Klimaschutz Stadtwerke fördern Umwelt-Projekte

Mit insgesamt 16.000 Euro unterstützt der Versorger Projekte von vier Vereinen, die ihren CO2-Ausstoß verringern wollen. Sie hatten unterschiedliche Ideen.
08.09.2022, 17:10
Lesedauer: 3 Min
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Von Christa Neckermann

Osterholz-Scharmbeck. Zum vierten Mal in Folge suchten die Osterholzer Stadtwerke in diesem Jahr Projektideen von Vereinen, die dabei helfen, CO2 einzusparen. Bewerben konnten sich ab Februar 2022 Bürger, Vereine und Institutionen. Das förderfähige Projekt soll zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beitragen, gemeinnützig sein und möglichst viele Menschen profitieren lassen. Außerdem sollte es innerhalb von zwei Jahren umgesetzt werden.

„Wir freuen uns über neue Ideen und das große Engagement der Bewerber für den Klimaschutz“, erklärt Carolin Novak aus dem Marketing-Team der Osterholzer Stadtwerke. Die Einrichtungen konnten sich schriftlich bei den Stadtwerken bewerben und dann auf der Webseite des Unternehmens ihre Energiespar-Projekte vorstellen. Danach hatten die Kunden das Wort: Sie konnten abstimmen, welche Projekte gefördert werden sollen. Die prozentuale Anzahl der Stimmen entschied dann auch über den Anteil an der Fördersumme in Höhe von 16.000 Euro.

Kunden der Stadtwerke konnten abstimmen

Über 300 Kunden hätten ihre Stimme für ihr regionales, gemeinnütziges Lieblingsprojekt abgegeben, sagte Novak, und da in diesem Jahr nur vier Bewerber ihre Vorschläge eingereicht hätten, entfielen auf die einzelnen Projekte nennenswerte Summen.

Das Fördergeld unter dem Motto „Weil es keinen Planeten B gibt“ stammt aus dem Ökostrom-Fonds der Stadtwerke. Von jeder verbrauchten Kilowattstunde aus Wind- oder Wasserkraft fließen 0,025 Cent in den Topf für Klimaschutzprojekte im Landkreis Osterholz.

In diesem Jahr entfielen mit 39,22 Prozent die meisten Kundenstimmen auf das Projekt der TuSG Ritterhude, dessen Vorsitzender Volker Guttmann in die Hauptstelle der Osterholzer Stadtwerke gekommen war.

Flutlichtanlage mit LED

„Auf dem Jahnsportplatz in Ritterhude muss eine neue Flutlichtanlage installiert werden. Diese soll gleich mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Die Gesamtkosten für die notwendigen neuen Masten und die Beleuchtung ist mit rund 100.000 Euro veranschlagt“, stellte Guttmann das Projekt seines Vereins vor.

Beeindruckend auch die Zahlen, die sich aus der Umsetzung des Projektes ergeben: So soll die jährliche Stromeinsparung aller Leuchtensysteme bei 13.465 Kilowattstunden (kWh) jährlich liegen, die durchschnittliche Stromeinsparung bei 71,93 Prozent und die CO2-Einsparung nach 20 Jahren bei 159 Tonnen. Damit erhielt der TuSG Ritterhude 6424,01 Euro an Fördermitteln.

Mit einer Beregnungsanlage mit Pumpanlage landete der TSV Meyenburg e. V., vertreten durch seine Vorsitzende Manuela Prütz, auf den zweiten Platz in der Kundengunst.

Optimale Beregnung

Der Verein will seine Sportplätze mit einer Beregnungsanlage und neueren Pumpen ausstatten. Die Anlage dient in den Sommermonaten zur Unterstützung der Beregnung beziehungsweise der Bewässerung der Rasenflächen. „Ein optimaler Rasen ist die Grundlage für ein optimales Spiel. Nicht nur in den Sommermonaten braucht der Rasen Pflege und vor allem viel Wasser. Das ist mit Schlauchwagen und Einsatzwillen der Mitglieder kaum bis gar nicht zu schaffen“, machte Manuela Pütz deutlich.

Professionelle Bewässerungssysteme sind nicht nur komfortabel und zeitsparend, sondern ermöglichen einen verantwortungsvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser.

„Wir erwarten durch die Erneuerung der Pumpen nicht nur eine enorme Einsparung von Wasser, sondern auch von Energie. Das Projekt spart etwa 50 Prozent an CO2 allein dadurch ein, dass nur nachts, und in den Hitzeperioden nur noch jeden zweiten Tag beregnet wird“, sagte Pütz. 29,34 der teilnehmenden Kunden entschieden sich für dieses Projekt und ermöglichten dem Verein damit eine Fördersumme in Höhe von 4813,23 Euro.

Mit dem Fahrrad zum Sport

Der TSV Worpswede e.V., vertreten durch Kassenführerin Rosemarie Hinrichs und dem Vorsitzenden André Ohlrogge, möchte die Vereinsmitglieder zu mehr Fahrradfahren animieren. Helfen soll dabei ein Fahrradständer nahe am Vereinsheim. Mit diesem Vorschlag kam der Verein bei den abstimmenden Kunden auf einen Stimmanteil von 18,56 Prozent.

"Der Sportverein TSV-Worpswede e.V. hat sich auf die Fahne geschrieben, möglichst viele Eltern mit Kindern, Jugendliche und junge Erwachsene, eben alle Mitglieder von jung bis alt davon zu überzeugen, das Auto stehen zu lassen und den Weg zum Sport mit dem Fahrrad zurückzulegen. Damit diese Räder dann gut abgestellt und abgeschlossen werden können, benötigt der Verein noch entsprechende Fahrradständer, die auf der Leichtathletikanlage neben dem Vereinshaus aufgestellt werden sollen“, erläuterte Ohlrogge.

Mit ihrem Stimmenanteil sicherten die Kunden dem Verein 3045,10 Euro an Fördergeldern für dieses Projekt.

Grüne Hecke geplant

Der Reitclub Tempo in Ritterhude, vertreten durch seine Vorsitzende Imke Alpers, hatte sich um Fördergelder für die Anpflanzung einer immergrünen Hecke beworben. Das Gelände des Reitvereins liegt mitten in der Bebauung und grenzt über rund 40 Meter an eine Straße. Gerüche und Staubbelastungen durch die Reitanlage bei ungünstigen Wetterlagen würden durch eine Hecke abgehalten, die umgebende Nachbarschaft wäre geschützt, erläuterte Alpers.

Der Stimmanteil von 12,87 Prozent der Kunden ermöglichte dem Reitverein eine Förderung in Höhe von 2111,93 Euro.

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