„Schott the Dohr“ - der Zeitungspodcast Ein bisschen Spaß muss sein

In unserer etwas anderen Monats-Rückschau diskutieren über die Dinge, für die im redaktionellen Alltag oftmals kein Platzist. Nicht immer bierernst, aber mit voller Überzeugung für den hiesigen Amateursport.
01.02.2021, 12:07
Lesedauer: 5 Min
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Von Dennis Schott und Tobias Dohr
WWULEFNJ, oder Tobi?

Wie meinen, Herr Schott?

Herr Dohr, von Ihnen hätte ich jetzt aber ein bisschen mehr erwartet. Sie sind doch sonst nicht so begriffsstutzig. Wir sind doch bald auf den Spuren von Stefan Raab. Na klingelt‘s? Also, Herr Dohr, was könnte WWULEFNJ für einen Satz ergeben? Und strengen Sie sich bitte zumindest etwas an!

Wir ... wollen ... unglaublich .... leckeren ... Erdbeersaft ... für... neue ... Jubelstürme? Oder, warte nein, ich hab‘s: Wir wünschen uns lieber ein frohes neues Jahr. WWULEFNJ. Da staunste, was?

Nicht schlecht, Herr Kollege! Ganz genau gesagt soll WWULEFNJ heißen: Wir wünschen unseren Lesern ein frohes neues Jahr! Ist hoffentlich auch in Deinem Sinne. Jetzt müssen wir nur noch erklären, was es mit diesen Abkürzungen auf sich hat.

Aber bevor wir das tun, erst einmal: HDGDL. Soviel Zeit muss sein. So, und Du meinst, wir sollen unseren Lesern mal unser neuestes Projekt vorstellen?

Genau! (den Rest lasse ich unkommentiert)

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Dann leg ich mal los: FDSNGWAPDSNGW. Vielleicht sollten wir den Aufruf starten, dass unsere Leserinnen und Leser kreative Vorschläge einreichen, was das bedeuten könnte?

Nein, den Schwachsinn dahinter müssen wir selbst erklären (lacht). Also: FDSNGWAPDSNGW steht für „Fragen, die sonst nie gestellt werden an Personen, die sonst nie gefragt werden“. So soll unsere neue Serie heißen. Der Name ist Programm. Vor allem aber soll der Spaß dabei nicht zu kurz kommen.

Genau das ist der Punkt. Man könnte auch sagen: Wir haben kein Bock mehr auf Corona-Trübsal und wollen gemeinsam etwas kreieren, was uns allen jeden Morgen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und das wird FDSNGWAPDSNGW ganz bestimmt. Da bin ich mir ziemlich sicher. Wollen wir schon mal einen kleinen Vorgeschmack geben, Dennis?

Machen wir! Ich stelle Dir jetzt mal exemplarisch eine FDSNGWAPDSNGW-Frage. Das passt ja sogar inhaltlich, weil Du ja tatsächlich eine Person bist, die sonst nicht gefragt werden würde (lacht). Also los, Herr Dohr: Was ist Ihre schlechteste Entscheidung, die Sie jemals in einem Spiel getroffen haben? Na?

Den Schiedsrichter nach einem Elfmeterpfiff gegen mich, wie soll ich sagen, etwas zu laut und deutlich angesprochen zu haben. Randnotiz: Der Schiedsrichter hieß Reiner Tienken und ist gleichzeitig ein Freier Mitarbeiter von uns. War irgendwie ne doofe Situation.

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Ihr habt es ja beide überlebt!

Aber es knisterte ganz schön. Okay, jetzt bin ich dran: Nenne etwas, was Du in einem Fußballspiel immer mal machen wolltest, Dich aber nie getraut hast?

Ich war ja früher maximal beeindruckt, wenn zum Beispiel Bruno Labbadia nach einem Tor über die Bandenwerbung zu den Fans gelaufen ist. Noch als Jugendlicher habe ich mir ausgemalt, wie das bei mir hätte werden können (wenn ich dann mal ein Tor geschossen habe). Aber den Gedanken habe ich eigentlich sofort verworfen, weil ich über die Absperrung hätte springen müssen. Die war (und ist es immer noch) viel zu hoch für mich, um sie zu überspringen. Das hätte böse enden können.

Guck mal, und genau solche Dinge erhoffen wir uns mit FDSNGWAPDSNGW auch von unseren Sportlerinnen und Sportlern zu erfahren. Und zwar in erster Linie von denen, die sonst nicht so im Fokus des hiesigen Sportgeschehens stehen. Also, wenn sich irgendwer berufen fühlt, wir schicken den Fragenkatalog auf Anfrage sehr gerne jedem Interessenten zu (lacht).

