Kreissportbund Osterholz Kreissporttag stellt Weichen in Präsenz

Eigentlich hatte der Kreissportbund (KSB) Osterholz schon im Vorjahr tagen wollen, doch da machte die Pandemie den Verantwortlichen noch einen Strich durch die Rechnung. Nun fand der Kreissporttag statt.
15.10.2021, 17:02
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Von WK

Landkreis Osterholz. Eigentlich hatte der Kreissportbund (KSB) Osterholz schon im Vorjahr tagen wollen, doch da machte die Pandemie den Verantwortlichen noch einen Strich durch die Rechnung. Nun aber ließen sich Corona-konform Wahlen erledigen und Beschlüsse herbeiführen. Aus Vorsicht hatte der KSB allerdings keine weiteren Besucher und Ehrengäste eingeladen und nur Sportvereins-Vertreter zugelassen.

Die Versammlungsteilnehmer fanden auf ihren Tischen neben einem kleinen Dankeschön – für die Corona-bedingte Mehrarbeit in den Sportvereinen – auch die Festtagsbroschüre „75 Jahre Kreissportbund Osterholz“. Aber auch dieses Jubiläum vermochte der KSB 2021 wegen Corona nicht groß zu feiern, wie die Vorsitzende des Kreissportbundes, Edith Hünecken, in ihrer Begrüßung herausstellte. Dafür würdigte sie mit bewegenden Worten noch einmal ihren Vorgänger und langjährigen Ehrenvorsitzenden Heinz Flathmann, der 2019 verstorben war.

Aber auch erfreulichere Anlässe gab es beim Kreissporttag 2021. So überreichte die KSB-Vorsitzende Edith Hünecken dem langjährigen Vorsitzenden der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf, Manfred Grotheer, nach der Laudatio durch seinen Nachfolger Mathias Engelken die goldene Ehrennadel des Landessportbundes Niedersachsen. Diese Nadel in Silber war dem aktuellen Schatzmeister der SG Hülseberg, Marc Mayr, zugesprochen worden, der aber nicht selbst anwesend sein konnte und von seinem Vorsitzenden Klaus Sass vertreten wurde. Außerdem erinnerte Edith Hünecken an die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Horst Bohling (Osterholz-Scharmbeck/2020) und Rolf Grotheer (Falkenberg/2021), deren sportliches Engagement die Anwesenden in Ritterhude mit stehendem Applaus belohnten.

In ihrem ausführlichen Bericht – nunmehr für einen Zeitraum von drei Jahren – ging Hünecken insbesondere auf die Situation der Kreissportbund-Geschäftsstelle in Osterholz-Scharmbeck ein. Eigentlich sei den Mitarbeitenden des KSB dort eine Beschäftigung nicht mehr zuzumuten, doch bislang hat der KSB-Vorstand kein geeignetes Domizil gefunden. Nach zwei Beschlüssen beim Kreissporttag allerdings heiterten sich die Mienen der Betroffenen auf: Die Delegierten stimmten für eine zweckgebundene Rücklage aus Haushaltsüberschüssen für eine neue Geschäftsstelle, außerdem wurde der KSB-Vorstand ermächtigt, die derzeitige Immobilie bei Bedarf zu veräußern.

Die 131 Vereine im Kreissportbund haben dem KSB zu Beginn des Jahres 42.130 Mitglieder gemeldet, verkündete Geschäftsstellenmanagerin Celina Duschner – zwar 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr, aber es sei damit immer noch mehr als ein Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Mitglied in einem Sportverein, wie die KSB-Vorsitzende herausstellte. Dazu kämen einige Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zahlreichen Sportkursen der Vereine. „Da reichen nette Worte nicht mehr aus, Anliegen und Probleme des Sports zu lösen“, ereiferte sich Edith Hünecken in Richtung Politik und forderte vor allem mehr finanzielle Unterstützung. Sie kündigte zügige Gespräche mit dem künftigen Sportausschuss des Landkreises an sowie eine große Sportkonferenz des Kreissportbundes im ersten Halbjahr 2022. Auch und gerade für Sportstättenbaumaßnahmen forderte sie Geld ein: Für 2021 haben 20 Sportvereine im Landkreis Fördermittel für Baumaßnahmen in Höhe von 274.560 Euro beantragt. „Das ist eine Rekordsumme“, so Hünecken.

Die Zahlenwerke für die drei abgelaufenen Jahre, die der stellvertretende Vorsitzende für Finanzen, Kristian Tangermann, präsentierte, wurden einstimmig verabschiedet, ebenso wie die Haushalte bis einschließlich 2023. Bei so viel Einigkeit erfolgte auch die Entlastung des Vorstandes einstimmig. Die Vorstandswahlen brachten dann ebenfalls keine Veränderungen: Kristian Tangermann bleibt stellvertretender Vorsitzender Finanzen, Jürgen Linke stellvertretender Vorsitzender Organisations- und Vereinsentwicklung und Elisabeth Fischmann stellvertretende Vorsitzende Bildung. Schließlich bestätigten die Sitzungsteilnehmer noch die Jugendordnung, die nach den Worten von Sportjugend-Vorstand Lars Wellbrock in seinem Gremium schon breite Unterstützung gefunden habe.

Nach knapp zwei Stunden waren damit alle Regularien abgearbeitet. Und schließlich treffe man sich in einem Jahr ja schon wieder zum nächsten ordentlichen Kreissporttag, hob die KSB-Vorsitzende Edith Hünecken in ihrem Schlusswort hervor – sichtlich erleichtert, dass nach den zwölf Monaten Zwangspause nun wieder eine reguläre Zusammenkunft möglich geworden war.

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