Grünen-Ratsherr plädiert für Aufgabe Worphauser Schule zu teuer?

Lilienthal (wim). Die Grundschule Worphausen ist nach Überzeugung des Grünen-Ratsherrn Peter Gerds nicht zu retten und wenn, dann nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten für die verschuldete Gemeinde. Gerds beruft sich bei seiner Einschätzung auf das Protokoll einer Schulausschuss-Begehung, wonach die Grundschulen Worphausen und Trupermoor „nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand“ barrierefrei gestaltet werden könnten.
17.09.2013, 00:00
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Von Michael Wilke

Die Grundschule Worphausen ist nach Überzeugung des Grünen-Ratsherrn Peter Gerds nicht zu retten und wenn, dann nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten für die verschuldete Gemeinde. Gerds beruft sich bei seiner Einschätzung auf das Protokoll einer Schulausschuss-Begehung, wonach die Grundschulen Worphausen und Trupermoor „nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand“ barrierefrei gestaltet werden könnten. Hinzu kämen hohe Kosten für Sportstätten.

In jedem Fall seien Investitionen in Millionenhöhe nötig, die von der Gemeinde Lilienthal als Schulträger allein aufgebracht werden müssten, argumentiert der Grüne. Er plädiert für einen Neubau der Trupermoorer Schule nahe am Falkenberger Kreuz und für die Schließung der Grundschule Worphausen (wir berichteten).

Ausgangspunkt seines Vorschlags im Schulausschuss sei die vom Gesetzgeber geforderte Vorbereitung aller Grundschulen auf die Inklusion und die Einführung der Ganztagsschule, betont Gerds in einer Presseerklärung. Sein Vorschlag ziele darauf ab, Neubauten oder grundlegende Sanierungen „nur in dem unbedingt erforderlichen Umfang durchzuführen“. Der Seeberger schlägt vor, alle Schulen zu erhalten, die ohne großen Aufwand barrierefrei und als Ganztagsschulen hergerichtet werden könnten. Das seien die Schulen in Falkenberg, Frankenburg und Seebergen. „Ich habe deshalb vorgeschlagen, diese Grundschulen zu erhalten und deren Einzugsbereiche zu erweitern, um noch einige Schüler aus Worphausen und Trupermoor aufzunehmen“, erklärt der Grüne.

Dann müsste die neue Grundschule Trupermoor nicht vierzügig gebaut werden, sondern zwei- oder dreizügig sein, betont Gerds. „Zugleich würde mit diesem dezentralen Modell der kürzeren Wege auch ein wichtiger Beitrag geleistet, um langfristig die Attraktivität und Weiterentwicklung auch der Randbezirke Lilienthals für junge Familien zu sichern.“ Sein Modell sieht den Erhalt der Schroeterschule im Ortskern vor, die saniert und umgebaut oder neu errichtet werden müsste. So blieben von sechs Schulstandorten fünf übrig.

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