Skipper mit Saison zufrieden / Gefährte ins 'Trockendock' gebracht Torfkähne machen Pause

Landkreis Osterholz. Nun liegen 'Weyerbarg', 'Jan vom Moor', 'Jan Torf', 'Us Heinz' und die weiteren drei Kähne der Adolphsdorfer Torfschiffer wieder im 'Trockendock' - die Saison ist zu Ende. Jetzt wurden die Kähne im Worpsweder Hafen unweit des Anlegers Neu Helgoland per Kran auf Anhänger verladen und in ihr rund zehn Kilometer entferntes Winterquartier in Adolphsdorf transportiert. Dort wartet nun noch einige Arbeit auf die Skipper.
20.10.2010, 05:00
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Torfkähne machen Pause
Von Michael Rabba

Landkreis Osterholz. Nun liegen 'Weyerbarg', 'Jan vom Moor', 'Jan Torf', 'Us Heinz' und die weiteren drei Kähne der Adolphsdorfer Torfschiffer wieder im 'Trockendock' - die Saison ist zu Ende. Jetzt wurden die Kähne im Worpsweder Hafen unweit des Anlegers Neu Helgoland per Kran auf Anhänger verladen und in ihr rund zehn Kilometer entferntes Winterquartier in Adolphsdorf transportiert. Dort wartet nun noch einige Arbeit auf die Skipper.

Die 14 'Kapitäne' des Torfschiffer-Vereins waren in der zurückliegenden Saison mit sechs Kähnen vom Anleger Neu Helgoland zu ihren Touren gestartet. Mit einem Kahn wurde von einem neuen Anleger beim Gasthaus 'Tietjens Hütte' losgeschippert. Hinter ihnen liege eine 'normale' Saison, sagt Klaus Feldmann. Wie viele Touren genau gefahren wurden, hat Feldmann nicht im Kopf, so 300 bis 400 seien es gewesen, damit sei das Torfschiffer-Jahr 2010 'nicht schlechter und nicht besser als sonst' verlaufen, so der Sprecher der Adolphsdorfer im Rückblick.

Jetzt müssen 'Us Heinz' und die anderen Kähne der Adolphsdorfer erstmal trocken werden, erläutert Feldmann. Namenspate für 'Us Heinz' ist Heinz Wrieden, der den Verein Adolphsdorfer Torfschiffer vor 27 Jahren ins Leben rief. Wrieden starb Mitte dieses Jahres im Alter von 80 Jahren - die Taufe des 'Us Heinz'-Kahns habe er noch erlebt, so Feldmann.

Etwa in der Zeit von Februar bis April werden die Torfkähne generalüberholt - alle Kähne werden abgeschliffen und neu gestrichen, die Spuren der vergangenen Saison getilgt, nötige Reparaturen erledigt, erzählt Feldmann. Nur um die Motoren kümmern sich die Skipper nicht selbst, die technische Wartung übernimmt eine Fachfirma, unterstreicht der Vereinssprecher. Bis zu 16 Passagiere können in einem Torfkahn mitfahren, so Feldmann - im Schnitt hätten die Adolphsdorfer in der Saison 2010 etwa 13 bis 14 Gäste pro Tour an Bord begrüßen können.

Auch 'Ützepogg', der Torfkahn des Landkreises Osterholz, ist in Neu Helgoland aus dem Wasser geholt worden, um in den Wintermonaten überholt zu werden. Die Kähne des Osterholz-Scharmbecker Stadtmarketings haben das nasse Element bereits länger verlassen - 'Moorhexe', 'Moorgeist' und 'Moorteufel befinden sich seit dem 6. Oktober in ihrem Winterquartier. Die zurückliegende Torfkahn-Saison 2010 sei 'zufriedenstellend' gewesen, bilanziert Stadtmanager Matthias Renken - insgesamt hätten Obmann Uwe Georgi und seine Skipper-Kollegen 206 Touren absolviert. Das sei eine Steigerung gegenüber 2009 um 18,4 Prozent, so Renken.

Auch die Torfkähne des Stadtmarketings werden im Winter generalüberholt - ein neuer Anstrich ist dabei wie bei den Kähnen der Adolphsdorfer inklusive. Obmann Georgi und seine Skipper leisten die 'Renovierungsarbeit' ehrenamtlich.

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