Liliental.

Umfrage: Fensterputzen auf der Unbeliebtheits-Skala weit vorn

Fenster putzen? Oh nee! So denkt die Hälfte der Bundesbürger, wenn man einer Studie glauben darf, die ein Reinigungsgerätehersteller anlässlich des internationalen Tages der Putzfrau in Auftrag gegeben hat. Wenn es beim Putzen eine Skala der beliebtesten Tätigkeiten gäbe, dann würde das Fensterputzen bei 52 Prozent der Bundesbürger ziemlich weit unten liegen.
04.11.2016, 00:00
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Von Ulrike Schumacher
Umfrage: Fensterputzen auf der Unbeliebtheits-Skala weit vorn

Silke Küster: "Es gibt nichts Schrecklicheres als Bügeln."

Ulrike Schumacher

Fenster putzen? Oh nee! So denkt die Hälfte der Bundesbürger, wenn man einer Studie glauben darf, die ein Reinigungsgerätehersteller anlässlich des internationalen Tages der Putzfrau in Auftrag gegeben hat. Wenn es beim Putzen eine Skala der beliebtesten Tätigkeiten gäbe, dann würde das Fensterputzen bei 52 Prozent der Bundesbürger ziemlich weit unten liegen.

Edith Warcaba findet das auch. Bei unserer kleinen, nicht repräsentativen Umfrage nannte die Lilienthalerin bei der Frage nach ihrer unbeliebtesten Putzarbeit spontan das Fensterputzen. Sie habe es nicht nur mit großen Glasflächen zu tun, erzählt die 80-Jährige, „die Fenster lassen sich auch nur zur Hälfte öffnen, sodass ich mich herauslehnen muss, was ich nicht gern mache“. So ungern Edith Warcaba die Scheiben wienert, so gern zieht sie allerdings mit dem Staubsauger durch ihre Räume.

„Das Blödeste ist das Fensterputzen“, sagt auch Petra Luck. Das komme auf den gleichen Unbeliebtheitsplatz wie Bad putzen. „Aber, es nützt ja nichts. Gemacht werden muss das ja“, meint die Lilienthalerin. Die 53-Jährige braucht nicht lange zu überlegen, weshalb sie das Putzen der Fenster so wenig mag: „Das bekommt man nie so super hin, wie man es möchte.“ Spätestens bei Sonnenschein offenbarten sich die kleinen Putzschwächen, und man denke: „Jetzt müsste ich nochmal drüberwischen.“

Aber nicht alle Befragten finden das Schuften an der Scheibe schlimm. Martina Thormählen zum Beispiel hat eher eine Abneigung gegen Fußbodenreinigung. „Wahrscheinlich, weil ich einen Hund habe und der Fußboden wegen der Haare oft gesaugt werden muss“, erzählt Thormählen. Saugen rennt bei ihr dem Fensterputzen beim Negativ-Ranking den Rang ab. Das kommt gleich nach Bodenwischen. Das findet die 57-jährige Worpswederin einfach nur anstrengend.

Auf der Suche nach putzenden Männern könnte man auch manche Antworten im untersten Teil der Skala einordnen. Sie reichen von „Ich putze nicht“ bis hin zu „Wozu habe ich geheiratet?“. Auf Sven Gericke trifft das nicht zu. Der 41-Jährige greift selbstverständlich zu Putztuch und Schrubber und findet, dass er „schon über wichtigere Dinge nachgedacht hat“, als über die Frage, welche Putztätigkeit er am liebsten abschaffen würde. Fensterputzen ist es jedenfalls nicht, meint der Lilienthaler. Dann schon eher das Reinigen der Toilette.

Für Silke Küster gibt es „nichts Schrecklicheres als Bügeln“. Die Grasbergerin denkt sofort an die Falten, die sie beim Bügeln produziert. „Ich kriege es nie glatt hin.“ Ihrem Mann hat sie empfohlen, seine Hemden besser zum Bügeln in die Reinigung zu geben. Außerdem höre diese Arbeit nie auf, findet die 53-Jährige. „Der Berg Bügelwäsche wird nie kleiner.“

Für Christel Lameter ist Putzen dagegen „überhaupt kein Problem“. Die 75-jährige Lilienthalerin macht das gern. „Vielleicht, weil ich jetzt Rentnerin bin und Zeit dazu habe.“

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