1. Fußball-Kreisklasse Osterholz

Beckedorf zurück in der Spur

„Der Knoten ist geplatzt“, atmete der Trainer des SV Aschwarden II, Sven Grusewski, nach dem 6:0-Kantersieg beim TSV Eiche Neu Sankt Jürgen auf.
06.10.2020, 08:41
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Von Karsten Hollmann
Beckedorf zurück in der Spur

Sah im Allgemeinen kein gutes Spiel und im Besonderen keine gute Leistung seiner Mannschaft: Dennis Preuß, Trainer der TuSG Ritterhude III.

Tobias Dohr

Landkreis Osterholz. „Der Knoten ist geplatzt“, atmete der Trainer des SV Aschwarden II, Sven Grusewski, nach dem 6:0-Kantersieg beim TSV Eiche Neu Sankt Jürgen auf. Es war der erste Saisonerfolg der Kreisliga-Reserve im sechsten Match in der 1. Fußball-Kreisklasse Osterholz. Der TSV Meyenburg wurde nach seinem Triumph im Topspiel gegen den SV Grün-Weiß Beckedorf mit einer 2:4-Pleite gegen den TSV Dannenberg II wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der SV Lilienthal-Falkenberg II und die Sportfreunde Heilshorn wahrten jeweils ihre weiße Weste.

TSV Steden/Hellingst – SV Beckedorf 1:4 (0:2): „Wir sind in der Breite ziemlich gut aufgestellt“, sagte SV-Coach Wahe Airapetian. Deshalb nahm er im Vergleich zur Schlappe im Spitzenspiel gegen den TSV Meyenburg auch einige Änderungen in der Startelf vor. So erhielten zum Beispiel Michael Wronski und Philip Hecke mal eine Chance von Beginn an. „Meine Jungs haben die Vorgaben insgesamt super umgesetzt“, freute sich Airapetian. Joker Arne Tietjen markierte noch mit einem Fernschuss das Ehrentor für die Gastgeber.

SV Lilienthal-Falkenberg II – ATSV Scharmbeckstotel 3:1 (0:1): „Wir haben uns in der ersten Halbzeit sehr schwergetan“, teilte SV-Trainer Raoul Kanitz mit. Lilienthals Innenverteidiger Niklas Weckwerth leitete auch mit einem Fehlpass das 1:0 für den Gast von Ishaq Nuridin Barrios Vilchez ein. „Niklas hatte ohnehin nicht seinen besten Tag“, stellte Kanitz fest. Rene Rackow per Foulelfmeter und Patrick Riemann nach einem Eckball mit einem abgefälschten Schuss drehten den Spieß aber noch um. Damit war die Gegenwehr des Kontrahenten gebrochen.

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TSV Neu Sankt Jürgen II – SV Aschwarden II 0:6 (0:4): „Wir hatten auch vorher schon nicht schlecht gespielt, uns aber nie belohnt“, erklärte Sven Grusewski. Er war besonders zufrieden mit der Vorstellung seiner Offensivreihe mit Jan Jonashoff, Fabian Bolte und Marvin Oppermann. Jonashoff und Oppermann trafen auch jeweils doppelt ins Schwarze. Beim 6:0 vollendete Jan Jonashoff ein sehenswertes Solo, indem er den Ball am Ende eiskalt einschob. „Uns wurden auch noch zwei klare Elfmeter verwehrt“, versicherte Grusewski.

SFR Heilshorn – FC Schwanewede II 5:1 (2:0): „Wir haben das Spiel völlig verdient gewonnen und überhaupt nichts anbrennen lassen“, bilanzierte SFR-Übungsleiter Mirko Sass. Die Tore seien gut herausgespielt worden. Heilshorns Verteidiger Tobias Ehing krönte seine starke Darbietung mit dem Dosenöffner zum 1:0. Murat Cengiz war im Anschluss sogar zweimal erfolgreich. Den schönsten Treffer des Tages brachte allerdings Marvin Schäfftelin an, der die Kugel bei einem Freistoß direkt zum 4:0 in den Winkel verwandelte.

ASV Ihlpohl – TuSG Ritterhude III 2:1 (2:1): Die Partie begann mit einer Schweigeminute zu Ehren des verstorbenen ASV-Vorsitzenden Gernot Jesgarzewski. „Das Spiel selbst fand ich schlecht“, ließ TuSG-Coach Dennis Preuß wissen. Beim 2:0 fand ein eher als Flankenball gedachter Freistoß von Marius-Henrik Schulz aus dem Halbfeld an Freund und Feind vorbei den Weg ins Netz. Luca Tölle erzielte auf Zuspiel von Daniel Gachov das 1:2. Carsten Albrecht verpasste mit einem Pfostentreffer nur um Haaresbreite den Ausgleich zum 2:2.

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TSV Meyenburg – TSV Dannenberg II 2:4 (0:2): „Es war irgendwie ein gebrauchter Tag“, urteilte Meyenburgs Abteilungsleiter Friedo Hülseberg. Die Gastgeber hätten zunächst alles im Griff gehabt, nach einer Attacke gegen Paul Ladwig aber keinen Elfmeter erhalten. Im Gegenzug gelang dem Doppeltorschützen Jörg Griepe das 1:0 für die Gäste. „Diesem Tor ging aber auch ein katastrophaler Stellungsfehler unseres Teams voraus“, berichtete Hülseberg. Beim 2:0 von Griepe rutschte dann auch noch zu allem Überfluss Torhüter Sascha Seebeck aus.

TSV Sankt Jürgen II – SV Azadi 3:4 (0:1): „In der ersten Hälfte war Azadi einfach eine Klasse besser. Wir konnten uns bei unserem Torwart Sebastian Detert bedanken, dass wir zur Pause nicht schon mit 0:6 zurücklagen“, räumte der alte und neue TSV-Trainer Ronald Miesner ein, der sein Amt gleichberechtigt mit Detert ausübt. Erst nach dem Seitentausch gestalteten die Hausherren die Begegnung ausgeglichen. „Wir hätten auch noch zum 4:4 ausgleichen können. Dennoch war Azadis Sieg am Ende verdient“, zeigte sich Miesner als fairer Verlierer.

SV Arminia Freißenbüttel – SV Komet Pennigbüttel II 5:2 (2:1): Mann des Tages war Luca Hanuschek. Der erstmals als Sechser aufgebotene Neuzugang vom VSK Osterholz-Scharmbeck II überzeugte mit vier Torvorlagen. Hanuschek leitete auch das 1:0 von Felix Fuchs mit einem Eckball ein. Fuchs hatte zuvor bereits einen Lattenkracher verzeichnet. Das 2:0 und das 3:2 fädelte Luca Hanuschek mit einem Freistoß sowie mit einem erneuten Eckball ein. „Unsere Standards waren immer gefährlich. Dabei zeigte sich Pennigbüttel II sehr passiv“, sagte der Coach der Platzherren, Martin Wohltmann. Ihn sollte dies nicht weiter stören.

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