Metropolregion Nordwest

Zwei Leitfäden zu Starkregen in Arbeit

Der Landkreis Osterholz beteiligt sich gemeinsam mit den Gemeinden Hambergen, Lilienthal und Ritterhude an einem Pilotprojekt der Metropolregion Nordwest. Dort angesiedelt ist die Interkommunale Koordinierungsstelle Klimaanpassung (InKoKa).
16.07.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Lutz Rode

Der Landkreis Osterholz beteiligt sich gemeinsam mit den Gemeinden Hambergen, Lilienthal und Ritterhude an einem Pilotprojekt der Metropolregion Nordwest.

Dort angesiedelt ist die Interkommunale Koordinierungsstelle Klimaanpassung (InKoKa), die Kommunen beim Umgang mit Starkregenereignissen unterstützen will. Konkret geht es um zwei Leitfäden, die mit Osterholzer Hilfe erstellt werden. Einer von ihnen richtet sich an Verwaltungen in den Kreis- und Rathäusern, der andere soll Bürger dabei unterstützen, Privathäuser vor Überschwemmungen zu schützen und Regenwasser dezentral auf Grundstücken im Zaum zu halten.

Erste Ergebnisse ihrer Arbeit stellte die Koordinierungsstelle in dieser Woche bei einer Regionalkonferenz in Delmenhorst vor. Vertreter kommunaler Verwaltungen, die sich mit Starkregenvorsorge und Siedlungsentwässerung befassen, konnten sich über Anregungen und Beispiele für Handlungsmöglichkeiten vor Ort informieren.

Laut Landrat Bernd Lütjen hat der Landkreis die Starkregenereignisse in Hambergen zum Anlass genommen, dieses Pilotprojekt gemeinsam mit der Interkommunalen Koordinierungsstelle Klimaanpassung anzuschieben. Fachleute aus den Verwaltungen, aber auch Experten vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz kommen regelmäßig zu Workshops zusammen, um die Arbeit an den beiden Leitfäden voranzubringen. Kommunen sollen darin erfahren, wie sie das Überflutungsrisiko in ihrem Gebiet bestimmen können oder welche Vorsorge technischer oder städtebaulicher Art getroffen werden können, um für Starkregenereignisse gewappnet zu sein.

Henryk Predki von InKoKa erläuterte: „Der Lokalbezug ist uns besonders wichtig, denn Klimaanpassung muss auf die regionalen und kommunalen Bedarfe zugeschnitten werden. Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten, dass sie für die kommunale Verwaltungspraxis anwendbar sind.“

Jörg Bensberg, Landrat des Landkreises Ammerland und Vorsitzender der Metropolregion Nordwest, betonte bei der Regionalkonferenz die Bedeutung lokaler Klimaanpassung in der Metropolregion: „Aufgrund unserer Lage als Küstenregion ist Klimaanpassung für uns von entscheidender Bedeutung.“ Er wies auch auf die wirtschaftliche Komponente hin: „Eine Anpassung an den Klimawandel sorgt für verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen und trägt so zur Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Metropolregion Nordwest bei.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+