Jäger entdeckt auffälligen Reh-Kadaver unweit der Beek-Brücke Verdacht auf Wolfsriss

Pennigbüttel. Ein Wolf hat möglicherweise ein Reh in Pennigbüttel gerissen. Der Jagdpächter des Areals, Hans Behrens aus Grasberg, jedenfalls ist davon überzeugt.
15.10.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Christian Valek

Pennigbüttel. Ein Wolf hat möglicherweise ein Reh in Pennigbüttel gerissen. Der Jagdpächter des Areals, Hans Behrens aus Grasberg, jedenfalls ist davon überzeugt. Das Aussehen und die Lage des Tieres lassen seiner Meinung nach darauf schließen. Ein befreundeter Mitjäger aus Worpswede hatte den Kadaver auf seinen Pachtflächen bereits am Montagmorgen unweit der Beek-Brücke, zwischen Pennigbüttel und Teufelsmoor, gefunden. Das tote Tier habe in einer Weide am dortigen Sandweg gelegen. Die Verletzungen und Lage des Tieres lassen nach Ansicht von Behrens auf einen Wolfsriss schließen. Nach unseren Recherchen möchte niemand nur anhand von Fotos eine Ferndiagnose wagen. Die einzige Gewissheit liefere nur das Ergebnis eines Gentests und dieser sei zwei Tage nach dem Tiertod nicht mehr aussagekräftig, wie auch Hans-Jürgen Gieschen, Vorsitzender der Jägerschaft Osterholz, weiß. Fotoaufnahmen seien nur bedingt für die Aufklärung nutzbar, merkte er auf Nachfrage der Redaktion an. Immer wieder sei es möglich, dass sich „Nachnutzer“ wie Fuchs, Krähen, Bussarde oder Marderhunde am Kadaver bedienen würden. Damit sei Tage später nicht eindeutig zu sagen, ob es ein Wolf oder ein großer Hund gewesen sei. Gieschen ist bei der Diagnose zurückhaltend. Er hat vor Jahren selbst einen Wolf im Landkreis beobachten können. „Wir dürfen es nicht von der Hand weisen, der Wolf ist da“, betonte Gieschen. „Ob ein Wolf im konkreten Fall das Reh getötet hat, bleibt aber Spekulation.“

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