Kreisklasse-Trainer im Interview Dennis Preuß von der TuSG Ritterhude III: „Gachov ist unsere Lebensversicherung“

Platz sechs bis zur Unterbrechung der Saison: Im Interview zieht Dennis Preuß, Trainer der TuSG Ritterhude III, Bilanz.
11.02.2021, 10:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Herr Preuß, wie bewerten Sie das bisherige Abschneiden Ihres Teams?

Dennis Preuß: Mit dem sechsten Platz sind wir sehr zufrieden. Da wir keine coronabedingten Ausfälle und auch noch nicht spielfrei hatten, haben wir bereits neun Spiele auf dem Konto, in denen wir immerhin zwölf Punkte holen konnten. Nach einem Re-Start werden die Karten aber wieder völlig neu gemischt. Es werden einige Teams, die schon viele Punkte auf dem Konto haben, weniger punkten und umgekehrt.

Was erwarten Sie von Ihrem Team nach einem Re-Start?

Die individuelle Vorbereitung ist sehr wichtig. Jeder Spieler absolviert für sich sein eigenes Training daheim, sodass die Mannschaft sich beim Re-Start in einer guten konditionellen Verfassung befinden wird. Fußballspielen können die Jungs so oder so.

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Über was haben Sie sich bislang geärgert?

Ich habe mich über die Niederlage gegen den ASV Ihlpohl und über das 1:1 zu Hause gegen den TSV Sankt Jürgen geärgert. Ausgerechnet am Tag des Derbys gegen Ihlpohl haben wir nichts auf den Platz bekommen und am Ende mit 1:2 verloren. Gegen Sankt Jürgen waren wir klar die bessere Mannschaft und hätten das Match auch gewinnen müssen. Beim 2:7 in Heilshorn haben wir ordentlich etwas auf den Hintern bekommen. Aber das hatte andere Gründe.

Welche Gründe waren es denn?

Wir hatten die Heilshorner bereits einige Wochen vorher darum gebeten, das Spiel zu verlegen, weil wir an jenem Wochenende ein Trainingslager absolviert haben und schon klar war, dass wir am Tag vor dem Spiel das eine oder andere Bier trinken werden. Das einzige Entgegenkommen des Gegners bestand dann aber darin, dass wir statt um 15 Uhr um 17 Uhr gespielt haben. Wie man an dem Ergebnis ablesen kann, hat es uns wenig geholfen.

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Gibt es Spieler, die positiv überrascht haben?

Ich bin generell von der Entwicklung unserer vielen jungen Spieler überrascht. Die machen es in ihrer zweiten Herren-Saison echt super. Daher macht es mir auch sehr viel Spaß, mit diesen zu arbeiten, und dementsprechend bin ich auch zuversichtlich für einen Re-Start. Vor allem Daniel Gachov war in dem einen oder anderen Spiel schon unsere Lebensversicherung mit seinen vielen Toren.

Ist denn das Spiel auf Ihren Torjäger zugeschnitten?

Nein, aber natürlich ist Daniel offensiv mein bester Mann. Für ihn haben wir auch keinen gleichwertigen Ersatz. Bastian Haskamp, der Trainer der ersten Mannschaft, hat auch schon bei ihm angefragt. Aber Daniel bleibt definitiv auch über diese Saison hinaus bei uns. Auch die anderen Spieler haben bereits für die nächste Spielzeit zugesagt, ich selbst ebenfalls.

Welches Spiel haben Sie in besonders positiver Erinnerung?

Unseren 3:2-Sieg im Flutlichtspiel gegen eine starke SG Ohlenstedt/Garlstedt. Für uns war es ganz wichtig, zu sehen, dass wir auch Spiele gegen solch gute Gegner für uns entscheiden können. Auf den ersten beiden Plätzen erwarte ich übrigens den SV Grün-Weiß Beckedorf mit seinem sympathischen Trainer Wahe Airapetian und den SV Lilienthal-Falkenberg II. Die Heilshorner schaffen es dagegen nicht.

Das Interview führte Karsten Hollmann.

Info

Zur Person

Dennis Preuß (32)

ist seit zwei Jahren Coach der TuSG Ritterhude III in der 1. Fußball-Kreisklasse Osterholz. Der aus Hannover stammende Mitarbeiter der Deutschen Post AG kickte früher auch für das dritte TuSG-Team, vor allem aber für den ASV Ihlpohl II.

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