Gnarrenburger Geschäfte werden unter die Lupe genommen

Seniorenbeirat prüft Generationenfreundlichkeit

Von Sigrid Lüdtke
16.10.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sigrid Lüdtke

Gnarrenburg. Wer schätzt nicht breitere Gänge, lesbare Beschriftungen oder einen guten Service beim Einkauf? Besonders die ältere, erfahrene Kundschaft stellt an Qualität und Ladengestaltung hohe Ansprüche und hat dadurch gleichsam eine Lupenfunktion, die auch den Jüngeren zugute kommt. So sieht es Gerd Kielinger, der Vorsitzende des Gnarrenburger Seniorenbeirates.

Er engagiert sich ehrenamtlich in der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA), die an Einzelhandelsgeschäfte das Qualitätszeichen 'generationenfreundliches Einkaufen' vergibt. Kielinger wird mit seinen Mitstreitern ab Montag, 18. Oktober, erste Geschäfte in Gnarrenburg überprüfen.

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, werden die Einzelhandelsgeschäfte, die sich für das Qualitätszeichen beworben haben, nach 58 festgelegten Kriterien unter die Lupe genommen. Dafür wurden die betreffenden Mitglieder des Seniorenbeirats durch die LINGA eigens geschult, um das Projekt kennenzulernen und alle Kriterien nach den Vorgaben bewerten zu können.

'Als offizielle Seniorentesterinnen und Seniorentester können wir nun in unserer Gemeinde die Geschäfte überprüfen', schreibt der Vorsitzende Gerd Kielinger. Ziel sei es, durch die Initiative das Einkaufen für Familien, Ältere oder Behinderte zu erleichtern.

Auch das Niedersächsische Sozialministerium, der Unternehmerverband Einzelhandel Niedersachsen und der Landesseniorenrat Niedersachsen kooperieren mit der LINGA. Gemeinsam entwickelt und getragen wird das Projekt zudem vom Hauptverband Deutscher Einzelhandel, der Bundesinitiative 'Wirtschaftsfaktor Alter' sowie namhaften Unternehmen und Verbänden. 'Der regionale Bezug wird maßgeblich den Erfolg des Projektes bestimmen', heißt es in der Pressemitteilung. Seniorinnen und Senioren werden in ihrer Kommune aktiv und führen das Projekt als Initiatoren mit Kooperationspartnern aus Stadt, Einzelhandelsverband und Marketinggesellschaft vor Ort ein. Die Zielsetzung: Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen und Unternehmen dafür zu sensibilisieren.

Für das Qualitätszeichen 'Generationenfreundliches Einkaufen' können sich nicht nur klassische Einzelhändler, sondern auch handelsnahe Betriebe wie Bäcker, Optiker oder Friseure bewerben. Zertifizierte Geschäfte erhalten neben einem Aufkleber, der für alle gut sichtbar an der Eingangstür platziert wird, eine Urkunde, mit der dieses Geschäft offiziell als 'Ausgezeichnet generationenfreundlich' ausgewiesen wird. Das Qualitätszeichen ist zwei Jahre gültig.

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