Fußball NFV-Präsident plädiert für Beginn im April

Auf dem 46. Verbandstag des niedersächsischen Verbandes übte Günter Distelrath deutliche Kritik an dem vom Landessportbund Niedersachsen ins Auge gefassten Zeitplan zur Rückkehr in den Sportbetrieb.
09.02.2021, 08:30
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Von WK

Barsinghausen. Günter Distelrath bleibt für weitere drei Jahre Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV). Die Delegierten erteilten dem 71-Jährigen beim 46. Ordentlichen Verbandstag, der erstmals virtuell ausgetragen wurde, einen klaren Vertrauensbeweis. Distelrath steht seit 2017 auf der Kommandobrücke.

Bei der Bilanzierung seiner bisherigen Amtszeit zog Distelrath ein positives Fazit. „Wir haben in den vergangenen Jahren gemeinsam einiges auf den Weg gebracht, sind aber noch längst nicht am Ziel“, sagte der NFV-Präsident, der inmitten der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Vereinssportverbot einen eindringlichen Appell nicht unerwähnt lassen wollte. „Viele kleine Vereine wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll. Diese Sorgen sind auch die Sorgen aller, die für den Fußball im NFV Verantwortung tragen. Deshalb möchte ich Ihnen, liebe Vereinsvertreter, von dieser Stelle aus zurufen: Wir stehen an Ihrer Seite und kümmern uns, wo wir können!“

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Deutliche Kritik übte Distelrath an dem vom Landessportbund Niedersachsen ins Auge gefassten Zeitplan zur Rückkehr in den Sportbetrieb. Vorausgegangen war die Veröffentlichung des Corona-Stufenplans 2.0 der Landesregierung Niedersachsen: „Zu diesem Zeitplan des LSB, der für uns weder plausibel noch akzeptabel ist, sagen wir in aller Deutlichkeit nur ein Wort. Und dieses heißt: NEIN. Wir sagen NEIN, dass erst ab dem 23. Juli im Mannschaftssport die Rückkehr zum gewohnten Sportbetrieb möglich sein soll“, erklärte Distelrath. Und weiter: „Ich möchte an dieser Stelle nachdrücklich daran erinnern, dass der Fußball eine ungemein wichtige Kraft ist, um unsere Gesellschaft zusammen zu halten. Eine Kraft, die unser Land mehr denn je braucht. Deshalb fordern wir einen weitaus früheren Wiederbeginn von Training und Wettkampfsport ein, sofern es der Inzidenzwert zulässt, und dies wäre ein Wert zwischen 50 und 25. Konkret bedeutet dies einen Wiederbeginn von Trainingsmöglichkeiten in festen Gruppen im Verein ab März und einen Beginn von Wettkampfsport in Gruppenstärke von bis zu 50 Personen ab April.“

Distelrath begründet dies damit, „dass beim Fußballspielen im Freien eine Übertragung des Corona-Virus mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist“, da es sich um keinen Kontaktsport im Sinne lang anhaltender, statischer Ganzkörperkontakte wie beim Boxen oder Ringen handele.

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