Tennis

Gimsa und Klahn vom TV Falkenberg in starker Form

Bei den 11. Weser-Park-Open waren auch zahlreiche Tennis-Akteure aus dem Landkreis Osterholz am Start. Zwei Spieler des TC Falkenberg sorgten dabei für besondere Schlagzeilen.
19.08.2020, 13:21
Lesedauer: 2 Min
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Gimsa und Klahn vom TV Falkenberg in starker Form
Von Tobias Dohr

Landkreis Osterholz. So mischten Nils Gimsa und Marcus Klahn die Konkurrenz der Herren 50 (Leistungsklassen 5 bis 17) mächtig auf. Gimsa schaffte es nach einem Halbfinalsieg über seinen Vereinskollegen Klahn sogar bis ins Finale der stark besetzten Veranstaltung.

Beide Falkenberger waren per Freilos in die zweite Hauptrunde eingezogen. Dort traf Marcus Klahn zunächst auf den sechs Jahre jüngeren Matthias Zander vom TC Grasberg, den er in zwei Sätzen besiegte (6:3, 7:5). Im Achtelfinale wartete dann der an Position sieben gesetzte und sogar sieben Jahre jüngere Sebastian Weil vom Ottersberger TC. In einem spannenden Match behielt Klahn in drei Sätzen mit 3:6, 6:3, 10:7 die Oberhand. Doch Klahns eigentlicher Geniestreich sollte erst nach diesem Match folgen.

Im Viertelfinale traf der Falkenberger auf den an Position zwei gesetzten Mitfavoriten Oliver Novak (TC Nikolausdorf-Garrel). In einem spektakulären Duell hatte am Ende erneut Klahn die Nase vorn, doch das 6:4, 1:6, 10:6 hatte offenbar zuviel Kraft gekostet. Im Halbfinale gegen seinen Mannschaftskollegen Nils Gimsa musste Klahn nach dem mit 1:6 verlorenen ersten Durchgang die Notbremse ziehen und gab auf. „Nach zwei so langen Spielen bei dieser Hitze, da war der Tank im Halbfinale leer“, erklärte Klahn.

Somit war der Weg ins Finale für Nils Gimsa frei. Auch zuvor hatte der an Position sechs gesetzte Falkenberger Kräfte sparen können. Gegen Rudi Hardeman (Zevener TC, 6:0, 6:1) und Bernd Mählmann (TV Rot-Weiß Bremen, 6:0, 6:2) fuhr Gimsa zwei souveräne Zweisatzsiege ein. Und auch Oliver Majer (TV Metjendorf) musste sich im Viertelfinale überaus deutlich mit 1:6, 0:6 geschlagen geben. Im Finale wartete dann mit Andreas Busch vom Ottersberger TC erwartungsgemäß der haushohe Favorit auf Nils Gimsa.

Der Falkenberger, der aktuell mit LK9 aufschlägt, traf hier auf die Nummer 172 der deutschen Herren-50-Rangliste. Als großer Außenseiter lieferte Gimsa dennoch einen packenden Kampf mit vielen langen Ballwechseln. Beim Stand von 3:3 im ersten Satz musste die Partie wegen Regens unterbrochen werden. Diese Pause nahm Gimsa den Schwung. Andreas Busch sicherte sich den ersten Durchgang mit 6:3. Danach warf der Falkenberger noch mal alles rein und erspielte sich mehrere Breakchancen. Aber es reichte nicht, um den Favoriten zu bezwingen.

„Am Ende war er einfach ausgebuffter und hat in den entscheidenden Situationen die besseren Bälle gespielt“, lobte Gimsa seinen Gegner nach der 3:6, 4:6-Niederlage. Der Turnierverlauf macht den Falkenberger Spielern dennoch Mut für Nordostdeutschen Meisterschaften. Diese beginnen am Donnerstag in Bremen – und Nils Gimsa und Marcus Klahn wollen auch dort wieder weit kommen.

Ebenfalls bei den Herren 50 ging Henryk Wisniewski (TV Scharmbeckstotel) bei den 11. Weser-Park-Open an den Start, allerdings bei den Leistungsklassen 18 bis 23. Dort spielte sich Wisniewski mit zwei eng umkämpften Dreisatzsiegen ins Finale, wo er dann aber Thorsten Bartsch von der TG Uesen mit 0:6 und 2:6 den Vortritt lassen musste.

Bei der Konkurrenz der Herren 40 schaffte es Arndt Sonntag (TC Grasberg) bis ins Halbfinale. Nach einem deutlichen Auftaktsieg setzte er sich Sonntag gegen den vier Leistungsklassen stärker eingestuften und an Position zwei gesetzten Thorsten Niemann (TV Bremen) mit 6:1, 1:6, 10:4 durch. Im Halbfinale war dann aber Endstation.

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