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Es ist auf jeden Fall für jeden etwas dabei. Wenn die Osterholzer offen sind für ein Format wie „Schott the Dohr“, dann sind sie es auch für FDSNGWAPDSNGW. Ich freue mich auch schon auf die erste Folge, vor allem, wenn sie online erscheint und ich das computergenerierte Vorlesen aktiviere. Bin gespannt, wie der Computer FDSNGWAPDSNGW ausspricht.

Das wird lustig!

Definitiv.

Und sonst, Herr Schott? Was kann man denn in diesen Wintertagen noch thematisieren, ohne mit diesem leidigen anderen Thema permanent konfrontiert zu sein? Ham‘se ‚ne Idee?

Nee, aber bisher haben wir es ganz gut geschafft, dieses Wort mit „C“ nicht in den Mund zu nehmen. Bringt ja auch nichts. Und diese Gretchenfrage wollen wir auch nicht stellen. Wann können wir wieder Fußball spielen? Oder überhaupt Sport treiben? Laaangweilig! Es ist eben erst dann wieder erlaubt, wenn es erlaubt ist. Ende, aus, Micky Maus würde Rainer Calmund sagen.

Der würde wohl eher so was sagen wie: „Wir haben den größten Wurst-Käs verhindert.“ Das hat er übrigens wirklich mal nach einem Spiel von Bayer Leverkusen gesagt. Und er meinte eigentlich „worst case“, den Wurst-Käs hätte er wohl direkt verspeist. Das nur am Rande. Nein, Du hast recht, diesmal kein ermüdendes C-Thema. Da fällt mir ein: Hat sich eigentlich Ailton schon gemeldet?

Gemeldet ist gut, er weiß ja immer noch nichts von seinem Glück, von uns in die Sauna des SV Komet Pennigbüttel eingeladen zu werden. Aber ich glaube, er ist gerade auf seiner Southfolk Ranch bei seinen Pferden in Brasilien, und solange Corona wütet, müssen wir eh noch warten.

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Herr Schott, jetzt haben Sie ja doch dieses C-Wort in den Mund genommen.

Tschuldigung, ist mir so rausgerutscht. Aber einmal ist keinmal, oder? Und wollen wir nicht trotz der ganzen Probleme, die das Virus mit sich bringt, versuchen, positiv zu bleiben?

Machen wir ja. Und gerade am Wochenende gelingt das zurzeit ganz gut. So viele freie Sonntage am Stück haben wir noch nie gehabt. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich so einen schönen Gammeltag in Jogginghose nicht genießen würde...

Herr Dohr, Sie haben doch momentan permanent Jogginghose an...

Herr Schott, shut up! Nein, im Ernst, das ist echt mal schön, regelmäßig am Wochenende frei zu haben. Das Problem: Alles, was man mit dieser freien Zeit eigentlich Schönes machen wollen würde, kann man nicht tun. Wegen weil, na? Ich sag‘s nicht, keine Angst. Und wie verbringst Du Deine Sonntage zurzeit?

Ganz klar strukturiert: Ab elf Uhr geht es los mit Doppelpass auf Sport1, dann geht es weiter mit Wintersport und Bundesliga pur im Wechsel, am späten Nachmittag kommt dann die Sportreportage und zu guter Letzt die Sportschau. Mir hat mal jemand gesagt: Wenn das auch noch ausfallen würde, hätte er ein echtes Problem (lacht).

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Was macht der Sportredakteur an seinem freien Tag? Er schaut Sport (lacht). Aber ich gebe zu: Zu einem Sonntag im Januar oder Februar gehört auch eine Prise Biathlon und eine Handvoll Skispringen.

Und zwar in Jogginghose! Wobei ich beim Skispringen immer noch nicht verstanden habe, wann man den Schanzentisch trifft oder nicht trifft. Egal. Vielleicht machen wir daraus auch noch eine Serie. SUDSIJSUWNWEG - Schott und Dohr schauen in Jogginghose Skispringen und wissen nicht, worum es geht (lacht)... Tobi, ganz ehrlich: Wir brauchen unseren Lokalsport zurück! Wir wissen sonst nichts mit uns anzufangen!

Du hast so recht, Dennis. Da fällt mir in diesem Zusammenhang eigentlich nur noch eins ein: LMAA, Co...

Psssssssst!!

Info

Zur Person

Die Sportredaktion

schließt den Januar ab. In unserer etwas anderen Monats-Rückschau lassen wir die vergangenen Wochen Revue passieren und diskutieren dabei auch über die Dinge, für die im redaktionellen Alltag oftmals kein Platz in der Zeitung ist. Nicht immer einer Meinung, aber meinungsstark. Nicht immer bierernst, aber mit voller Überzeugung für den hiesigen Amateursport. „Schott the Dohr“ – die Redakteure Tobias Dohr (oben) und Dennis Schott schließen die Tür.

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