Benefizkonzert für Flüchtlingshilfe

Tue Gutes - und singe dafür

Good Vibes (gute Schwingungen) könnte als Motto über dem Konzertabend, der am heutigen Sonnabend in der Worpsweder Music Hall steigen soll, stehen. Dort steht aber Good Weibs und das aus gutem Grund.
14.03.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Lars Fischer
Tue Gutes - und singe dafür

Good Weibs nennt sich der Frauenchor, der am heutigen Abend in der Worpsweder Music Hall auftritt. Die rund 40 Sängerinnen aus Bremen und ihre Chorleiterin Janine Smith (vordere Reihe, Mitte) spielen gemeinsam mit der Hamburger Band Gone Fishin’ und dem Duo Gospel2Soul ein Benefizprogramm zugunsten der Flüchtlingsinitiativen im Landkreis Osterholz.

Lars Fischer

Good Vibes – was zu deutsch etwa so viel wie positive Schwingungen bedeutet – könnte durchaus als Motto über dem Konzertabend, der am heutigen Sonnabend ab 21 Uhr in der Worpsweder Music Hall steigen soll, stehen.

Dort steht aber Good Weibs und das aus gutem Grund: So nämlich nennt sich der Bremer Frauenchor, der gemeinsam mit der Hamburger Band Gone Fishin’ und dem Duo Gospel2Soul auftritt. Sämtliche Musiker verzichten dabei auf ihre Gagen – die kompletten Einnahmen werden den Flüchtlingsinitiativen im Landkreis Osterholz gespendet.

Und auch das hat gleich mehrere gute Gründe: Das Team der Music Hall weiß, was Gastfreundschaft bedeutet und steht wie kaum ein zweiter Ort in der Region für internationale Begegnungen. Gleichzeitig sind die Verantwortlichen um Doris Fischer in der Region verwurzelt und haben nach einer Idee gesucht, wie sie hier ihren Beitrag zur Willkommenskultur leisten könnten. Weit oder lange gucken mussten sie dafür nicht: Bei einem Besuch des Worpsweder Rotary Clubs in der Music Hall kam Anfang des Jahres die Idee auf, gemeinsam ein Benefiz-Konzert zu veranstalten.

Wie das aussehen könnte, hat sich dann ebenfalls relativ schnell ergeben: Durch eine Bekannte, die bei den Good Weibs mitsingt, kam Fischer mit dem Bremer Chor in Kontakt. Der wiederum brachte die weiteren Protagonisten sozusagen mit: Bislang trat das Laien-Ensemble, das sich 2011 gründete, in der Regel alleine oder nur mit Piano-Begleitung auf.

Seit dem vergangenen Jahr aber probt es regelmäßig mit der achtköpfigen Band Gone Fishin’, die sich genau wie die Bremerinnen als Hobbymusiker für gute Zwecke betätigen. Die Band, die um einen festen Kern hauptberuflicher Mediziner entstand, spielt regelmäßig in Hamburg bei einer Gala zugunsten der Krebsvorsorge. Auch der Chor tritt grundsätzlich ohne Gage, aber gegen Spenden auf – was lag also näher, als es gemeinsam miteinander zu versuchen?

Im vergangenen Monat gab es das Debüt der Kooperation im Bremer Schlachthof – mit riesigem Erfolg: Der Saal war ausverkauft, es kamen 26 000 Euro für die Bremer Sporthilfe an diesem Abend zusammen. Der Worpsweder Auftritt ist der zweite von insgesamt nur drei geplanten.

Das Repertoire der Bremerinnen, die mit 40 Mitglieder auftreten, aber auch schon bis zu 120 Sängerinnen zählten, ist für das Zusammenspiel mit der Band komplett umgekrempelt. Chorleiterin Janine Smith, bekannt aus der Fernsehshow „X-Factor“, und Gründerin Huberta Muhle haben den Good Weibs, die sich vor allem als Soul-Chor verstehen, neue Türen geöffnet. Im Zusammenspiel mit der Rocktruppe nehmen sie sich jetzt auch Stücken von Leonard Cohen oder U2 an.

Das rund zweistündige Programm am heutigen Abend bietet einiges an Abwechslung: Band und Chor treten in beiden Teilen des Abends einzeln und gemeinsam auf. Außerdem gibt es mit dem Duo Gospel2Soul einen dritten Protagonisten, der ebenfalls fast von alleine dazugekommen ist: Benny Grenz, der den Chor am Piano begleitet, und Janine Smith selbst bilden die Formation, die ebenfalls einige Lieder beisteuern wird.

Für das Konzert wird kein Eintritt verlangt, aber es werden von den Besuchern Spenden erwartet. Auch wenn es keine Tickets gibt, so können Gäste auch heute noch telefonisch unter der Nummer 0 47 92 / 95 01 39 oder per E-Mail an info@musichall-worpswede.de verbindlich Plätze reservieren. Wer darauf verzichtet, muss befürchten, keinen mehr zu bekommen: Laut Doris Fischer gibt es schon rund 250 Anmeldungen.

Was mit dem Erlös des Abends geschieht, sollen dann später die Flüchtlingsinitiativen im Landkreis Osterholz bei ihrem nächsten gemeinsamen Treffen entscheiden. Auch die Music Hall arbeitet weiter an dem Thema: Für den 10. Juli hat sie die Sierra Leone’s Refugee All Stars verpflichtet. Um den Auftritt der Band, die ausschließlich aus Flüchtlingen besteht, soll es rund um die Music Hall ein Sommerfest mit Beteiligung der Initiativen geben.

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