Vorwerker Rat diskutiert Weg und Straßenverhältnisse in der Gemeinde

Radweg bleibt vorerst unfertig

Buchholz·Vorwerk. Dieses Jahr wird der Radweg an der Straße von Buchholz nach Quelkhorn (Kreisstraße 113) wohl nicht mehr gebaut. Das erklärte jetzt Bürgermeister Ernst-August Seeger bei der Sitzung des Vorwerker Gemeinderats.
20.07.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Kessels

Buchholz·Vorwerk. Dieses Jahr wird der Radweg an der Straße von Buchholz nach Quelkhorn (Kreisstraße 113) wohl nicht mehr gebaut. Das erklärte jetzt Bürgermeister Ernst-August Seeger bei der Sitzung des Vorwerker Gemeinderats. Die Bauerlaubnisverträge mit den meisten Landwirten, die an der Straße Grundstücke besitzen, sind aber inzwischen unterschrieben. Eine Fläche hat allerdings kürzlich den Besitzer gewechselt, und der neue Eigentümer 'weiß noch nicht so recht'. Auch die Frage, ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf schmalen Straßen hilft, war Thema im Rat.

Der Landkreis habe mitgeteilt, dass der Bau nicht unbedingt dieses Jahr beginnen müsse, wenn die zugesicherten Gelder noch nicht abgerufen werden könnten, teilte Seeger mit. Daran sei vor 2012 nicht zu denken. 'Das kann sich aber von heute auf morgen ändern.'

Die Gemeinde habe die Planung fertig, die Unterlagen lägen beim Landkreis. Von den Feldern an der rechten Seite der K 113 (von Buchholz aus gesehen) werde ein Streifen von sechs Metern Breite für Radweg samt Graben benötigt. 'Dieser Radweg ist ein Ärgernis hoch drei', findet der Bürgermeister. 'Alle Leute fragen, wann er endlich gebaut wird' - es handle sich nur um ein Stück von 1200 Metern, die zwischen Quelkhorn nach Zeven fehlten. Auf Verdener Kreisgebiet ist der Radweg längst fertig.

Die Gemeinde Vorwerk muss 25 Prozent der Gesamtkosten tragen, von denen wiederum 20 Prozent, also fünf Prozent der Gesamtkosten, von der Samtgemeinde übernommen werden. Es bleiben für Vorwerk also 20 Prozent der Gesamtkosten, das sind 30000 von 150000 Euro. Er hoffe, dass die Gelder bald freigegeben werden, erklärte der Bürgermeister. Es sei richtig gewesen, dass die Gemeinde die Planung in Gang geschoben habe, meinte Jürgen Grimmelijkhuizen, während Angela Ahrens nach dem Stand der Planungen für einen Radweg an der Straße von Vorwerk nach Otterstedt fragte. 'Ob wir das noch erleben werden?', fragte Thomas Müller. 'Vielleicht doch', antwortete Seeger.

Straßenränder sind kaputtgefahren

Auch die Straßenverhältnisse waren Thema im Rat. Ein Landwirt aus der Hollinghausener Straße in Vorwerk habe sich bei der Gemeinde beklagt, dass die Straße in einem 'schrecklichen' Zustand sei, berichtete Bürgermeister Ernst-August Seeger. Dann solle der Rat sie mal besichtigen, riet Thomas Müller. Das hat Jörn Entelmann bereits getan und auch Fotos gemacht. Die Straße sei 450 Meter lang, am Ende liege ein landwirtschaftlicher Betrieb, erklärte er.

Die Fahrbahn sei 2,50 Meter breit, am Schluss 2,70 Meter. Rechts und links verlaufe ein Graben. Die Straßenränder seien völlig kaputtgefahren, wohl vom Milchwagen und von landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Die seien heutzutage etwa drei Meter breit. Für eine Verbreiterung der Fahrbahn fehle aber der Platz, es sei denn, man würde einen der beiden Gräben verrohren. 'Aber das wäre ein Millionenprojekt für drei Anwohner', meinte Müller. Besser wäre es, Tempo-20-Schilder aufzustellen. Das würde die Straße aber für Traktoren immer noch

nicht breit genug machen, wandte Uwe Päsler ein. Also solle man sie sich erstmal angucken, was dann auch einstimmig beschlossen wurde.

Auch um die Einmündung der Bülstedter in die Dipshorner Straße in Buchholz wird die Gemeinde sich kümmern. 'Irgendwann geht da ein Motorradfahrer über den Deister', warnte Jürgen Grimmelijkhuizen, da die Einmündung voller Schlaglöcher sei. Auch an der Hauptstraße von Buchholz befinden sich Schlaglöcher, die für Rollstuhlfahrer ein Passieren unmöglich machen. Der Kreis habe bereits vor zwei Jahren zugesichert, die Löcher zu flicken. Passiert sei bis heute nichts, beschwerte Grimmelijkhuizen sich.

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