Frauenfußball-Bezirksliga Schlusslicht SG Wittstedt triumphiert bei der SG Beckedorf

Drei Teams stehen als Absteiger bereits fest. Nur der FC Hambergen befindet sich in einer komfortablen Situation.
03.05.2022, 16:05
Lesedauer: 4 Min
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Von Reiner Tienken

Hambergen. Mit der SG Wittstedt/Driftsethe/Bramstedt, dem TSV Timke und der SG Beckedorf/Ritterhude stehen in der Frauenfußball-Bezirksliga West drei der vier Absteiger fest. Der FC Hambergen zehrt im Fernduell um den rettenden achten Tabellenplatz aktuell noch von einem komfortablen Vorsprung von acht Punkten auf den VfL Wingst. Mit der SG Beckedorf/Ritterhude, dem FC Hambergen und der SG Wittstedt/Driftsethe/Bramstedt landeten jüngst drei Teams aus der unteren Tabellenregion einen Auswärtssieg.

TSV Timke – SG Beckedorf/Ritterhude 0:2 (0:1): Die Gäste rehabilitierten sich für das 0:4 gegen die SG Wittstedt zwei Tage zuvor. „Wir standen wirklich gut, haben Timke wenig Räume gelassen“, lobte SG-Trainer Torben Schnirring. Die beiden Kellerkinder lieferten sich ein intensives Spiel mit sehr vielen Zweikämpfen. Das 0:1 ordneten die Gäste-Betreuer als Eigentor ein. Der Schiedsrichter hielt Laura Stamer als Torschützin fest. Beim 0:2 verwertete Fenja Mahnhardt einen Abpraller.  „Wir konnten nicht an die Leistung von Fischerhude anknüpfen“, bemerkte TSV- Co-Trainer Henning Finke. Anneke Otten nahm in der zweiten Halbzeit für die verletzte Friederike Blanken den Platz im Tor ein.  

SG Beckedorf/Ritterhude – SG Wittstedt/Driftsethe/Bramstedt 0:4 (0:2): „Wir haben schwach verteidigt, waren vorne nicht zwingend genug“, konstatierte Betreuer Sergej Masterkov. Die Winter-Neuzugänge Monique Limberg und Ambra Klein zogen dem Gastgeber den Zahn. „Wir sind von Minute zu Minute stärker geworden und haben die zweite Halbzeit klar dominiert“, so Gäste-Trainer Chris Mehrtens. Fabienne Ritter lieferte gleich drei Vorlagen, Vivien Riewald steuerte einen Assist bei. Das Team um Torhüterin Merle Puckhaber blieb zum ersten Mal in der Saison ohne Gegentor. Das Resultat hätte gar noch deutlicher ausfallen können. „Die haben sich gefreut, als hätten sie die Champions-League gewonnen“, sagte Masterkov nach dem Kantersieg des Schlusslichts.

TSV Timke – TSV Fischerhude-Quelkhorn 0:2 (0:1): „Wir haben von Fischerhude viel mehr erwartet“, betonte Mannschaftsführerin Marina Hastedt nach dem Gäste-Arbeitssieg. Erst durch ein Tor kurz vor Spielende durften sich die Gäste in Sicherheit wiegen. Spielerisch stellte der Favorit das reifere Team. Die Gastgeberinnen brachten den Verdener Vertreter dennoch mehrfach in Verlegenheit. Celine Meyerdierks und Mascha Laucke verpassten einen Torerfolg nur knapp. „Wir haben richtig gut verteidigt“, sagte Innenverteidigerin Hastedt. Der Außenseiter trug mit Jana Kunz, die auf dem Platz umknickte, eine verletzte Spielerin davon.

SG Nartum/Horstedt – FC Hambergen 1:3 (1:1): Die Einwechslung von Alina Umlandt trug Früchte. Mit einem Treffer und einer Vorlage war der Gäste-Joker maßgeblich am Sieg beteiligt. Sehenswert war die frühe FCH-Führung: Hanna Eden beförderte den Ball nach einer Ecke von Annika Lehmann volley in die Maschen. Umlandt sorgte nach Wiederbeginn für mehr Schwung in der Gäste-Offensive.  Miriam Suhr gelang mit dem 1:3 die Erlösung – nach nur zwei Minuten hatte sie noch einen Handelfmeter vergeben. Innenverteidigerin Anna Dohrmann und Außenbahnspielerin Indira Indorf lieferten eine starke Partie ab. Indorf schrammte nur knapp an einem Treffer vorbei.

