Am Sonntag ist Tag des offenen Denkmals / Historische Stätten in der Region beteiligen sich Vom Gut Hohehorst bis zur Hagener Burg

Zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag laden etliche historische Stätten der Region zu einem Besuch ein. Eine Übersicht.
06.09.2013, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Lutz Rode

Zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag laden etliche historische Stätten der Region zu einem Besuch ein. Eine Übersicht.

Rund 7500 historische Gebäude, archäologische Stätten, Gärten und Parks sind in Deutschland am Tag des offenen Denkmals am 8. September geöffnet. Auch in Niedersachsen werden am kommenden Sonntag verschiedene Orte von historischer Bedeutung ihre Türen öffnen, darunter auch solche in den Kreisen Osterholz, Rotenburg und Cuxhaven.

Der Tag des offenen Denkmals steht diesmal unter dem Motto „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“. Dabei sollen nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die zentralen Fragen der Denkmalpflege in den Mittelpunkt gestellt werden: Was ist wert, erhalten zu werden und weshalb? Was macht Denkmale unbequem, wann und für wen?

Aus dem Landkreis Osterholz hat sich für das offizielle Programm das Torfschiffswerft-Museum in Schlußdorf (Schlußdorfer Straße 22) angemeldet. Besucher können sich dort von 10 bis 18 Uhr einen Eindruck von der ehemaligen Werft verschaffen, in der von 1850 bis 1954 mehr als 600 Torfschiffe gebaut wurden. Bei Bedarf werden dort Führungen angeboten.

Aus der Lahusen-Dynastie

Auch das Gut Hohehorst in der Schwaneweder Ortschaft Löhnhorst (Hauptstraße 1) kann am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden. Von 11 bis 18 wird das Hohehorst-Archiv im rechten Torhaus geöffnet sein; dort hat Hans-Werner Liebig eine Sammlung von Fotos, Schriftgut, Literatur und Dokumenten zur Geschichte des Anwesens zusammengestellt, das einst der Bremer Familiendynastie Lahusen gehörte. Von 13 bis 17 Uhr besteht freier Zugang zur Halle des Herrenhauses. Eine begrenzte Zahl an Plätzen gibt es für die Führung, die um 14 Uhr am Torhaus beginnt.

Auch die Heimatfreunde Neuenkirchen beteiligen sich mit ihrer Sparte Gedenkstättenarbeit am Tag des offenen Denkmals: Von 10 bis 17 Uhr ist die Baracke Wilhelmine (An der Kaserne 122) geöffnet, wo eine Ausstellung zur Geschichte des NS-Lagergeländes zu sehen ist. Erstmals wird dort auch ein Modell des KZ-Außenlagers Neuengamme gezeigt, das sich in der Neuenkirchener Heide befand. Die Baracke Wilhelmine gehörte zum 1938/39 erbauten Marinegemeinschaftslager II, in dem unter anderem von 1941 bis 1943 das Arbeitserziehungslager der Bremer Gestapo untergebracht war und ab 1943 die Bauleitung der U-Boot-Bunkerwerft Valentin. Die Organisatoren bieten Führungen durch die Ausstellung an, es gibt eine Lesung aus dem Buch „Im Schatten des Bunkers“ sowie die Vorführung des Films „Der Bunker“. Um 14 Uhr beginnt ein evangelischer Gottesdienst auf dem Hospitalfriedhof. Der Bunker Valentin im nahegelegenen Farge kann von 10 bis 18.30 Uhr ebenfalls besichtigt werden, ab 12 Uhr gibt es dort halbstündlich Führungen.

Im Rotenburger Kreisgebiet macht unter anderem das Kartoffelmuseum in Gnarrenburg-Brillit (Alte Straße) mit. Die um 1800 erbaute Kartoffelvorratsscheune einer bäuerlichen Hofstelle ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen gibt es dort nach Bedarf.

Auch die Gedenkstätte Lager Sandbostel (Greftstraße 3) wird am kommenden Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein. Alle historischen Gebäude des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers sind zugänglich. Dort wird auch zu erfahren seien, wie die Stiftung Lager Sandbostel mit der historischen Bausubstanz umgeht und welche Ansätze zur Sanierung verfolgt werden.

Im Kreis Cuxhaven gibt es ebenfalls eine rege Beteiligung am Denkmal-Tag. So wird das Niedersachsenhaus in Bramstedt von 10 bis 18 Uhr seine Türen öffnen. Die Burg zu Hagen steht von 10 bis 18 Uhr den Besuchern offen. Um 11 Uhr wird dort der Film über die Restaurierung der Hagener Burg von 1986 bis 1988 gezeigt, zudem kann die Ausstellung besichtigt werden. Das Landfrauen-Café im Gewölbekeller der Burg ist von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

In Rechtenfleth kann am Friedhof die 1854 errichtete neugotische Kapelle besichtigt werden (10 bis 12 Uhr sowie 13 bis 18 Uhr). In Offenwarden lädt Nancy Steklar in ihre Villa Osterndorff ein, auch das Herrmann-Allmers-Haus ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mit dabei ist ferner die Alte Schule in Wulsbüttel, in der unter anderem eine Kaffeemühlenausstellung zu sehen ist. Öffnungszeit: 10 bis 17 Uhr.

Das offizielle Programm zum Tag des offenen Denkmals ist im Internet unter

www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar.

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