Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung spricht Belobigung aus

Schampus auf den Campus

Landkreis Osterholz. Es war ein einziges kleines Wörtchen, das am Freitag in den Räumen des Rathauses und am Campus immer wieder die Runde machte: Stolz. Eben dort sind sie stolz darauf, dass die kleine Stadt Osterholz-Scharmbeck durchaus im Konzert der Großen, besser im Konzert der Großstädte, mitspielen kann.
19.09.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Thurm
Schampus auf den Campus

Von der Deutschen Akademie für Städtebau besonders gelobt: der Campus der Kreisstadt.

Hans-Henning Hasselberg

Landkreis Osterholz. Es war ein einziges kleines Wörtchen, das am Freitag in den Räumen des Rathauses und am Campus immer wieder die Runde machte: Stolz. Eben dort sind sie stolz darauf, dass die kleine Stadt Osterholz-Scharmbeck durchaus im Konzert der Großen, besser im Konzert der Großstädte, mitspielen kann. Sie sind stolz darauf, dass diese kleine Stadt durchaus mehr zu bieten im Stande ist, als vielleicht so mancher Bürger glauben mag.

Der sichtbare Beweis, dass auch Kleine Großes schaffen, ist der Campus für lebenslanges Lernen. Das Bauprojekt, das schon viele Planer und Architekten in die Kreisstadt gelockt hat, ist am Donnerstagabend in Hannover von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und von der Wüstenrot-Stiftung mit einer Belobigung in der Kategorie „Sonderpreis" ausgezeichnet worden. Eine städtische Delegation mit Campus-Managerin Ulrike Baumheier, Stadt-Dezernent Sven Uhrhan, Projektmanager Heinz-Dieter Gransee und Campus-Initiator Jörg Fanelli-Falke nahmen aus der Hand von Akademie-Präsidentin Elisabeth Merk vor 400 geladenen Gästen die Urkunde entgegen. „Wir sind sehr stolz und freuen uns sehr über diese Auszeichnung", sagte Baumheier, die zusammen mit Uhrhan verantwortlich für Idee und Ausführung der Bewerbung war. Osterholz-Scharmbeck hatte sich ganz bewusst für die Kategorie Sonderpreis beworben. Der parallel zum deutschen Städtebaupreis ausgelobte Sonderpreis dient der Akzentuierung dringlicher Handlungsfelder im Städtebau und in der Stadtplanung. In diesem Jahr lautete das Thema: „Soziale Impulse durch Städtebau – Urbane Kooperationen und neue Nachbarschaften".

„Wir haben gedacht, dieses Thema passt genau zum Campus„, begründete Ulrike Baumheier die Kreisstadt-Bewerbung. Eine richtige Annahme, denn trotz der Konkurrenz von 43 anderen Kommunen langte es für Osterholz-Scharmbeck zum dritten Platz. Nur geschlagen von München und Augsburg. Die Stadt Osterholz-Scharmbeck hatte in ihrer Bewerbung hervorgehoben, dass mit dem Campus ein zukunftsorientiertes Bildungs- und Begegnungszentrum geschaffen wurde, das durch die enge Zusammenarbeit von Schule und Partnern aus der Kommune die Qualität der Bildungsangebote verbessert, sie für alle sozialen Gruppen attraktiv und gut erreichbar macht sowie Räume und Strukturen für bürgerschaftliches Engagement schafft. „Natürlich hätten wir auch gern gewonnen und auch die 5000 Euro genommen“, lachte Ulrike Baumheier, „aber wir freuen uns auch über die Bronzemedaille und dass wir in einem Atemzug mit den Großstädten genannt werden.„ Und das auch in Zukunft: Denn der Campus wird zusammen mit den anderen Preisträgern des Städtebaupreises in einer Wanderausstellung in verschiedenen Städten präsentiert. Aber auch die Begründung der Jury dürfte so manche Kommune neugierig auf den Campus gemacht haben. Dort heißt es: „Die Jury lobt dieses Projekt wegen seiner Innovation für einen neuen Schultyp und die eindrucksvolle Kooperation von Bildungseinrichtungen im Rahmen eines Gesamtkonzepts. Sie würdigt damit ausdrücklich das Engagement der Kommune für gelingende Bildungspolitik als Strategie der Stadtentwicklung, die im wahrsten Sinne des Wortes 'Schule machen' und Impulse weitergeben kann.“ Auch Bürgermeister Torsten Rohde freute sich sehr über die Auszeichnung. „Ich bin schon ein bisschen stolz über diese Belobigung“, betonte er. „Wir haben mit dem Bau des Campus einen innovativen Weg eingeschlagen und haben damit auch überregional Aufmerksamkeit erhalten.“ Neben Großstädten wie München und Augsburg zu stehen, sei schon etwas ganz Besonderes.

Alle zwei Jahre wird der deutsche Städtebaupreis verliehen, für Projekte, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtbaukultur auszeichnen – so wie jetzt auch Osterholz-Scharmbeck.

„Wir sind sehr stolz über diese Auszeichnung.“ Ulrike Baumheier, Campus-Managerin
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