Duelle in Pennigbüttel Eine ganze Ortschaft auf den Beinen

"Rollator gegen Laufrad" war ein ungewöhnlicher Dorfwettbewerb überschrieben, den sich die Pennigbütteler ausgedacht hatten. Er avancierte zum Publikumsmagneten.
03.10.2022, 21:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christa Neckermann

Pennigbüttel. Als die Verantwortlichen des Rennens "Laufrad gegen Rollator" aus dem Fenster blickten, schien die Welt im Regengrau versunken zu sein. Ob denn nun auch alle gemeldeten Rennteilnehmer an der liebevoll aus Strohballen und Verkehrspylonen aufgebauten Strecke erscheinen würden?

Vier mit Rollator

Aber da brauchte sich niemand Sorgen zu machen. Wenn es um einen Spaß in der Ortschaft geht, sind die Pennigbütteler immer „mittenmang“. In der Disziplin „Laufrad/Roller“ hatten sich im Vorfeld bereits 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, spontan kamen dann noch einmal fünf weitere Kinder dazu. In der Kategorie „Rollator“ waren es  immerhin sieben Interessierte gewesen, von denen dann jedoch nur vier auf die Strecke gehen konnten, da drei erkrankt waren. „Wir sind aber im nächsten Jahr dabei!“, versicherten Silke Klezath-Ottke, die mit ihrer Tochter Kristin maßgeblich am Erfolg der Veranstaltung beteiligt war.

„Es war wunderbar, zu sehen, wie diszipliniert unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren“, freute sich Klezath-Ottke. Besonders die jüngeren Kinder hatten verstanden, dass immer nur ein Teilnehmer den Parcours befahren sollte. Dafür durften alle anderen enthusiastisch vom Rand her anfeuern. Das wurde auch weidlich ausgenutzt, und so war es kein Wunder, dass so mancher der jugendlichen Teilnehmer geradezu von Anfeuerungsrufen getragen durch den Parcours sauste.

Gestartet wurde in vier Kategorien: Laufrad – zwei bis drei Jahre sowie vier bis sechs Jahre und Roller – sieben bis zehn Jahre. In der Kategorie „Rollator“ durften Teilnehmer zwischen 65 und 100 Jahren an den Start gehen. „Jüngster“ Teilnehmer war hier Reinhard Müller, der gemeinsam mit Erika Herling einen „Doppeldecker“ auf die Strecke brachte – Müller schob, während Herling es sich auf der Sitzfläche des Rollators gemütlich machen konnte.

Eierlaufen und Dosenwerfen

Wer gerade nicht auf oder an der Strecke zu tun hatte, konnte sich an den aufgebauten Ständen bei Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Kaltgetränken erfrischen  – oder Kraft für den Start tanken. Erst, als alle Rennen abgeschlossen waren, wurden dann auch die anderen Attraktionen des Vormittags – Eierlaufen, Dosen- und Ringewerfen – ausgeführt. Alle Beteiligten hatten sichtlich Freude an diesem ungewöhnlichen Dorfwettbewerb, konnte Silke Klezath-Ottke befriedigt feststellen. „Wir sind angesprochen worden, dass wir das Laufrad-gegen-Rollator-Rennen auch im nächsten Jahr stattfinden lassen sollen – aber mit einer neuen Alterskategorie: 40 bis 64 Jahre!“

Das freut besonders die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner. In der Laufrad-Kategorie zwei bis drei Jahre siegte Ilja, bei den Vier- bis Sechsjährigen war Jasper der Schnellste gewesen, und bei den Sieben- bis Zehnjährigen (in der Kategorie Roller) hatte Lars die Nase vorn gehabt. Bei den Rollator-Rennfahrerinnen siegte Giesela Ottke souverän.

Nachmittag im Hasenhotel

Die schnellsten Kinder dürfen sich nun über einen Abenteuer-Nachmittag im Hasenhotel Pennigbüttel inklusive Picknick freuen. Aber auch alle anderen Kinder gingen nicht mit leeren Händen nach Hause: „Jedes teilnehmende Kind bekommt einen kleinen Gewinn“, versichert Kristin Klezath.

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