Jugendfußball im Kreis Osterholz Geht da noch was?

Der Spielbetrieb im Jugendfußball könnte unter gewissen Umständen doch noch im Frühjahr anlaufen. Die Verantwortlichen hoffen auf ein Signal des niedersächsischen Verbandes.
08.04.2021, 07:52
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Geht da noch was?
Von Tobias Dohr

Seit vergangener Woche steht fest: Die Fußball-Saison in Niedersachsen ist beendet. Angesichts der bis vor Ostern steigenden Infektionszahlen sah der Vorstand des Niedersächsischen Fußballverbands keine andere Möglichkeit mehr, als die Saison in Form der Annullierung abzubrechen. In der offiziellen Verbandsmitteilung heißt es dazu: Auf- und Absteiger wird es nicht geben. Die Entscheidung betrifft alle Alters- und Spielkassen auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene.

Doch gerade im Jugendbereich, wo bis zur U14 auch aktuell weiterhin trainiert werden darf, wäre unter Umständen durchaus noch ein Spielbetrieb möglich gewesen - wenn natürlich auch in reduzierter Form. Gerade hier scheint der generelle Abbruch mit Blick auf zum Teil extrem unterschiedliche Inzidenzzahlen in den verschiedenen Landkreisen nicht die optimalste beziehungsweise fairste Lösung zu sein. Auch deshalb hatte der Osterholzer Kreisjugendobmann Helmut Schneeloch schon vor der Sitzung des NFV-Verbandsvorstands appelliert, den Spielbetrieb in den jüngeren Altersklassen in die Hände der jeweiligen Kreise zu geben. Sein Motto: Wenn die Zahlen in einem Kreis dauerhaft niedrig sind, spräche absolut nichts dagegen, eine kleine Spielrunde für Kinder und Jugendliche anzubieten, natürlich immer unter strenger Beachtung der herrschenden Hygienekonzepte.

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„Die Kinder sehnen sich so sehr nach echten Spielen, da wäre es doch fahrlässig, eine solche Chance einfach ungenutzt zu lassen“, begründet Schneeloch, der sich in diesem Punkt mit Kreisvorstand Eckehard Schütt einig ist. Deshalb hofft das Duo nun darauf, dass der niedersächsische Verband eine entsprechende Empfehlung ausspricht und das Ganze dann auch von der Politik abgesegnet wird. Sollte es tatsächlich dazu kommen, plant Helmut Schneeloch ab Pfingsten eine kleine Spielrunde mit maximal vier Partien. Natürlich auf freiwilliger Basis, wie er betont: „Niemand braucht Angst zu haben, dass er Nachteile hat, wenn er nicht mitspielt. Nach den Sommerferien werden alle in der Liga spielen, wo sie eigentlich in diesem Frühjahr hätten antreten sollen, nur eben eine Jahrgangsstufe höher.“

Das alles Entscheidende sei laut Schneeloch, dass der Landkreis Osterholz dauerhaft eine Inzidenz von unter 50 aufweisen würde. Und passend dazu rutschte dieser Wert am Mittwoch erstmals seit dem 20. März wieder unter diese wichtige Marke. „Wenn wir darüber liegen, ist sowieso nichts möglich. Aber wir haben uns ja auch schon vor Ostern dieser Grenze wieder angenähert, insofern bin ich eigentlich ganz guter Dinge“, sagt Schneeloch deshalb. Kleine Staffeln mit maximal vier Teams peilt Schneeloch an, der darüber hinaus hinter den Kulissen im Rahmen seiner Möglichkeiten derzeit ebenfalls dafür kämpft, dass auch die Fußballerinnen und Fußballer von 14 bis 18 Jahren zumindest wieder trainieren dürfen. Dabei komme dem Verband auch die nach den Osterferien neu eingeführte Testpflicht an niedersächsischen Schulen entgegen.

„Wenn ein Mädchen oder Junge am morgen negativ getestet wurde, dann spricht doch nichts dagegen, am selben Nachmittag zum Training zu gehen“, gibt Schneeloch zu bedenken und erinnert in diesem Zusammenhang noch einmal daran, dass die Ansteckungsgefahr beim Fußballspielen selbst quasi nicht vorhanden ist. So oder so hält der Kreisjugendobmann an seinem Vorhaben fest, den Kindern etwas anbieten zu wollen, sobald es erlaubt ist: „Und wenn es nur ein Wochenende ist, aber wir müssen es wenigstens versuchen.“

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