Kreismusikschule Osterholz

Zweiter Mann bleibt erste Wahl

Michael Boronowsky und Christa Piater zogen bei der Jahreshauptversammlung des Trägervereins der Kreismusikschule Osterholz eine positive Bilanz. Nur einen neuen Vorsitzenden, haben sie noch immer nicht.
26.09.2019, 16:37
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Von Friedrich-Wilhelm Armbrust
Zweiter Mann bleibt erste Wahl

Michael Boronowsky bleibt weiter zweiter Vorsitzender der Kreismusikschule Osterholz. Bei den Wahlen zum Vorstand konnte kein erster Vorsitzender gefunden werden.

Armbrust

Osterholz-Scharmbeck. Michael Boronowsky hatte gute Nachrichten für die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Trägervereins der Kreismusikschule Osterholz: „Wir befinden uns nicht mehr in einer Mangelverwaltung, und das schon seit vier Jahren“, sagte der zweite Vorsitzende des Vorstandes. Erreicht hätten sie dies mithilfe des sogenannte Schulentwicklungsplans. Dahinter verbirgt sich, dass die Ausbildung der Schüler der Kreismusikschule einem festen Rahmen folgt. Er wurde im Herbst 2013 erstellt. Nun müsse dieser Plan weiterentwickelt werden. Boronowsky forderte zum Blick in die Zukunft auf.

„Der Schulentwicklungsplan hat viel bewegt“, sagte er während der Sitzung im Herrenhaus auf Gut Sandbeck. Das Geheimnis des Erfolges sieht Boronowsky in der Tatsache, dass die Kreismusikschule (KSM) und die kommunalen Vertreter aufgrund des Schulentwicklungsplanes quasi in einem Boot säßen. Festgeschrieben wurden in ihm damals die Zuschüsse, mit denen sich der Landkreis und die Gemeinden an der Finanzierung der KSM beteiligen. Der Landkreis übernimmt demnach jährlich einen Betrag von 140 000 Euro, die Zuschüsse von Stadt und Gemeinden summieren sich auf 70 000 Euro pro Jahr. Auch übernimmt der Landkreis Osterholz die Tarifsteigerungen bei den Gehältern der Musiklehrer.

Auch sprach Boronowsky während der Versammlung darüber, die Kosten unter Kontrolle zu halten. Und auch die Zahl der Schüler solle gehalten beziehungsweise gesteigert werden. Ihm schwebt dazu vor, zielgruppenspezifische Angebote zu machen. „Wir wollen kein elitärer Club sein. Die Gebühren müssen erschwinglich bleiben.“ KSM-Leiterin Christa Piater verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich die Schülerzahl nicht groß verändert habe: „Sie hat sich auf gut 1000 Schüler eingependelt.“ Besonders beliebt bei ihren Schülern sei die Gitarre gefolgt vom Klavier und vom Schlagzeug, berichtete Piater.

Die öffentlichen Veranstaltungen der KSM hätten sich bewährt, so Piater. Die nächste ist für Sonnabend, 16. November, geplant und trägt das Motto „House full of music“. Von 14.30 Uhr bis 17 Uhr musizieren dabei die KSM-Schüler im 30-Minutentakt. Auf dem Programm stehen Stücke aus Rock, Pop und Klassik. Das Konzert findet auf Gut Sandbeck statt.

In die Mensa des Medienhauses lädt die KSM wiederum für Donnerstag, 28. November, 18 Uhr Interessierte zu einem Percussionsabend ein. Der Adventsgroove ist für Sonnabend, 7. Dezember, ab 14.30 Uhr geplant und ist Teil des Weihnachtsmarktes, der rund um die St.-Willehadi-Kirche aufgebaut wird. Ein besonderes Hörerlebnis verspricht das Konzert der Big Band zu werden. Die Band gastiert mit der Sängerin Lara Alea Klaus am Freitag, 13. Dezember, ab 19 Uhr im Rathaussaal der Kreisstadt.

Über die Finanzen informierte Kassenwartin Elvira Lankenau die Anwesenden. Sie berichtete, dass die Kreismusikschule rund 345 000 Euro durch Unterrichtsgebühren eingenommen hat. Hinzu kommen die Zuschüsse. Die Personalausgaben betrugen laut Lankenau rund 555 000 Euro. Im vergangenen Rechnungsjahr sei ein Überschuss von gut 50 000 Euro erwirtschaftet worden.

Bei den Wahlen zum Vorstand konnte auch diesmal der Posten des ersten Vorsitzenden nicht besetzt werden. Die Versammlung bestätigte in ihren Ämtern Michael Boronowsky als zweiten Vorsitzenden. Und auch Kassenwartin Lankenau und Beisitzer Fritz Drettmann wurden wiedergewählt. Einstimmig wurde Annette Flathmann zur neuen Schriftführerin gewählt. Ihre Vorgängerin Irmgard Farhi war im vorigen Jahr verstorben. Im Block stimmte die Versammlung über den Beirat ab. Ihm gehört als Beiratssprecherin Martina Plöger an. Weiter dabei sind Caroline Schneider-Kuhn, Doris Tyarks, Andrea Windmöller, Uwe Witschen und Martina Wohltmann. Neu hinzugekommen ist Detlef Cassens.

Die Versammlung begann mit Musik: Arndt Michelsen, ein KSM-Schüler, spielte auf der Gitarre Menuett und Boreé von Ernst Gottlieb Baron (1696 bis 1760).

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