Fußball-Bezirksliga Top-Start perfekt: SV Komet Pennigbüttel schlägt auch Bassen

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Der SV Komet Pennigbüttel lässt dem TSV Bassen beim 4:0 keine Chance - und macht schon vor der Pause alles klar.
11.08.2022, 11:13
Lesedauer: 4 Min
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Top-Start perfekt: SV Komet Pennigbüttel schlägt auch Bassen
Von Thorin Mentrup

Pennigbüttel. Malte Jaskosch brachte es auf den Punkt: "Das ist natürlich ein Top-Start für uns", sagte er nach dem 4:0 (3:0)-Erfolg gegen den TSV Bassen. Es war der zweite Sieg im zweiten Saisonspiel, nachdem seine Elf wenige Tage zuvor mit 3:1 beim TSV Fischerhude-Quelkhorn gewonnen hatte. Doch es war nicht nur das Ergebnis allein, das den "Kometen" richtig gut gefiel, sondern auch ihr Gesamt-Auftritt.

Der war in den ersten 45 Minuten sicherlich noch etwas stärker als nach der Pause, aber durchgehend auf gutem Niveau. "Wir waren defensiv stabil, haben wenig zugelassen, Alex im Tor hat gut gehalten. Im Mittelfeld haben wir gut gearbeitet und waren vor allem in der ersten Halbzeit geduldig und haben auf unsere Chancen gewartet", zog Malte Jaskosch dann auch ein positives Fazit nach der Partie. Natürlich sei Bassen ersatzgeschwächt gewesen, ergänzte er, "aber das ist mir am Ende egal". Denn das minderte die Leistung der Lila-Weißen kein bisschen.

Es war noch keine Minute gespielt, als sie das erste Mal offensiv in Erscheinung traten und Nelson Mawi, der besonders im ersten Durchgang sehr auffällig agierte, mit einer Art Seitfallzieher-Zuspiel Konstantinos Katsanos fand, der den Ball knapp am langen Pfosten vorbeilegte. Die "Kometen" machten frühzeitig klar, wie groß ihre Lust auf den siebten Pflichtspiel-Heimsieg in Folge war. Und sie spielten unbeirrt weiter nach vorne. Auffällig dabei: Die Gastgeber vernachlässigten ihre Defensivaufgaben nicht. Ein Beispiel von vielen lieferte Tim Weinmann: Der Stürmer trat in Sachen Abschlüsse vor der Pause quasi nicht in Erscheinung, machte dafür aber enorm weite Wege und half schon mal am eigenen Strafraum aus, wenn ein schneller Bassener Angriff drohte. Dann sprintete er im Vollsprint zurück, nur um nach Ballgewinn sofort wieder umzuschalten.

Weinmanns Pressing, Mawis Traumpass

Weinmann war es auch, der mit seinem energischen Anlaufen an der Basis der Führung stand. Er erzwang den Fehlpass der Gäste im Aufbau, Nelson Mawi spielte mit links einen perfekt getimten Pass in den Lauf von Konstantinos Katsanos, der sich seine zweite Gelegenheit nicht entgehen ließ. Seinen ersten Abschluss parierte Torhüter Claas Moeller zwar noch, im zweiten Versuch bugsierte Pennigbüttels Angreifer den Ball dann ins Netz (17.). Jetzt hatte Lila-Weiß erst recht Oberwasser und legte nur zehn Minuten später nach. Dieses Mal fand Weinmann auf der linken Seite mit seinem Zuspiel Katsanos, der sich bei Mawi für dessen Vorarbeit revanchierte und mit einer butterweichen Flanke dafür sorgte, dass der rechte Flügelspieler am zweiten Pfosten nur noch einköpfen musste. Pennigbüttel überzeugte auch spielerisch – auch wenn der dritte Treffer aus einer Standardsituation resultierte. Kevin Rapps Ecke von der linken Seite köpfte Joshua Zureck wuchtig ein (37.). Der Mittelfeldspieler mag nicht der Größte sein, aber er weiß sich im Kopfballspiel mit einem guten Timing durchzusetzen – schließlich war das bei Weitem nicht sein erster Treffer per Kopf.

Es war eine erste Hälfte wie aus einem Guss aus Sicht der Pennigbütteler. Nach dem Seitenwechsel agierte Bassen mutiger, die Partie war nun etwas offener, ohne dass die Gastgeber Gefahr liefen, die Kontrolle zu verlieren. "Was wir verpasst haben, war, frühzeitig das 4:0 zu machen. Dann wäre sofort Ruhe gewesen", sagte Jaskosch. Damit spielte er unter anderem auf Großchancen von Tim Weinmann an, der nach einer Flanke nicht den direkten Abschluss wählte und bei der Ballannahme letztlich zu viel Zeit verlor, oder auch von Joshua Zurek, der den Ball aus Nahdistanz über das Tor jagte. Auf der anderen Seite war Krenz nun auch ein paar Mal gefordert, löste seine Aufgaben aber souverän und ohne Wackler. 

Zelesov sinnbildlicher Treffer

Ganz besonders freute sich Jaskosch über den Treffer zum 4:0 durch Oleg Zelesov. Eine zu kurz geratene Abwehraktion der Gäste schloss er aus vollem Lauf mit einem tollen Schuss aus halbrechter Position ins lange Eck ab (80.). "Ein überragendes Tor", fand Pennigbüttels Coach. Viel wichtiger war ihm aber, dass dieser Treffer so wunderbar in die Marschroute passte, die er und das Trainerteam der Mannschaft Spiel für Spiel mit auf den Weg geben: "Das ist ja unser Kernsatz: Wir wollen mutig sein", sagte Jaskosch, der wusste: "Der Ball hätte ja auch ganz woanders hingehen können." Zelesov aber belohnte sich für den Mut und das Risiko, den Ball direkt zu nehmen und sein Glück aus dieser Position zu versuchen. Sein Tor stand sinnbildlich für den Auftritt der Gastgeber. Am Ende hätte der Sieg der Lila-Weißen sogar noch höher ausfallen können, doch unter anderem Florian Plog ließ noch zwei gute Chancen aus. Das tat der guten Laune der "Kometen" allerdings keinen Abbruch. Stattdessen erhielten sie bis zum Heimspiel am Sonntag gegen den Heeslinger SC II trainingsfrei. Eine Verschnaufpause, die sich die Mannschaft verdient hatte.

Info

SV Komet Pennigbüttel - TSV Bassen 4:0 (3:0)

SV Komet Pennigbüttel: Krenz; Zelesov, Pupat, L. van Bree, Rapp (66. Ghaderi), S. Mawi, Monsees, Zurek (79. Feder), N. Mawi (70. Thiel), Katsanos, Weinmann (70. Plog)

TSV Bassen: Moeller; Friedrich, Budelmann, Segelken, Kut, Undav (23. Saido), Braunschweig, Wiechert, Grüpmeier (46. Enßle), Riemer, Yüksel (46. Thiel)

Tore: 1:0 Konstantinos Katsanos (17.), 2:0 Nelson Mawi (27.), 3:0 Joshua Zurek (38.), 4:0 Oleg Zelesov (80.)

Schiedsrichter: Lucas Philipp Lemke (Scheeßel)  

Zuschauer: 90 THR

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