Fußball-Kreisliga Osterholz Dannenberg-Coach Mehrdorf: „Könnte zurzeit nicht stolzer auf diese Truppe sein“

Der Start in die Saison war: gut. Überraschend gut. Von 21 Punkten holte der TSV Dannenberg 18. Im Interview zieht Neu-Coach Steffen Mehrdorf ein Fazit.
23.11.2020, 13:46
Lesedauer: 2 Min
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Von Reiner Tienken

Herr Mehrdorf, der TSV Dannenberg hat unter Ihnen als Neu-Trainer die Erwartungen übertroffen. Was ist das Erfolgsgeheimnis?

Steffen Mehrdorf: Meine Erwartungen waren von Anfang an ziemlich hoch und sind es jetzt auch immer noch. Wir haben es zum Glück sehr schnell geschafft, eine geschlossene Einheit zu werden. Der Ehrgeiz, das „Wir-Gefühl“ und auch der Spaß stimmen einfach. Ich könnte zurzeit nicht stolzer auf diese Truppe sein, sehe die Entwicklung aber auch lange noch nicht am Ende.

Während der Sommerpause stießen unter anderem fünf Akteure aus dem Reserveteam und fünf Spieler aus der A-Jugend zum Kader. Wie haben die internen Neuzugänge eingeschlagen?

Alle sehr gut. Wir kannten von jedem Einzelnen die Qualitäten ja schon im Vorfeld, da fiel es einem natürlich nicht schwer, den Jungs das Vertrauen zu schenken.

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Ihre Beförderung vom Trainer der zweiten zum Coach der ersten Mannschaft ist ein gelungener Schachzug des Vereins. Worauf kommt es Ihnen als ehemaliger Vollblutstürmer bei Ihrem Trainerjob besonders an?

Eine hohe Trainingsbeteiligung, sich weiterentwickeln wollen und immer 100 Prozent geben. Thomas Barth und ich sind vor jeder Trainingseinheit mindestens eine Stunde vorher auf dem Platz und bereiten alles vor. Für diesen Aufwand verlangt man natürlich auch von seiner Mannschaft die richtige Einstellung zum Training und zum Teamsport.

Mit Leon Wahren setzen Sie auf einen ganz jungen Spieler im Abwehrzentrum. Hat der 18-jährige Neuzugang vom VSK Osterholz-Scharmbeck das in ihm gesetzte Vertrauen bisher voll gerechtfertigt?

Leon hat am Anfang der Saison ein wenig davon profitiert, dass wir ein paar Verletzungen im Abwehrzentrum hatten. Im ersten Saisonspiel hatte er dadurch gleich nach ein paar Minuten die Chance, sich zu beweisen und hat es seitdem super gemacht. Wir sind in der Innenverteidigung aber insgesamt sehr gut aufgestellt, haben erfahrene Leute. Das macht es für jüngere Spieler natürlich einfacher.

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Der TSV Dannenberg startete mit einem XXL-Kader von 32 Spielern in die Saison. Ist der Trainer da auch als Psychologe gefordert?

Natürlich sind auch mal Spieler enttäuscht, wenn sie nicht zum Einsatz kommen. Wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre. Jeder Spieler ist aber wichtig für diese Mannschaft und das wissen auch alle. So eine Saison, vor allem in dieser Zeit, ist ziemlich lang. Es gibt Verletzungen, jemand ist im Urlaub oder hat andere Verpflichtungen und dann wird es mit einem kleineren Kader schon manchmal eng. Bis jetzt hatten wir auch zehn bis zwölf Spieler, die aufgrund von Verletzungen nur wenig oder noch gar nicht gespielt haben. Da fällt der große Kader noch gar nicht so besonders auf.

Die Gegner dürften Ihr Team in der Frühjahrsserie mehr auf dem Kieker haben. Erwarten Sie bei Fortsetzung der Saison mehr Gegenwehr?

Ich glaube, dass man in der Kreisliga keine Mannschaft mehr unterschätzt und die Gegenwehr hatten wir bis jetzt in jedem Spiel. Die Frage hört sich auch ein wenig so an, als hätten wir jetzt bei den gewonnenen Spielen die Gegner an die Wand gespielt. Das ist natürlich Quatsch. Der Weg ist bis jetzt ein guter, aber wir haben auch noch Luft nach oben und das ist auch jedem bei uns klar.

Das Gespräch führte Reiner Tienken.

Info

Zur Person

Steffen Mehrdorf

ist seit dieser Saison Trainer des TSV Dannenberg. In bislang sieben Partien holte der Osterholzer Kreisligist satte 18 Punkte.

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