Hamberger Seniorenbeirat kritisiert Kreissparkasse Pukies: Schließung der Bank-Filialen ist unsozial

Hambergen. Der Seniorenbeirat der Samtgemeinde Hambergen diskutierte über die drastischen Gebührenerhöhungen der Kreissparkasse. „Für ältere Bürgerinnen und Bürger sieht es schlecht aus“, sagte der Vorsitzende Hartmut Pukies.
30.06.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Monika Fricke

Der Seniorenbeirat der Samtgemeinde Hambergen diskutierte über die drastischen Gebührenerhöhungen der Kreissparkasse. „Für ältere Bürgerinnen und Bürger sieht es schlecht aus“, sagte der Vorsitzende Hartmut Pukies. Sie benötigten häufig Hilfe beim Ausfüllen ihrer Überweisungsträger mit langen Zahlenreihen, für sie kämen Online-Banking nicht in Frage. Ferner seien intellektuell Benachteiligte sowie Flüchtlinge von den drastisch erhöhten Gebühren betroffen.

Ebenso beklagte Pukies die Schließung der kleinen Sparkassen-Filialen in den Ortschaften. „Das ist von einer öffentlichen Sparkasse höchst unsozial“, argumentierten die Beiratsmitglieder. Der Behindertenbeauftragte Walter Dammann kritisierte die Praktiken der Banken und Sparkassen: „Sie reißen ihre gut erhaltene Bankgebäude ab, bauen sich neue ‚Paläste‘ und erhöhen die Gebühren der Kunden“. „Wir sollten auf die Gebührenerhöhung reagieren“, forderte Hartmut Pukies. In einem gemeinsam formulierten Brief will der Seniorenbeirat das Geldinstitut auffordern, für bestimmte Personenkreise keine Gebühren zu erhöhen.

Bereits 2013 behandelte der Seniorenbeirat erstmals die Neugestaltung der Friedhofskultur in der Samtgemeinde Hambergen. Die Friedhöfe in Hambergen, Vollersode, Holste, Axstedt und Lübberstedt wurden besichtigt und Gespräche mit einem Bestatter und Pastor der Kirchengemeinde geführt. Gemeinsam wurde eine Änderung der Friedhofssatzung aus dem Jahre 2003 beschlossen. Die Gemeindevertreter befassten sich mit dem Entwurf und Marco Ehrichs, Kämmerer der Samtgemeinde, präsentierte dem Seniorenbeirat einen Entwurf einer neuen Friedhofssatzung. Langfristig müssten die Friedhofsflächen reduziert werden, da Urnenbestattungen erheblich zugenommen haben. Dadurch könnten auch die Kosten der Kommune für die Pflege gesenkt werden.

Die neue Friedhofssatzung wird sich der heutigen Bestattungskultur anpassen, zum Beispiel mit einem anonymen Gräberfeld in einem mit Bäumen besetzten Bereich des Friedhofes, ähnlich dem Friedwald. Bestehende Friedwälder würden weit von der Samtgemeinde entfernt liegen, bemerkte Hartmut Pukies. Erneut will sich die Samtgemeinde mit dem Seniorenbeirat sowie einem Bestatter zur neuen Satzung beraten. Neue Friedhofsgebühren müssen kalkuliert werden, so Marco Ehrichs. Die neue Friedhofssatzung soll möglichst zum 1. Januar 2016 verabschiedet werden, hoffen Seniorenbeirat und Samtgemeinde.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+