Auf Plakat und Postkarte Naturfotografie in Erstauflage

Viele Jahre hat der Hobbyfotograf Rolf Metzing im Verborgenen gewirkt: Nun werden seine Aufnahmen von Menschen und Natur erstmals veröffentlicht - auf Plakat und Postkarte.
28.11.2022, 19:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Friedrich-Wilhelm Armbrust

Osterholz-Scharmbeck. Wollgras im Hamberger Moor, Sonnentau im Niedersandhauser Moor und Kühe im Morgennebel im Teufelsmoor: Unter anderem diese Fotos dürften Augen und Herz der Betrachter erfreuen. Der Hobbyfotograf Rolf Metzing ist Urheber dieser Aufnahmen. Nun sollen diese und weitere Fotos in einer Edition mit dem Titel „Nostalgie“ erstmals veröffentlicht werden. Ziel ist es, die Region stärker ins Blickfeld der Menschen zu rücken. In einem Gespräch mit der Redaktion stellt Rolf Metzing seine Fotos vor.

Breite Beteiligung

Das Projekt haben Anja Kalski, Vorsitzende des Klosterholz-Vereins, und Manfred Kück vom Nabu auf den Weg gebracht. Dafür haben sie eigens die „Teufelsmoor Manufaktur“ gegründet. Ihn verbinde mit Rolf Metzing eine langjährige Bekanntschaft, sagt Manfred Kück. Er habe ihn einmal gefragt: „Was machst du  denn eigentlich mit deinen vielen Bildern?“ Da seien doch „echte Schätze“ dabei, so Kück. „Das wäre doch schade, wenn die im Schrank verstaubten.“ Rolf Metzing habe ihm geantwortet, dass er seine Bilder gern zur Verfügung stellen wolle, wenn es der Natur zugutekomme. So sei eines zum anderen gekommen. Einen besonderen Dank hat Initiator Manfred Kück für die Ukrainer Yuliia Manoilo und Dmytro Turchenko parat. Beide hätten die Kunstkarten konfektioniert und mit Schleifen umbunden.

"Eine besondere Zuneigung"

Auch die Stadt Osterholz-Scharmbeck und die Samtgemeinde Hambergen sind in das Projekt eingestiegen. Das Ziel sei, die Teufelsmoorregion zu stärken und in das Blickfeld der Menschen zu rücken, erläutert Samtgemeindebürgermeister Gerd Brauns. Metzing habe mit seine Fotos „eine besondere Zuneigung“ zu seinen Motiven bewiesen.

„Diese Kunstkarten mit Fotografien von Rolf Metzing sind attraktive Botschafter für unsere Stadt und Gemeinden“, betont Osterholz-Scharmbecks Bürgermeister Torsten Rohde. Sie würden sich auch gut als Willkommensgruß für Menschen eigenen, die als Besucher in die Stadt kämen. Darüber hinaus freut Rohde, dass so das „alte Medium Postkarte“ wieder zum Einsatz kommen könne. Ruhig einmal eine Postkarte zu schreiben, sei die Möglichkeit, „weg vom Unpersönlichen zu kommen“, ist Rohde überzeugt.

Erinnerungen an 1960er-Jahre

Metzing selbst erinnert daran, dass es zu seiner Zeit, als er Mitte der 1960er-Jahre mit dem Fotografieren begann, noch keine Digitalfotografie gegeben habe. „Da habe ich noch analog fotografiert, musste gezielt beobachten und auch haushalten.“ Denn pro Film hätten nur 36 Aufnahmen zu Verfügung gestanden. Auch habe bei Außenaufnahmen viel davon abgehangen, wie das Wetter gewesen sei. Viele seiner Fotos würden zufällig entstehen, sagt der Settenbecker, der gelernter Buchdrucker ist. Da habe es zum Beispiel einmal einen schwarzen Milan gegeben, der sich einfach auf die Straße gesetzt habe. Diesen Schnappschuss konnte er sich damals nicht entgehen lassen, so Metzing.

Wenn er mit dem Fahrrad unterwegs sei, habe er immer seine Kamera dabei, erläutert der 84-Jährige. Daneben mache er sich auch gezielt auf den Weg. Dieser führe ihn zum Beispiel nach Verlüßmoor, um dort Kraniche zu fotografieren.

Fotopirsch im Moor

„Dann habe ich ein Tarnnetz dabei. Ich warte und sitze da dann ein paar Stunden.“ Generell liebe er Motive aus der Natur, sagt Metzing. „Das liegt wohl daran, dass ich in Buschhausen aufgewachsen bin", ist der Fotograf überzeugt. "Da konnten wir damals noch viel draußen herumtoben."

Das Plakat oder das Zehner-Set an Postkarten gibt es für jeweils zehn Euro zu kaufen. Fünf Euro des Kaufpreises gehen an die Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) und an den Klosterholz-Verein. Die Karten sind unter anderem erhältlich in der Buchhandlung "Die Schatulle", im Rathaus Hambergen, beim Nabu oder unter www.teufelsmoor-manufaktur.de.

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