Lions Clubs finanzieren Erzieherinnen-Fortbildung zu Präventionsprogramm

Puppen machen Kinder stark

Die Lions Clubs im Landkreis Osterholz setzen sich für die Kinder in der Region ein: Sie finanzierten eine Fortbildung für Erzieherinnen. [AUTOR]
19.05.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jelena Katherina Sander

Die Lions Clubs im Landkreis Osterholz setzen sich für die Kinder in der Region ein: Sie finanzierten eine Fortbildung für Erzieherinnen. [AUTOR]

Landkreis Osterholz. Tula und Tim: Die bunten Handpuppen mit den Wuschelhaaren sind vielen Kindergarten-Kindern im Landkreis wohlbekannt. Sie gehören zum Präventionsprogramm "Kindergarten Plus", einem von der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft entwickelten Programm, das sich an vier- bis fünfjährige Kinder in Kindertageseinrichtungen richtet. Das Ziel: Die gezielte Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen und damit die Stärkung der kindlichen Persönlichkeit.

Im Lebenshilfe-Kindergarten Moorblick haben sich 20 Erzieherinnen von elf Kindertagesstätten aus dem ganzen Kreisgebiet zu einer zweitägigen Fortbildung getroffen, um das Projekt neu kennen zu lernen oder ihr Wissen zu vertiefen. Finanziert wurde die Fortbildungsmaßnahme von den Lions Clubs in Lilienthal, Osterholz und Ritterhude sowie der Lebenshilfe Osterholz.

"Schön, dass sie dieses Angebot zur Weiterbildung angenommen haben", bedankte sich der Präsident des Lions Clubs Ritterhude, Helmuth Zander, bei den anwesenden Erzieherinnen der Lebenshilfe-Kindertagesstätten Schatzkiste und Schoofmoor in Lilienthal, Astrid-Lindgren und Moorblick in Osterholz-Scharmbeck, Lehmbarg in Ritterhude und Axstedt sowie bei den Erzieherinnen aus den Kindergärten St. Willehadi, Werschenrege, Ihlpohl, Ritterhude und Stendorf.

Rund 2500 Euro haben er und seine Mitstreiter Heinrich Grün, Vizepräsident vom Lions Club Osterholz sowie Klaus-Peter Wegener vom Lions Club Lilienthal, Worpswede und Grasberg in die Hand genommen, um Hilfe für Kinder in der Region zu leisten.

Stärkung der Kompetenz

Lebenshilfe-Geschäftsführer Olaf Bargemann freute sich ebenfalls über das große Interesse an der Fortbildung. Über die Hälfte der Teilnehmerinnen arbeiten als Erzieherinnen bei der Lebenshilfe: "Das ist eine tolle Resonanz", so Olaf Bargemann. "Es ist ein Zeichen dafür, dass das Programm gut in den Kitas implementiert ist", befand die Dozentin und Programmkoordinatorin Stella Valentien von der Deutschen Liga für das Kind. Was sind Gefühle? Wie wirken sie sich auf das Verhalten aus? Wann ist ein Kind verhaltensauffällig? – "Diese Fragen kommen im Arbeitsalltag oft zu kurz. Hier erarbeiten wir Grundlagen, bringen uns auf den neuesten Stand und beleuchten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Das ist sehr wichtig", betonte Stella Valentien. Auch die Teilnehmerinnen zeigten sich einhellig begeistert. "Wir Fachkräfte sehen, dass die Stärkung der sozio-emotionalen Kompetenz enorm wichtig ist, gerade auch für den Übergang zur Schule", so eine Erzieherin.

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