Erweiterungspläne für Lebensmittelgeschäft in Hambergen

Supermarkt will wachsen

Dieter Schloen will erweitern. Der Eigentümer des unter dem Namen seiner Familie bekannten Supermarktes will mit seinem Pächter Bernd Sackmann die Verkaufsfläche vergrößern.
03.11.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Supermarkt will wachsen
Von Brigitte Lange

Dieter Schloen will erweitern. Der Eigentümer des unter dem Namen seiner Familie bekannten Supermarktes will mit seinem Pächter Bernd Sackmann die Verkaufsfläche vergrößern. Eine Vorskizze des dafür benötigten Bebauungsplanes stellte nun das Planungsbüro während des Fachausschuss der Öffentlichkeit vor.

1100 Quadratmeter misst die Verkaufsfläche des Edeka-Lebensmittelgeschäfts in Hambergen. Zu wenig, um auf lange Sicht mit den drei Discountern am Ortseingang konkurrieren zu können, befürchten Inhaber Dieter Schloen und sein Pächter Bernd Sackmann. Seit Monaten feilen sie mit Planern und Architekt an Erweiterungsplänen. Frühzeitig haben sie sich mit Verwaltung und Behörden ins Benehmen gesetzt, ihre Möglichkeiten abgeklopft. Nun wagten sie den Schritt an die Öffentlichkeit: Johannes Hellbrügge vom Planungsbüro Instara stellte dem Umwelt-, Wege-, Bau- und Planungsausschuss eine Ideenskizze zu dem Vorhaben vor. Einen Vorentwurf zum nötigen Bebauungsplan.

„Seit drei Jahren etwa spreche ich davon“, berichtete Bauherr Dieter Schloen auf Nachfrage der Redaktion. Der Edeka-Konzern sei schon länger am Drängeln gewesen. Dann hätten die Discounter im Ort nachgebessert. „Wir stehen unter Druck“, ergriff der Eigentümer auch für seinen Pächter Bernd Sackmann das Wort. „Als Supermarkt sollten wir nicht der kleinste Markt am Ort sein.“

Entsprechend erklärt Planer Johann Hellbrügge dem Gremium: „Planungsziel ist es, den Standort zu sichern.“ Dazu soll die Verkaufsfläche um 500 auf 1600 Quadratmeter erweitert werden. So könne das Geschäft zu einem Vollsortimenter ausgebaut werden. Der Wunsch von Eigentümer und Pächter. Sie sehen darin die Zukunft des Unternehmens, die Chance, sich ihren Platz am Markt zu sichern. Aber mit einer Verkaufsfläche von 1100 Quadratmetern – wie bisher – könnten sie dieses Vorhaben nicht realisieren, erklärte Hellbrügge.

Dieter Schloen wies im Gespräch mit der Redaktion außerdem darauf hin, dass es auch um geänderte Anlieferungsbedingungen gehe; die Technik müsse an diese Bedingungen so angepasst werden, dass die Kühlkette aufrecht erhalten bleibt. „Das muss gewährleistet sein“, betonte Schloen.

Planer Johann Hellbrügge ging während der Sitzung weiter auf die Pläne ein. So werde sich im nördlichen Bereich zwischen Geschäft und Gatzenweg kaum etwas ändern. Die Parkplätze würden bleiben, allerdings werde wohl das dazwischen angelegte Grün „neu strukturiert“. Die Zahl der Parkbuchten selbst bleibe gleich. Dieter Schloen erklärte daraufhin, dass sie bereits beim Neubau der benachbarten Volksbankfiliale einige neue Stellplätze geschaffen hätten.

Die bauliche Erweiterung des Marktes soll auf der südlichen Seite – also zur Hauptstraße hin geschehen. Hauptgrund dafür sei der innere Aufbau des Marktes, Kühl- und Lagerräume. Die Anlieferung der Waren soll an dieser Seite des Hauses geschehen. Neu daran: Die Lkw würden künftig beim Anliefern nicht mehr die Straße blockieren sondern auf dem Grundstück – parallel zur Hauptstraße – ans Gebäude ranfahren. In einer Art Vorbau, der die Waren vor Regen und die Anwohner vor Lärm schützen soll, werden die Laster dann ausgeladen. Um all das in die Tat umsetzen zu können, musste Dieter Schloen Haus Nummer drei an der Hauptstraße erwerben. Der Garten wird für die Erweiterung benötigt.

Seit Ende der 1950er-Jahre gibt es den Supermarkt in Hambergen. Die ersten Jahre wurde er von Dieter Schloens Eltern geführt. Dann übernahmen er und seine Frau Ilse das Geschäft bis sie das Gebäude im Frühjahr 2013 an Bernd und Sigrid Sackmann verpachteten. „Als wir das Geschäft von meinen Eltern übernahmen, hatten wir eine Verkaufsfläche von 80 Quadratmetern“, berichtete Dieter Schloen. Drei Erweiterungen habe es seitdem gegeben. Alle wurden nach Paragraf 34 realisiert. Vereinfacht gesagt bedeutet das, die Bauten mussten sich in die Umgebung einfügen. Der nun geplante Anbau soll auf der Basis des neuen Bebauungsplanes realisiert werden. Wie Hellbrügge erklärte, sei dieser bisher nur eine Ideenskizze.

Dieter Schloen hofft trotzdem, dass das Projekt zügig voranschreitet. „Es wäre schön, wenn wir im Frühjahr mit dem Bau beginnen und im Herbst fertig sein könnten.“ Der Betrieb werde während der Bauphase weitergehen, versicherte er. Wenn überhaupt, müsse das Geschäft erst ganz zum Ende der Arbeiten für wenige Tage geschlossen werden.

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