Bremer Landesjugendorchester Proben in der Bildungsstätte Bredbeck

Das Bremer Landesjugendorchester probt für zwei Wochen in der Bildungsstätte Bredbeck in Osterholz-Scharmbeck für seinen Auftritt am Karfreitag in Hambergen. Auf dem Programm steht ein anspruchsvolles Werk.
12.04.2022, 18:03
Lesedauer: 3 Min
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Von Christa Neckermann

Landkreis Osterholz. Einer der Gründe, weshalb das Bremer Landesjugendorchester (LJO) zur Vorbereitung seines traditionellen Osterprojektes so gern in die Bildungsstätte Bredbeck kommt, liegt darin, dass das 90-köpfige Orchester mit allen Musikerinnen, Musikern und ihren Dozenten dort allein ist und sich in den Übungsräumen konzentriert auf ihre musikalischen Vorhaben vorbereiten kann. Auch die Verpflegung sei hervorragend, wissen die jungen Musiker. „Es gibt schon seit Jahren das Gerücht, dass aufgrund der guten Küche in Bredbeck nach einem zwölftägigen Aufenthalt die Orchesterkleidung zu eng wird“, sagt Till Hoffmann mit einem Lachen.

So haben sich in einem der Übungsräume die ersten Geigen für ihre Stimmprobe zusammengefunden. Hier spitzt besonders die 18-jährige Anna Böhmer die Ohren, die als Konzertmeisterin, also Stimmführerin der ersten Geigen, im Bremer LJO für die richtigen Einsätze verantwortlich ist. Vor den jungen Leuten im Alter zwischen 14 und 25 Jahren steht Stefan Wagner, selbst als erster Geiger Konzertmeister der Hamburger Elbphilharmonie. Überhaupt gehören etliche Musiker der Elbphilharmonie während der zwölf Projekttage zu den Lehrmeistern des musikalischen Nachwuchses.

Dozenten von der Elbphilharmonie

Die Bratschen etwa werden von Gabriel Uhde unterrichtet, bei ihm erhält der 27-jährige Till Hoffmann Unterricht. Valentin Priebus verleiht den Cellisten den letzten Schliff. „Wir sind sehr dankbar, dass sich sowohl Gabriel Uhde als auch Valentin Priebus so für unsere Projekttage engagieren – und das, obwohl sie selbst noch berufliche Verpflichtungen hatten, zu einem Konzert reisten und dann nachts wieder zurück nach Bredbeck kamen“, sagt Edith Fahrenholz vom Orchestermanagement des Bremer Landesjugendorchesters.

Auch die Kontrabässe werden von einem Meister aus dem Haus der Elbphilharmonie, Benedikt Kany, betreut. Bei ihm sitzt der 28-jährige Musikstudent Johannes Köppl, der sich durchaus wegen seines Alters zum „Urgestein“ des Bremer LJO zählen darf. Von seinen drei Kontrabässen hat er denjenigen mit den fünf Saiten nach Bredbeck mitgebracht, weil sich damit im Sinfonieorchester der Tonumfang nach unten erweitern lässt.

Im Übungsraum der Blechbläser passt Posaunist Michel Schwalgin besonders gut auf, wenn Dozent Jens Plücker Tipps und Ratschläge gibt, immerhin ist Plücker Solo-Hornist bei der Elbphilharmonie. Die Holzbläser werden von Marco Thomas vorbereitet, der als Dozent an der Bremer Hochschule für Künste wirkt.

Herausforderung Bruckner

Zum ersten Mal spielt die 14-jährige Lina Donderer beim Bremer Landesjugendorchester mit. Sie lernt mit den anderen zweiten Geigen bei Immanuel Willmann, Mitglied der Bremer Philharmoniker, worauf es als Orchestermusiker ankommt.

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Mit Anton Bruckners achter Sinfonie nimmt sich das LJO eines musikalischen Schwergewichts an, einem wahrlich monumentalen Werk von 80-minütiger Dauer. Edith Fahrenholz berichtet, dass sie von anderen Jugendorchestern auf die „Herausforderung Bruckner“ angesprochen wurde: „Da wagt ihr euch ran?“ „Und ohne Pause!“, wie Edith Fahrenholz betont. Doch der künstlerische Leiter des Landesjugendorchesters, Stefan Geiger, der 1996 die Leitung übernahm, traut seinen jungen Musikerinnen und Musikern zu, die Herausforderung nicht nur anzunehmen, sondern auch bestens zu erfüllen.

Info

Das Konzert am Karfreitag, 15. April, in der Uwe Brauns-Halle in Hambergen beginnt um 19 Uhr, Anke Fiedler von der Touristikagentur Teufelsmoor Worpswede-Unterweser weist besonders darauf hin, dass bis zur Einnahme des Sitzplatzes Maskenpflicht besteht. Karten für das Konzert gibt es im Vorverkauf im Rathaus Hambergen zum Preis von acht Euro (bis Donnerstagmittag) oder beim OSTERHOLZER KREISBLATT, Bördestraße 9 in Osterholz-Scharmbeck, Telefon 04791/ 30 34  35, www.weser-kurier.de/tickets, zum Preis von zehn Euro.

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