Kreis Osterholz: Keine Antragstellung nötig

Nachweise kommen per Post

Bei vollständig Corona-Geimpften reicht die Vorlage des Impfausweises als Beleg – für Genesene erstellt der Landkreis Osterholz aktuell und ohne Antrag sogenannte Genesenen-Nachweise.
14.05.2021, 08:00
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Nachweise kommen per Post
Von Bernhard Komesker
Nachweise kommen per Post

Im Impfpass wird eingetragen, gegen welche Krankheiten man geimpft ist.

Christopher Neundorf

Landkreis Osterholz. Wer vollständig geimpft oder nach einer Corona-Infektion wieder genesen ist, hat nach den neuesten Pandemie-Verordnungen wieder mehr Freiheiten. Wer seine Immunität belegen kann, für den gelten beispielsweise keine Kontaktbeschränkungen mehr, mit wie vielen Personen er oder sie sich treffen darf. Die Testpflicht, beispielsweise zum Besuch des Einzelhandels, ist dann ebenfalls aufgehoben. An den bekannten Abstands- und Hygieneregeln ändert sich für Geimpfte und Genesene einstweilen nichts; auch die Maskenpflicht muss in vielen Lebensbereichen weiter beherzigt werden.

Bei vollständig Geimpften (14 Tage nach der Zweitimpfung) reicht die Vorlage des Impfausweises als Beleg – für Genesene erstellt der Landkreis Osterholz aktuell und ohne Antrag sogenannte Genesenen-Nachweise. Diese würden in den kommenden Tagen per Post zugesandt, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus. Als genesen gelten Menschen, die in den vergangenen sechs Monaten eine per PCR-Test bestätigte Corona-Infektion durchgemacht haben. Kreisweit sind das bisher gut 2400 Menschen. Bei allen künftigen Infektionen will die Kreisverwaltung die Genesenen-Nachweise automatisch mit dem Quarantäne-Bescheid versenden. Der Nachweis gilt dann ab dem 28. Tag nach dem positiven PCR-Test.

Weil nach aktuellen Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts die Immunisierung nur bis zu sechs Monate anhält, gibt es für Menschen, deren Infektion länger als ein halbes Jahr zurück liegt, keine Nachweise und also auch keine Erleichterungen. Ihnen wird eine – in der Regel einfache – Schutzimpfung empfohlen. Auch Personen, bei denen lediglich ein Antikörper-Schnelltest zeigt, dass sie vermutlich eine Corona-Infektion hatten, erhalten nach der bundesweiten Ausnahmeverordnung keine Genesenen-Nachweise.

Die Landkreise Cuxhaven (gut 4000 Genesene) und Verden (gut 3500) bieten einen ähnlichen Service wie Osterholz. Die Rotenburger Kreisverwaltung hingegen teilt mit, sie sei dazu einstweilen nicht in der Lage; sollte sich daran etwas ändern, werde öffentlich informiert. Man bitte aber die mehr als 3400 Menschen, die anzuschreiben wären, momentan darum, von Anfragen und Anrufen abzusehen.

Den Genesenen aus dem Wümmekreis, der bis zum Mittwoch eine Hochinzidenzkommune war, bleibt als provisorischer Beleg damit einstweilen die behördliche Quarantäne-Anordnung. Eine Sprecherin aus Rotenburg verwies darauf, die Behörde setze auf den digitalen Impfpass, in den ein digitaler Genesenen-Nachweis integriert werden soll. Dessen Entwicklung werde aber noch einige Wochen dauern.

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