Schmolke-Cup: Am Rande notiert

Gleich fünf Eigentore! Küstner: „Das kann halt passieren“

Ungewöhnlich oft landete der Ball beim Schmolke-Cup im eigenen Netz. Ob es am Umzug in die BBS-Halle lag? Das Resümee über den neuen Spielort fiel gemischt aus. Hier die Kurzmeldungen.
20.01.2020, 10:20
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Von Jan-Henrik Gantzkow
Gleich fünf Eigentore! Küstner: „Das kann halt passieren“
Dennis Schott

Mit einem Eigentor von Hambergens Steffen Kaluza wurde das Finale früh in Richtung der Bornreiher gelenkt. Doch nicht nur im Endspiel fiel ein Tor auf der falschen Seite: Insgesamt landete der Ball gleich fünf Mal im eigenen Gehäuse – angesichts von 59 Toren im Turnierverlauf (ohne Neunmeterschießen) eine mehr als beachtliche Quote. Neben Kaluza erwischte es noch seinen Teamkollegen Jorit Bierwald und den Bornreiher Simon Küstner. Auch die „Kometen“ zeigten sich ungewollt treffsicher und trafen gleich zweimal ins eigene Netz. „Das ist schon ungewöhnlich, aber die Ecke ist eben auch nur drei Meter weg. Wenn da draufgeknallt wird, kann das halt passieren“, erklärte Küstner.


Erstmals fand der traditionsreiche Schmolke-Cup nicht in der Kreissporthalle am Gymnasium statt, sondern in der BBS-Sporthalle. Schon im Vorfeld wurde über Vor- und Nachteile des Umzugs diskutiert – am Turniertag setzte sich das fort. Platz genug war in der neuen Halle in jedem Fall, gerade der geräumige Vorraum bot den Zuschauern deutlich bessere Möglichkeiten zum feucht-fröhlichen Gedankenaustausch. Bei den Spielern kam derweil der Hallenboden aufgrund seiner besseren Haftung gut an. Und trotzdem gab es viele Stimmen, denen das besondere Schmolke-Cup-Feeling fehlte, weil die Fans nun im Oberrang saßen und nicht mehr direkt am Spielfeld. „Das Turnier hat eigentlich immer durch seine Atmosphäre gelebt, weil es so eng war. In der neuen Halle war das nicht so“, monierte Jorit Bierwald vom FC Hambergen. In das gleiche Horn stieß Bornreihes Nils Gresens: „Dadurch, dass die Zuschauer weiter weg sind, war die Stimmung in meinen Augen schon schlechter als in den letzten Jahren“, so „Kokser“. Mitorganisator Ralf Strömer wird bei den Planungen definitiv noch einmal über die Standortwahl nachdenken: „Ich habe heute geteilte Meinungen gehört. Es gibt Vor- aber auch Nachteile. Wichtig ist die Meinung der Spieler, die werden wir natürlich miteinbeziehen.“, versprach Strömer. ⇒JHG

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Der VSK-Abteilungsleiter und Mitorganisator war in jedem Fall froh, dass sich kein Spieler größer verletzt hatte. Ein Vorteil der neuen Halle, wie er ausmachte. Denn die Tribünen in der Kreissporthalle, so nah sie auch waren, stellten auch eine Verletzungsgefahr dar, wenn die Spieler an die nur knapp kniehohe Begrenzung stießen. Gänzlich ohne Schrecksekunden lief es aber auch in der BBS-Halle nicht ab. So lag Ritterhudes Marcel Meyer im Halbfinale gegen Bornreihe am Boden und hielt sich das Knie. Im Spiel um Platz drei war er wieder einsatzbereit. Dort kam es zum nächsten heftigen Zusammenprall, als die Faustabwehr von Ritterhudes Keeper Meik Jeschin im Gesicht von Pennigbüttels Oleg Zeresov landete. Doch auch hier konnte schnell Entwarnung gegeben werden.

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Wer pfeift das Finale? „Kommt drauf an, wer drin steht“, antwortete Michel Haupt, der gemeinsam mit Lorenz Gehrmann die Spiele als Schiedsrichter leitete. Dass schließlich Haupt das Finale pfiff, war einzig der Tatsache geschuldet, dass er Mitglied bei der TuSG Ritterhude ist. Und Spiele mit Beteiligung der eigenen Vereine – Gehrmann ist VSK-Mitglied – leiteten die Unparteiischen absichtlich nicht. Da die TuSG im kleinen Finale antrat, musste dieses quasi Gehrmann pfeifen. Da blieb für Haupt nur das große übrig. Gehrmann konnte es verschmerzen, hatte er bei der Tombola doch den Hauptpreis gewonnen.

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„Macht er gut, oder?“, fragte VSK-Abteilungsleiter Ralf Strömer. Doch eigentlich stellte sich die Frage nicht. Denn einmal mehr war Marcus von Tils als Hallensprecher aktiv. Nicht zum ersten Mal übrigens. Immer dann, wenn der Schmolke-Cup bevorsteht, wird von Tils gefragt, ob er nicht wieder für Unterhaltung sorgen könne. Dabei jagt von Tils selbst gern dem runden Leder hinterher, spielt er doch bei den Altherren des VSK Osterholz-Scharmbeck. ⇒DSC

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