Leichtathletik U18-Landesmeisterschaften

Zwei weitere neue Bestzeiten für Floyd Schnaars

Beim abschließenden Sportfest der sehr kurzen „Corona“-Saison ist unter anderem Floyd Schnaars vom TV Lilienthal gestartet.
24.09.2020, 08:42
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Landkreis Osterholz/Gnarrenburg. Beim abschließenden Sportfest der sehr kurzen „Corona“-Saison ist unter anderem Floyd Schnaars vom TV Lilienthal gestartet. Für den 16-Jährigen standen bei den U18-Landesmeisterschaften des Niedersächsischen sowie des Bremer Leichtathletik-Verbandes (NLV/BLV) am Marschweg-Stadion in Oldenburg am ersten Tag die 3000 Meter auf dem Programm. „In diesem Lauf musste Floyd in Sachen Taktik Lehrgeld zahlen“, stellte TVL-Trainer Jan Petermann fest.

In der ersten Runde sei Schnaars ausgebremst worden und habe lange Wege beim Überholen in der Kurve gehen müssen. „Damit verschleppte er den ersten Kilometer so stark, dass er die Zeit gegenüber seiner Konkurrenz nicht mehr gutmachen konnte“, bedauerte Petermann. Trotz dieser Unwegsamkeiten lief Floyd Schnaars immer noch eine neue persönliche Bestzeit von 9:43,20 Minuten. Damit lag er knapp sieben Sekunden unter seiner alten Bestmarke und belegte den fünften Rang. Am zweiten Tag durfte Schnaars dann in seiner Paradedisziplin über die 1500 Meter an den Start gehen. „Zwar hatte er keine so frischen Beine mehr. Aber das betraf diesmal auch viele andere im Feld“, gab Jan Petermann zu bedenken.

Im Gegensatz zum Vortag sei der Rennverlauf diesmal auch perfekt gewesen. „Vom Start weg ging Floyd ein hohes Tempo an und blieb mit seinen Kontrahenten immer auf Tuchfühlung“, berichtete Petermann. Sein ärgster Widersacher, Brian Lakämper von der LG Nordheide, blieb jedoch trotzdem lange Zeit an seinen Hacken kleben. Doch auf den letzten 200 Metern schüttelte der Lilienthaler auch diesen ab und kam als Gesamtsechster ebenfalls in einer neuen Bestzeit von 4:21,66 Minuten ins Ziel.

„Das war eine Kraftleistung, wie ich sie nicht erwartet hatte“, schwärmte Jan Petermann. Schließlich habe sein Schützling noch die 3000 Meter in den Beinen gehabt. Seine bisherige Bestzeit lag bei 4:42,96 Minuten. „Mir wurde schon ganz bange, als er die 1000 Meter in unter drei Minuten durchlief. Das war schneller als seine bisherige Bestzeit auf dieser Strecke“, erklärte Petermann. Mit diesem Lauf hätten nun die Lilienthaler Robin Petermann, Levin Eickhoff und Floyd Schnaars in der doch recht kurzen Saison hervorragende Ergebnisse erzielt und vor allen Dingen renntaktische Erfahrungen sammeln können. „Diese sollten ihnen im nächsten Jahr, wenn sie das zweite Mal in der gleichen Altersklasse starten, zu Gute kommen“, betonte Jan Petermann.

Stefan Schumacher vom TSV Gnarrenburg gewann in Oldenburg mit 40,54 Metern die Bronzemedaille im Speerwurf der männlichen Jugend U18. Im 100-Meter-Sprint verpasste dieser in 11,60 Sekunden nur um eine Zehntelsekunde die Qualifikation für das Finale. Gnarrenburgs Alyssa Ringe musste sich im Diskuswerfen der weiblichen Jugend U20 nur Gül Meryem vom TV Norden um 9,91 Meter geschlagen geben. Im Dreisprung belegte Ringe mit 9,94 Metern Position sechs. Dorothea Hopfmüller vom VSK Osterholz-Scharmbeck freute sich im Speerwurf dieser Altersklasse mit 34,73 Metern über die Bronzemedaille.

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