VfL Wingst – FC Hambergen 4:2 (2:2): „Verdiente Niederlage. Kämpferisch waren sie uns überlegen“, brachte Trainerin Romina Hamdy ihre Eindrücke auf einen Nenner. Madita Korten per Linksschuss und Alina Umlandt, die einen an Elena Rickers verursachten Foulelfmeter versenkte, bügelten zwischendurch einen 0:2-Rückstand aus. „In der zweiten Halbzeit war dann der Wurm drin“, musste Hamdy eingestehen. Der VfL bog mit dank seiner höheren Aggressivität auf die Siegerstraße ein. Der Matchplan der Rot-Weißen schlug unterm Strich fehl. „Wir haben es nicht geschafft, die Dinge umzusetzen, die wir uns vorgenommen hatten“, bilanzierte Hamdy.

Info

Frauen-Bezirksliga West

TSV Timke – SG Beckedorf/Ritterhude 0:2 (0:1)

TSV Timke: Blanken (46. Köster); Trapp, Koppe, Marina Hastedt, Harms (46. Jule Laucke), Stelljes, Müller,  Anneke Otten, Anna Heins (46. Koetting), Meyerdierks, Drost

SG Beckedorf/Ritterhude: Lange; Haefker, Gärtner (39. Mahnhardt, 75. Dalecki), Abend, Schneider, Jaquet, Niemüller, Stamer, Kansy, Wilke, Dworak (65. Schmidt)

Tore: 0:1 Laura Stamer (23.), 0:2 Fenja Mahnhardt (69.)

SG Beckedorf/Ritterhude – SG Wittstedt/Driftsethe/Bramstedt 0:4 (0:2)

SG Beckedorf/Ritterhude: Lange; Schneider (16. Schrage), Gärtner, Stamer, Mahnhardt, Kansy, Jaquet, Niemüller, Haefker, Schmidt (33. Dworak), Abend

SG Wittstedt/Driftsethe/Bramstedt: Puckhaber; Knippenberg (36. Röper), Ahrens, Bauermeister, Winkler, Junghans (36. Siemers), Limberg, Riewald, Kosak, Klein (85. von Hollen), Ritter (73. Hotten)

Tore: 0:1 Monique Limberg (12.), 0:2 Ambra Klein (42.), 0:3 Monique Limberg (63.), 0:4 Ambra Klein (72.)

TSV Timke – TSV Fischerhude-Quelkhorn 0:2 (0:1)

TSV Timke: Blanken; Dohrmann, Jule Laucke (28. Zöllner), Marina Hastedt, Koppe, Kunz, Anneke Otten (24. Koetting), Müller (22. Tietjen), Anna Heins, Meyerdierks, Drost (24. Mascha Laucke)

Tore: 0:1 Milena Schneider (63.), 0:2 Ronja Kittner (89.)

SG Nartum/Horstedt – FC Hambergen 1:3 (1:1)

FC Hambergen: Meyerdierks; Ensslen (36. Thiel), Büttelmann, Anna Dohrmann, Felgner (36. Umlandt), Lehmann, Eden, Röhrmann, Indorf, Korten, Suhr

Tore: 0:1 Hanna Eden (3.), 1:1 Alina Meyer (39.), 1:2 Alina Umlandt (47.), 1:3 Miriam Suhr (82.)

Besonderes Vorkommnis: Torhüterin Claudia Kohlmann wehrt einen Handelfmeter von Miriam Suhr ab (2.)

VfL Wingst – FC Hambergen 4:2 (2:2)

FC Hambergen: Meyerdierks; Eden (16. Thiel), Büttelmann, Borsing, Ensslen (16. Korten), Anna Dohrmann, Lehmann, Röhrmann, Indorf (16. Rickers), Suhr, Umlandt

Tore: 1:0 Annika von Thaden (6.), 2:0 Julia Rieper (18.), 2:1 Madita Korten (26.), 2:2 Alina Umlandt (35./Foulelfmeter), 3:2 Julia Rieper (50.), 4:2 Sandra Pawlowski (86.) RT

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