Golfsport

Golfclubs im Landkreis Osterholz atmen auf

Nachdem das Golfen in Bremen nach der Corona-Pause bereits seit dem 25. April wieder erlaubt ist, zieht nun am heutigen Mittwoch Niedersachsen nach.
06.05.2020, 08:45
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Von Karsten Hollmann
Golfclubs im Landkreis Osterholz atmen auf

Seit diesem Mittwoch ist das Golfen im Landkreis Osterholz wieder offiziell erlaubt.

Fredrik von Erichsen/dpa

Landkreis Osterholz. Nachdem das Golfen in Bremen nach der Corona-Pause bereits seit dem 25. April wieder erlaubt ist, zieht nun Niedersachsen nach. Von Mittwoch an dürfen somit mehr als 2000 Golfer wieder ihrem Lieblingssport im Landkreis Osterholz nachgehen. Konkret werden die Golfanlagen in Giehlermühlen des GC Worpswede, in Lilienthal sowie in Garlstedt für die Aktiven des Clubs zur Vahr aus Bremen wieder freigegeben.

Außerdem darf die Neun-Loch-Anlage des GC Bremer Schweiz wieder bespielt werden, die sich an der Bremer Landesgrenze in Leuchtenburg befindet. „Es wird rund gehen“, ist der Vorsitzende des GC Lilienthal, Claus Kleyboldt, auf einen großen Ansturm gefasst. Um möglichst vielen Aktiven das Golfen zu ermöglichen, darf jeder Golfer erst einmal nur neun der 18 Löcher in Lilienthal absolvieren. Erlaubt sind nur jeweils zwei Spieler pro Paarung. Gestartet wird in Lilienthal in zehnminütigen Abständen. Die Mitglieder melden sich über das System „PC Caddie“ vorher über das Internet für ihre Neun-Loch-Runde an. „Die Golfer scharren schon alle mit den Hufen. Ich selbst lasse aber erst einmal meine Kollegen ran und werde diese am Platz begrüßen“, teilt Kleyboldt mit. Er wolle zudem das Sekretariat unterstützen, so der 73-Jährige weiter.

Während der GC Lilienthal über 523 Mitglieder verfügt, weist der GC Worpswede sogar knapp 700 Vereinszugehörige auf. Hinzu kommen aber auch noch einmal 700 Fernmitglieder aus der gesamten Bundesrepublik. Worpswedes Präsident Thore Meyer wird sich im Hinblick auf die Einhaltung der Hygienevorschriften auch Tipps aus Bremen holen: „Wir befinden uns im ständigen Austausch mit unseren befreundeten Klubs in Bremen.“ Meyer macht darauf aufmerksam, dass die Fahnen auf den einzelnen Bahnen nicht mehr angefasst werden dürfen. Die Umkleideräume und Duschen dürfen nicht betreten werden. Die Anlage muss nach der Absolvierung einer Runde umgehend wieder verlassen werden.

Thore Meyer ist froh, dass es nun wieder losgeht: „Die Menschen brauchen in dieser Zeit etwas, um auf andere Gedanken zu kommen. Das Vereinsleben muss wieder langsam in Gang kommen, um die Leute bei Laune zu halten.“ Der GC Worpswede habe im Zuge der Corona-Pandemie aber weder Austritte zu beklagen gehabt, noch sei jemand an den Vorstand wegen einer Kürzung seines Mitgliedsbeitrags herangetreten.

Der 49-Jährige weist darauf hin, dass auf das Einhalten von Abständen von eineinhalb bis zwei Metern geachtet werden müsse. Dies gelte auch für das Abschlagen an der Driving-Range. Da die Golfer aber ohnehin beim Schlagen einen Radius von bis zu vier Metern benötigten, kämen sich die Spieler schon aus Eigenschutz nicht besonders nahe. „Es wird zunächst kein freies Training geben“, lässt der Vereinschef wissen. Ob in dieser Saison noch Mannschafts-Wettbewerbe stattfinden, sei noch ungewiss. „Wir haben unseren Turnierkalender zumindest bis Ende Mai komplett eingestellt“, sagt Meyer. Der Schwerpunkt liege also erst einmal auf einem ganz „entspannten Freizeitsport“.

Der GC Lilienthal vermeldet für die Senioren-Tour, die bis in den September dauern sollte, bereits eine Komplettabsage. „Wir haben die Golf-Senioren-Union bereits abgeblasen und komplett auf das nächste Jahr verschoben“, informiert Senioren-Kapitän Ernst Meyer. Da die Golfer in Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Nordrheinwestfalen noch weiter warten müssen, könnten die Plätze im Landkreis Osterholz auch noch für Sportler aus diesen Regionen interessant werden. „Wir werden aber anders als zum Beispiel Bremerhaven erst einmal keine Gastspieler zulassen“, betont Meyer.

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