Reitsport

Es geht sogar noch mehr für Linda von Glahn

Die Reiterin des RV Beverstedt belegt in Bremervörde gleich in zwei S-Dressuren den vierten Platz und sieht noch Potenzial.
21.04.2021, 16:15
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Von Karsten Hollmann
Es geht sogar noch mehr für Linda von Glahn

Linda von Glahn, hier mit Quando auf dem Dressurturnier in Worpswede, war für den Anfang zufrieden.

Sandra Brockmann

Landkreise Osterholz/Cuxhaven. „Für den Saisonbeginn bin ich mit meiner Leistung zufrieden“, erklärte Linda von Glahn vom RV Beverstedt. Die 35-Jährige schrammte beim hochklassigen Freiluft-Dressurturnier in Bremervörde auf Quando gleich zweimal nur um Haaresbreite am Sprung auf das Siegertreppchen in Prüfungen der Klasse S vorbei.

In der ersten S-Dressur verzeichnete die Personalleiterin einer Genossenschaft eine Wertnote von 838 Punkten und 66,508 Prozent. „Da es noch so früh in der Saison war, hätte ich sicherlich noch das eine oder andere besser machen können“, teilte Linda von Glahn mit. Sie sei aber mit den Bedingungen einverstanden gewesen. „Der Boden war gut und das Turnier auch mit dem Hintergrund der Corona-Pandemie vernünftig organisiert“, lobte von Glahn, die einen Reiterhof in Stemmenermühlen bei Beverstedt betreibt. Da sie ihren Sport nur hobbymäßig ausübt, geht sie auch nur mit ihrem 13-jährigen Hannoveraner Wallach Quando an den Start. Linda von Glahn bildet aber gerade mit dem dreijährigen Dirty Harry noch ein junges Pferd selbst aus. „Das soll dann mal mein Nachfolgepferd werden“, ließ die Dressurreiterin wissen, die in der Jugend auch mal Springprüfungen absolvierte. Marlina Garrn vom RV Harsefeld behauptete sich in der Bremervörder S-Dressur auf Di Baggio mit 859,5 Zählern und 68,214 Prozent.

In der S-Dressur am darauffolgenden Tag siegten Marlina Garrn und Di Baggio erneut mit 796 Punkten, während Linda von Glahn auf Quando mit 773,5 Zählern eben wiederum Position vier beanspruchte. „Es war dabei definitiv bereits eine Steigerung zu erkennen, auch wenn es kein Riesensprung im Vergleich zum Vortag war“, stellte von Glahn fest. Nur um eineinhalb Punkte vor ihr lag die für den Bremer RC startende Schwanewederin Anna-Marie Becker auf Jocy S.

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„Ich kann nicht beurteilen, ob die drei vor mir platzierten Reiterinnen besser als ich waren. Schließlich hält man sich wegen der Pandemie nicht lange auf der Anlage auf und sieht die Konkurrenz nur mal kurz aus der Ferne“, sagte Linda von Glahn. Aber auch wenn ein Turnier unter Corona-Maßnahmen-Bedingungen sicherlich anders als gewohnt sei, freue sie sich sehr über die Möglichkeit, überhaupt an einem Turnier teilnehmen zu dürfen. „So kann ich wenigstens meinen Leistungsstand überprüfen“, so von Glahn. Kim Riecke vom RV Sankt Jürgen fand sich in der zweiten S-Dressur auf ihrem bereits 17-jährigen Wallach Zacharias mit 677,5 Punkten auf Platz 17 wieder.

In einer L-Dressur – Trense - räumte Rena Büttelmann vom RFV Hambergen auf Carlson und Choco mit 7,4 beziehungsweise 7,3 Punkten auf den Plätzen drei und vier gleich zwei Schleifen ab. Ihre Klubkollegin Marie Köhler ergatterte auf ihrer zwölfjährigen Stute Eibeltje Dora Fortuna mit 7,0 Zählern auf Rang sieben ebenfalls eine Schleife. Antonia Busch-Kuffner vom RV Ganderkesee feierte in dieser Prüfung auf Kastanienhof Cockney Cracker (8,3) und Nike`s Newcomer (7,5) einen Doppelsieg. In der L-Dressurreiterprüfung verpasste Greta Osmers vom RV Sankt Jürgen auf Grenzhoehes My Sunrise mit 7,8 Punkten als Vierte nur ganz knapp das Podest.

Ebenso wie Aileen Wendelken vom RFV Hambergen auf Botanico (7,1) als Achte und Jonna Holscher vom RV Beverstedt auf Miss Muffin (6,6) auf Position 14 war Osmers aber dennoch platziert. Es triumphierte Philine vom Hanseatischen RC auf Golden Surprise (8,2). In der A-Dressureiterprüfung musste sich Lea Serbian vom RFV Bokel auf Sir Santiago mit 8,0 Zählern nur Svenja Hokamp vom RV Fredenbeck auf Fürst vom Aschadeich S (8,2) beugen. Hambergens Aileen Wendelken auf Botanico (7,3) und Fenja Rulfs auf MP Ice Cream (7,2) sammelten ebenso Schleifen ein.

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Zur Sache

Pia Gerding setzt Ausrufezeichen

Beim internationalen Springturnier in Westergellersen, an dem unter anderem auch deutsche Topreiter wie Marco Kutscher, Marcus Ehning und Carsten-Otto Nagel teilnahmen, gewann Pia Gerding vom RFV Hambergen auf ihrer zehnjährigen Stute Goldfinch Giulietta eine Springprüfung mit Stechen mit bis zu 1,15 Meter hohen Hindernissen. Ohne Fehler und in einer Zeit von 38,47 Sekunden verwies die Tochter der stellvertretenden Kreisreiterverband-Vorsitzenden Dörte Kuhn Ramona Hilliges vom RC Helle auf Quarado um knapp vier Sekunden auf den zweiten Platz.

Nele Finken vom RV Scharmbeckstotel erreichte auf Sun de Revel ebenso die Zusatzrunde, erlaubte sich hier jedoch einen Abwurf. Da sie aber in 37,04 Sekunden die schnellste Runde aller Starter an den Tag legte, langte es am Ende immerhin noch zu Platz vier. In der internationalen Springprüfung mit Stechen auf der Large-Tour mit bis zu 1,40 Meter hohen Hindernissen freute sich Pia Gerding auf ihrer achtjährigen Holsteiner Stute Care for Life über den dritten Rang. Sie musste mit vier Strafpunkten und in einer Zeit von 42,13 Sekunden im Stechen nur Henry Munsberg vom RFV Hagen Sankt Martinus auf Nola van Sankt Maarten (0/40,61) und auf Special (0/44,13) jeweils den Vortritt lassen.

Für Pia Gerding gesellte sich noch ein vierter Rang in einer Springprüfung mit Stechen auf der Medium-Tour mit Hindernis-Höhen von bis zu 1,25 Metern hinzu. Auf ihrem 13-jährigen Hannoveraner Wallach Lex Largo blieb sie fehlerlos und war in 43,01 Sekunden auch recht flott unterwegs. Lothar Grewe vom RFV Harsum setzte sich in dieser Prüfung auf I Like (0/39,67) die Krone auf.

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