Fußballkreis Osterholz

Eckehard Schütt: „Diese Absage war alternativlos“

Es wurde viel und kontrovers diskutiert über das am vergangenen Freitag verhängte Pauschalverbot für den Fußballsport. Das hat natürlich auch der Kreisvorsitzende Eckehard Schütt wahrgenommen.
28.10.2020, 08:12
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Eckehard Schütt: „Diese Absage war alternativlos“
Von Tobias Dohr
Eckehard Schütt: „Diese Absage war alternativlos“

Der Osterholzer Kreisvorsitzender Eckehard Schütt (links, hier mit dem 2. Vorsitzenden Johann Lohmann).

Reiner Tienken

Landkreis Osterholz. Es wurde viel und kontrovers diskutiert über das am vergangenen Freitag verhängte Pauschalverbot für den Fußballsport. Das hat natürlich auch der Vorsitzende des Osterholzer Kreisfußballverbandes entsprechend wahrgenommen. Gleichwohl verteidigt er die Maßnahme des Landkreises Osterholz vehement: „Diese Absage war absolut alternativlos. Ich finde, dass der Landkreis da absolut richtig gehandelt hat“, sagte Eckehard Schütt auf Nachfrage.

Im Grunde genommen gehen ihm die derzeitigen Sanktionen noch nicht einmal weit genug. Denn das in angrenzenden Landkreisen mit zum Teil deutlich höheren Infektionszahlen noch immer gespielt wird, kann Schütt überhaupt nicht nachvollziehen. „Ich finde das überhaupt nicht gut und ärgere mich fürchterlich darüber, dass auf sportpolitischer Ebene kein gemeinsamer Nenner gefunden wird.“ Die Zerrissenheit zwischen dem sportlichen Lockdown und dem Bestreben, den Spielbetrieb am Laufen zu halten, kann aber auch der Kreisvorsitzende nicht von sich schieben. Einen Vorwurf an diejenigen Instanzen, die bisher weiter spielen lassen, kommt Schütt dennoch nicht über die Lippen: „Ich kann schon verstehen, dass in Cuxhaven oder Rotenburg, die noch nicht als Risikogebiet gelten, noch gespielt wird.“

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Was indes völlig verrückt sei, ist der Spielbetrieb im Bezirk und auf Landesebene. Dass Osterholzer Mannschaften da noch nach Verden reisen, wo der Spielbetrieb über der Kreisliga noch erlaubt ist, kann Schütt gar nicht nachvollziehen. Ebenso wenig, dass einige Mannschaften aus dem Osterholzer Raum offensichtlich mittlerweile in anderen Landkreisen trainieren. „Das kann ja nicht im Sinne der Sache sein. In der kommenden Woche werden sich die Bezirkspräsidenten noch einmal zusammensetzen und ich hoffe, dass dann eine einheitliche Lösung gefunden wird.“

Insgesamt hegt Schütt momentan allerdings wenig Hoffnungen, dass das Fußballverbot zeitnah aufgeweicht wird – auch was den Trainingsbetrieb angeht. Höchstens im jüngeren Jugendbereich kann sich der Kreisvorsitzende eventuell eine Lockerung vorstellen. Darüber hinaus habe es seiner Meinung nach einfach zu viele Negativbeispiele gegeben, die das jetzige Pauschalverbot rechtfertigen würden. „Auch wenn das keiner will: Am Ende hilft dann vermutlich doch wieder nur der komplette Lockdown. Nicht nur im Sport, sondern eben auch in anderen Lebensbereichen.“, so Schütt, der zeitnah nicht von einer Rückkehr zum Normalbetrieb ausgeht.

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