Ulla Mehrtens berät Schwangere und frisch gebackene Eltern

Sprechstunde bei der Familienhebamme

Hagen. Der Raum ist gut geheizt, Wickelunterlage, Babywaage, Feuchttücher & Co. liegen bereit, Informationsbroschüren warten auf ihre Verteilung.
30.12.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andrea Grotheer
Sprechstunde bei der Familienhebamme

Jeden dritten Donnerstag im Monat ist Familienhebamme Ulla Mehrtens zur Sprechstunde im Hagener Hort anzutreffen.

Andrea Grotheer

Der Raum ist gut geheizt, Wickelunterlage, Babywaage, Feuchttücher & Co. liegen bereit, Informationsbroschüren warten auf ihre Verteilung. Ulla Mehrtens hat alles vorbereitet für die offene Hebammensprechstunde, die ab sofort jeden dritten Donnerstag im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr im Hagener Hort neben dem Rathaus (Burgallee 3) stattfindet.

„Wir wollen eine Anlaufstelle vor Ort für Schwangere und Eltern von Neugeborenen schaffen und besonders für die Frauen da sein, die nicht mobil sind“, sagt die Familienhebamme. In der Schwangerschaft und nach Abschluss der regulären Nachsorge acht Wochen nach der Geburt eines Kindes steht sie kostenlos und unverbindlich für Fragen rund um Schwangerschaft und Baby bis zu einem Alter von etwa einem Jahr zur Verfügung. „Geplant ist eine Unterstützung im Stile der früheren Mütterberatung, ich wiege, messe und beantworte Fragen zur Ernährung“, so Ulla Mehrtens.

Noch vor 30 Jahren habe es eine mehrwöchige, durch die Krankenkassen finanzierte Nachsorge, wie sie heute angeboten wird, gar nicht gegeben. „Damals ging man – als Alternative zum Kinderarzt, den es auf dem Lande auch nicht gab – zur Gemeindeschwester“, erklärt die dreifache Mutter. Ein „Dreh- und Angelpunkt“ möchte sie sein. „Ich gebe auch Informationen zu finanziellen Aspekten wie dem Elterngeld und verweise an zuständige Stellen.“ Zu ihrer Arbeit als Familienhebamme für die Awo-Jugendhilfestation gehört auch die aufsuchende Hilfe: „Gerade sehr junge Mütter, Alleinerziehende oder Familien mit Migrationshintergrund benötigen oft Unterstützung“, so die 44-Jährige, die seit gut einem Jahr für die Awo im Einsatz ist. Freiberuflich betreibt sie zudem eine Hebammenpraxis im Kulturzentrum Alte Schule in Stotel.

Das Angebot der offenen Hebammensprechstunde zählt zu den „Frühen Hilfen“, einem Vorsorge-Programm, das aus Bundesmitteln finanziert wird. Träger der Aktion ist die Awo-Jugendhilfestation Hagen, deren Leiterin Heike Lahrmann auch die Koordination übernommen hat. „Man will hier vorbeugend ansetzen und dafür sorgen, dass Eltern, die ein Kind erwarten oder gerade bekommen haben, Ansprechpartner finden“, erklärt sie. „Zu den präventiven Maßnahmen im Rahmen der „Frühen Hilfen“ gehören auch Begrüßungsbesuche bei Familien mit Neugeborenen, außerdem gibt es in Zusammenarbeit mit den Familienzentren Krabbelgruppen für Kinder bis 18 Monate in der Krippe in Stubben, im Hagener Nestwerk und im Familienzentrum Stotel“, ergänzt Lahrmann.

Bei der Hebammensprechstunde in Hagen ist das kommunale Bildungsnetzwerk LernOrt mit im Boot. Die nächste offene Hebammensprechstunde in Hagen findet am Donnerstag, 15. Januar statt. Auch in den Gemeinden Beverstedt und Loxstedt ist Familienhebamme Ulla Mehrtens anzutreffen. An jedem ersten Donnerstag im Monat ist sie in Beverstedt (Rathaus), an jedem zweiten Donnerstag im Monat in Loxstedt (Jugendhaus Dünenfährstraße 4), jeweils von 9.30 bis 11.30 Uhr.

Informationen gibt es bei der Jugendhilfestation in Hagen unter Telefon 0 47 46 / 72 680.

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