Beim Volkstanzturnier belegt die Grasberger Landjugend erste Plätze / Weniger Teilnehmer als früher Traditionspflege in Trachten

Worpswede·Hepstedt. Die Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus Grasberg und Breddorf sind wieder mittendrin: mittendrin im Turnier. Sie und andere Landjugend-Gruppen wirbeln in ihren Trachten auf dem Parkett herum und erfreuen im Schützenhof Hüttenbusch das Publikum. Die traditionsbewussten Jugendlichen präsentieren auf Einladung der Hepstedter Landjugend mit ihrem Volkstanz ein Stück norddeutsches Brauchtum.
14.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Irene Niehaus

Worpswede·Hepstedt. Die Volkstänzerinnen und Volkstänzer aus Grasberg und Breddorf sind wieder mittendrin: mittendrin im Turnier. Sie und andere Landjugend-Gruppen wirbeln in ihren Trachten auf dem Parkett herum und erfreuen im Schützenhof Hüttenbusch das Publikum. Die traditionsbewussten Jugendlichen präsentieren auf Einladung der Hepstedter Landjugend mit ihrem Volkstanz ein Stück norddeutsches Brauchtum.

Sechs Landjugend-Gruppen hatten sich am Sonnabend auf die Fahrt nach Hüttenbusch gemacht - aus Frelsdorf, Driftsethe und Walsrode. Die Breddorfer und Grasberger hatten den kürzesten Anfahrtsweg, und die Rethemer trudelten eine Stunde später ein, weil sie sich verfahren hatten.

Pokale mit abnehmbarem Deckel

An diesem Nachmittag sahnten die Grasberger wieder mal mächtig ab. Mit dem Tanz "Mühlradel" landeten sie beim Wettstreit um Ehre und Pokale in der Gruppe B auf dem ersten Platz, mit "Schwedisch Schottisch" in der Gruppe A auf dem zweiten. Die jungen Frauen und Männer aus Breddorf überzeugten ebenfalls und belegten mit der "Jäcker Quadrille" in der Gruppe B den dritten Platz. Preise gingen auch an die vier besten Walzerpaare: Da heimsten die Grasberger drei weitere Trophäen ein.

Die Pokale, das wissen Insider, müssen einen abnehmbaren Deckel haben, damit man schön aus ihnen trinken kann. Insgesamt 14 Auftritte zu Musik aus dem CD-Player standen an dem Nachmittag auf dem Programm. In den Pausen zeigten die Hepstedter Oldies, dass sie in Sachen Volkstanz noch nichts verlernt haben und viel Schwung an den Tag legen können. Die Damen in rotem Oberteil und schwarzem Rock mit blauer Schürze, die Herren in schwarzer Hose und roter Weste über weißem Hemd - so wirbelten sie übers Parkett. "Es war eine schöne Veranstaltung mit einer schöner Stimmung", sagt Friederike Blanken, die Vorsitzende der Landjugend Hepstedt auch mit Blick auf den langen Abend. Bis spät in die Nacht tanzten die Landjugend-Gruppen und andere Gäste zur Musik der "Kombo O".

Jede Landjugend, in der Mitglieder tanzen, richtet alle zwei Jahre das Turnier aus. Jetzt waren die Hepstedter an der Reihe, in der kommenden Woche, am 19. März, sind die Grasberger dran. Am Wettbewerb selbst nehmen die Organisatoren nicht teil. Früher hätten sich mehr Gruppen zu solchen Veranstaltungen angemeldet, bedauert Friederike Blanken. Auch sei das Spektrum der Tänze kleiner geworden. Und tanzten früher etwa 20 Paare in einer Landjugend, seien es heute gerade mal sechs bis acht. "Es ist traurig, aber es lässt sich nicht ändern", meint die 19-Jährige.Vier bis fünf Turniere absolvieren die Landjugend-Gruppen im Jahr. Vier Paare bilden einen Tanzkreis, für Formationen wie das "Mühlradel" agieren sechs oder acht Paare. Friederike Blanken mag den Volkstanz. Sie tanzt gerne in der Gruppe und gerne Figuren, und sie gewinnt auch gerne am Ende eines Wettstreits einen Pokal. Ganz wichtig ist der jungen Hepstedterin aber

noch etwas anderes: "Ich möchte die Tradition hochhalten. Damit tut man ja auch was fürs Dorf."

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