Reaktionen zum Tischtennis-Saisonabbruch

Landesliga Damen: DTTB-Urteil für keinen eine smarte Lösung

Sie müssen das Ganze erst einmal sacken lassen. Jede für sich. Innerhalb der Mannschaft haben die Tischtennis-Damen des FSC Stendorf jedenfalls noch nicht über die Entscheidung des DTTB gesprochen.
03.04.2020, 08:42
Lesedauer: 2 Min
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Landesliga Damen: DTTB-Urteil für keinen eine smarte Lösung
Von Dennis Schott
Landesliga Damen: DTTB-Urteil für keinen eine smarte Lösung

Melanie Scholze steht mit dem FSC Stendorf als Absteiger fest.

Sandra Brockmann

Sie müssen das Ganze erst einmal sacken lassen. Jede für sich. Innerhalb der Mannschaft haben die Tischtennis-Damen des FSC Stendorf jedenfalls noch nicht über die Entscheidung des DTTB gesprochen. Aber seit Dienstagabend ist es traurige Gewissheit: Sie stehen als Absteiger der Landesliga Lüneburg fest. Gänzlich ausschließen konnten sie dieses Szenario zwar nicht, und dennoch zeigt sich FSC-Spielerin Melanie Scholze überrascht. Sie hält schlicht und ergreifend fest: „Für uns ist das ärgerlich.“

Und das in durchaus mehrfacher Hinsicht. Schließlich stand zumindest im Raum, als Grundlage zur Wertung der Saison die abgeschlossenen Vorrunden heranzuziehen. Ein Lösungsvorschlag, mit dem sich die Stendorferinnen durchaus hätten anfreunden können, wären sie doch als Rangsiebte sicher in der Landesliga geblieben. Zum anderen hätte der FSC Stendorf trotz der bislang schwachen Rückrunde noch aus eigener Kraft zumindest den Relegationsplatz erreichen können. Zwei der drei verbleibenden Spiele sollte der Landesligist gegen unmittelbare Konkurrenten austragen.

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Ob die Stendorferinnen den Turnaround tatsächlich geschafft hätten, steht freilich auf einem anderen Blatt. Aber der Chance, sich zu retten, wurden sie definitiv beraubt. Und inwiefern der Abstieg in die Bezirksliga Konsequenzen nach sich zieht, bleibt abzuwarten. Im Moment gäbe es Wichtigeres, meint Melanie Scholze zwar. Und vieles sei derzeit einfach nur spekulativ. Abgänge in der Mannschaft hält sie indes für „vielleicht möglich“.

Daniela Lilienthal kann, bei aller Freude über den eigenen Klassenerhalt, mitfühlen. „Jetzt die Saison zu werten, ist ungerecht“, sagt die Tischtennisspielerin des FC Hambergen, einem direkten Konkurrenten des FSC. „Uns ist letztlich zugute gekommen, dass wir gegen den Tabellenletzten Steinbeck-Meilsen schon gespielt haben“, erklärt Lilienthal weiter. So schoben sich die „Zebras“ auf den Relegationsplatz vor, der trotz anfänglicher Unklarheit zum Ligaverbleib berechtigt. Gleichzeitig ersparen sie sich das Derby gegen des FSC Stendorf, das die Hambergerinnen im Falle einer Niederlage stärker in den Abstiegssog hätte führen können.

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Und trotzdem: Eine smartere Lösung wäre gewesen, die Saison nach dem Stand der Vorrunde zu werten, findet Daniela Lilienthal. „Dann hätte jeder gegen jeden zumindest einmal gespielt“, so Lilienthal, für deren Team sich auch auf dieser Grundlage nichts geändert hätte. Denn auch da hatte der FCH den Relegationsplatz inne. „Für uns ist es schon sehr wichtig, in der Landesliga zu bleiben. Ein Abstieg hätte sich stark auf unsere Motivation ausgewirkt, denke ich“, meint Lilienthal.

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