Ferienkinder erleben in Hagen spannende Experimente rund um Chemie und Physik Zauberlimonade und Unterwasserkringel

Von Luise Bär
19.10.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Luise Bär

Hagen. Unterwasserrauchkringel, Zauberlimo oder wie kommt der Luftballon in die Flasche? Im Herbstferienprogramm konnten die Kinder spannende Experimente durchführen und herausfinden, was die Phänomene auslöst: Physik und Chemie anschaulich gemacht. Die begleitenden Erzieher blieben im Hintergrund, 'Kinder lernen von Kindern' hieß das Motto. Ylbes, Laura, Anita und Öznur führten in die Experimente ein und gaben Hilfestellung.

Die Begrüßung der Ferienkinder übernahmen die vier jungen Experimentier-Anleiter in ihrer Sprache, auf armenisch, kurdisch und albanisch - und ernteten erst einmal unverständliche Blicke. Dann ging es in der allen verständlichen deutschen Sprache weiter. Koordinatorin Doris Adam-Fleischer und ihre Helfer luden zum Malventee ein und waren damit mittendrin im ersten Experiment 'Zauberlimonade'. Die Blüten färbten den Tee blau, mit ein paar Tropfen Zitronensaft schlug er in rosa um.

An weiteren vier Stationen konnten die Kinder alle Versuche selber durchführen. 'Wetten, dass niemand von euch einen Luftballon in der Flasche aufblasen kann?', forderte die zehnjährige Anleiterin Anita zum Probieren auf. Auch angestrengtes Pusten nützte nichts, schlaff hing der Ballon in der Flasche. Im Wissen, warum das so ist, konnte Anita vorführen, wie sich der Ballon trotzdem aufpusten lässt.

An der 'Wärmestation' zeigte Öznur ein blaues Schauspiel im Glasgefäß. Auf den Boden hatte sie blaue Tinte gefüllt. Als sie das Glas über einem Teelicht erhitzte, stiegen 'Unterwasserkringel' auf und verteilten sich malerisch Richtung Oberfläche. Dass sich Gegenstände bei Hitze ausdehnen, demonstrierte sie mit einer erwärmten Stricknadel. Insgesamt waren zwölf Experimente vorbereitet, die von den Kindern alle begeistert ausprobiert wurden.

Es war ein aufregender Vormittag für die 20 Kinder, der von der 'Hippy'-Gruppe der Jugendstation Hagen und der Hagener Jugendpflege organisiert worden war. 'Hippy' ist die Abkürzung für ein Lern- und Förderprogramm für Kindergartenkinder mit Migrationshintergrund, in dem auch die Eltern eingebunden sind.

Seit zwei Jahren bietet die Jugendhilfestation Hagen das präventive Angebot um Sprachkompetenz, Erziehung und Integration an, das aus dem Europäischen Flüchtlingsfond und dem Eropäischen Integrationsfond mitfinanziert wird. Gestartet mit fünf teilnehmenden Familien, sind aktuell 13 Kinder und ihre Familien dabei.

Neuerdings werden auch Erstklässler bei ihrem Schulstart unterstützt.

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