Jahrgangs, die sich um Ton, Pausenmusik und Vorhang kümmerten. Und das war nicht ganz wenig, da die Aufführung etliche Aufzüge in kurzen Abständen aufwies.

Rollen auf 21 erweitert

Das ursprünglich mit maximal zehn Schauspielern besetzte Stück wurde aufgrund des großen Interesses an der Arbeit der Theater-AG auf 21 Rollen erweitert. Das war der Grund, dass die sieben Zwerge Besuch von Protagonisten anderer Grimmscher Märchen erhielten. Bildschön, aber schlicht im Geiste brauchte Schneewittchen die Unterstützung der sieben charaktervollen Zwerge, um den tödlichen Attacken der Königin zu entkommen.

Ein halbes Jahr „spielte“ der Wahlpflichtkurs Film mit Lego, erklärte dessen Leiter Daniel Klotzek. In mühsamer Kleinarbeit erstellten die Schüler des 8. Jahrgangs Stop-Motion-Filme mit Legofiguren. „Das war eine Heidenarbeit“, so Klotzek, „denn für eine Filmsekunde brauchte es zehn bis 18 einzelne Szenen.“ Den ernsteren Teil des Abends gestaltete der siebte Jahrgang mit der filmischen Dokumentation „Doppelpunkt – das Kriegsgefangenenlager Sandbostel“. Anhand von Interviews mit Friedenspädagoge und Archivar vermittelten sie den Zuschauern eine Vorstellung vom Lagerleben der Kriegsgefangenen.

In dem von Beate Elsken geleiteten Wahlpflichtkurs erarbeiteten die Schüler Fantasiefiguren aus Pappmaché, die alle eine eigene Geschichte hatten. Drei Flüchtlingskinder aus Syrien und Montenegro konnten dabei die im Schulalltag allgegenwärtige Sprachbarriere außen vor lassen.

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