Seminarteilnehmer schwenkten, schlürften und schmeckten unter fachkundiger Anleitung Spannendes über das Kulturgut Wein

Osterholz-Scharmbeck. Entscheidend bei der Beurteilung von Wein ist sein Charakter: trocken, lieblich, säurearm, fruchtig, spritzig, voll oder gerbstoffreich - der Geschmack des Rebensaftes lässt sich mit vielen Eigenschaftswörtern beschreiben. Dem spürt ein gutes Dutzend Interessierter im Rahmen eines Seminars nach, das der Inhaber des Weinstein an der Bahnhofstraße an fünf Abenden in diesem Herbst veranstaltet. Unter fachkundiger Anleitung von Udo Halberstadt schwenken sie die Gläser, schnuppern und schlürfen das Getränk.
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Von ILSE OKKEN

Osterholz-Scharmbeck. Entscheidend bei der Beurteilung von Wein ist sein Charakter: trocken, lieblich, säurearm, fruchtig, spritzig, voll oder gerbstoffreich - der Geschmack des Rebensaftes lässt sich mit vielen Eigenschaftswörtern beschreiben. Dem spürt ein gutes Dutzend Interessierter im Rahmen eines Seminars nach, das der Inhaber des Weinstein an der Bahnhofstraße an fünf Abenden in diesem Herbst veranstaltet. Unter fachkundiger Anleitung von Udo Halberstadt schwenken sie die Gläser, schnuppern und schlürfen das Getränk.

Erst in der Bewegung entfalte sich der Duft. Deshalb sollte man den Wein im Glas drehen, um das Aroma des Weines zu erschnuppern. Mit einem Weißwein aus dem Languedoc probierten die Teilnehmer dies aus. 'Die aromatischen Finessen des Weines kann man sich durch Schlürfen erschließen', so der Experte und erklärte die Technik des geräuschvollen Verwirbelns der Flüssigkeit im Gaumen. Gezielt elegantes Ausspucken wird an einem der nächsten Abende geübt...

Mit sechs Gegensatzpaaren von trocken bis süß oder leicht bis voll gab Halberstadt den Teilnehmern ein Instrument zur Geschmacksbeurteilung von Wein an die Hand. Die Kategorie 'trocken' bezeichne die Abwesenheit von Süße. Säure sei der Träger der Fruchtigkeit. Daher könne ein säurearmer Wein nicht fruchtig sein, lernten die Weinfans. Sie versuchten mit Hilfe dieser sechs Kriterien die Charakteristik der Tropfen in ihren Gläsern zu erschmecken. Während die Weinstein-Mitarbeiterinnen Maike Rebettge und Gabriele Dehne den nächsten Wein einschenkten, erklärte Udo Halberstadt den Zusammenhang von Farbe und Gerbstoff bei der Entstehung von Rotwein. Die Arbeit im Weinberg, seine Lage, das Klima und der Boden seien wesentlich Faktoren bei der Entstehung von Qualität. Nur bis zu einem gewissen Grade könne der Winzer die Charakteristik der Rebsorte im Keller verändern, erfuhren die künftigen Weinkenner. Hefe als Motor der Gärung, traditionelle Maischegärung und physiologische Reife waren

weitere Stichworte dieser Lektion.

Seit mehr als 15 Jahren finden diese Seminare jeweils im Frühjahr und im Herbst im Weinstein statt. Weinimporteur Udo Halberstadt hat seine Passion zur Profession gemacht und bietet einen Mix aus spannender Theorie und geschmackvoller Praxis. Der gelernte Setzer/Buchdrucker entdeckte in der Schweiz seine Leidenschaft für den Wein. Er studierte später Politik und Wirtschaft und verdiente sich sein Studium mit der Arbeit in einer Weinhandlung. Zudem unternahm er viele Reisen nach Frankreich und eignete sich Wissen über den Wein an. Seit über 25 Jahren importiert er europäische Weine.

An den nächsten Seminarabenden werden Weinanbaugebiete ebenso vorgestellt wie die Wechselwirkungen von Boden, Klima und der Arbeit im Weinberg.

Das nächste Seminar findet im Frühjahr 2011 statt. Informationen unter der Adresse www.weinstein-osterholz.de

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