Feuerwehr-Stadtpokal Mit Tempo und Präzision zum Sieg

Beim Stadtpokal der Freiwilligen Feuerwehren hat eine der beiden Ohlenstedter Mannschaften den Sieg davongetragen.
27.06.2022, 04:00
Lesedauer: 3 Min
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Von nek

Hülseberg. Rund um das Hülseberger Vereinsheim wimmelte es von Einsatzkräften der Feuerwehr. Nein, das Vereinsheim stand nicht in Flammen, aber es  herrschte trotzdem eine hohe Konzentration und hektische Betriebsamkeit bei den Damen und Herren in Blau: Erstmals nach 2019 wieder wurde der Stadtpokal der Freiwilligen Feuerwehren Osterholz-Scharmbecks ausgetragen.

Schon 2020 wäre die Wehr aus Hülseberg Ausrichter des Wettbewerbs geworden. Nach der Corona-Zwangspause war also der Austragungsort bereits gefunden, und auf der Sitzung des Stadtkommandos im April sei es nur noch um das Datum, wie der stellvertretende Stadtbrandmeister Michael Dirschauer verriet.

Helm, Hemd und Handschuhe

„Der Stadtpokal sollte auf jeden Fall dem Wiedersehen und der Kameradschaft dienen, daher lautet die vorgeschriebene Kleiderregel für die Teams auch: Helm, Hemd und Handschuhe. Der Wettbewerb läuft zudem nach den Heimberg-Fuchs-Regeln ab“, so Dirschauer weiter. Mit einer kleinen Abweichung: Die Teams aus Gruppenführer, Melder, Maschinist und je zwei Leuten im Angriffs-, Wasser-, und Schlauchtrupp mussten das Alter ihrer Mitglieder angeben, aus dem sich dann ein Durchschnittswert errechnete, der dann gegen die festgestellten Fehler aufgerechnet wurde. So nahmen auch einige Feuerwehrleute wie Johann Beckmann, der Gruppenführer aus Garlstedt, am Wettbewerb teil, die sich schon aus dem aktiven Dienst zurückgezogen hatten.

Diesmal traten Freißenbüttel, Garlstedt, Heilshorn, Hülseberg und Ohlenstedt mit zwei Teams sowie Osterholz-Scharmbeck, Scharmbeckstotel und Teufelsmoor gegeneinander an.

Kanister als "Brandherd"

Während sich die Zuschauer um den Grill mit Bratwurst und Steakbrötchen oder den Getränkestand scharten, kuppelte die erste Gruppe bereits die vier Längen des Saugschlauches zusammen, legte einen B-Schlauch an der Tragkraftspritze bereit, führte ihn durch zwei Schlauchbrücken und brachte den Verteiler zum anderen Ende des B-Schlauchs. Dort kuppelten Angriffs-, Wasser-, und Schlauchtrupp dann jeweils zwei Längen eines C-Schlauchs an, um dann dem Bediener des Verteilers „Wasser marsch!“  zu melden. In kurzen Abständen fielen die Kanister, die hier den Brandherd darstellten.

Und manchmal ging auch etwas schief. Wenn nämlich der Wasserstrahl aus dem Rohr zu früh zu hochgehalten wurde und der Bediener am Verteiler so annehmen musste, dass der Kanister bereits gefallen sei. „Schubs‘ ihn runter, Mann!“, lautete ein freundlicher Rat vom Seitenrand, denn die Zeitnahme endete erst, wenn der letzte Kanister den Boden berührte.

"Unwiderstehliche" Technik

Die Wettkämpfe waren auch für die Kinder der Feuerwehrleute eine spannende Sache. Besonders der kleine Liam war von der Technik, die hinter dem ganzen steckt, angetan. Der Dreijährige ist auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Familie schon mit verschiedensten technischen Geräten in Kontakt gekommen, vor allen Dingen mit Treckern, und er liebt es, Papa und Opa bei der Arbeit zuzusehen. Nun war er in die Geheimnisse der Tragkraftspritze vertieft und fand die Wasserentnahmestelle, in die das Saugrohr eingetaucht werden musste, unwiderstehlich. „Er geht sicherlich zur Feuerwehr, wenn er alt genug dafür ist“, so die feste Überzeugung der Großmutter.

Kurz vor 22 Uhr standen dann die Ergebnisse fest: Den ersten Platz mit 446,44 Punkten erreichte Ohlenstedts "Erste", mit nur 3,22 Punkten dahinter kam Osterholz-Scharmbeck auf den zweiten Platz. Den dritten Platz belegte die Mannschaft aus Teufelsmoor mit 438,11 Punkten. Freißenbüttel kam mit 418,88 Punkten auf Platz vier, Ohlenstedt II kam mit 417,30 Punkten auf Platz fünf, während Garlstedt mit 414,11 Punkten den sechsten Platz erreichte. Hülseberg wurde mit 406,70 Punkten Siebter, auf Platz acht mit 394,11 Punkten war Scharmbeckstotel zu finden, und Heilshorn musste sich mit 385,11 Punkten und dem neunten Platz zufriedengeben.

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